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Jens Matheuszik — 27. Oktober 2019, 07:53 Uhr

Vom Hausacker zum Urban Green: Spatenstich für ungewöhnlichen neuen Treffpunkt in Bochum-Riemke


Vom Hausacker zum Urban Green in Bochum-Riemke: Spatenstich u.a. mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD)

Vom Hausacker zum Urban Green in Bochum-Riemke: Spatenstich u.a. mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD)

Am Freitag fand der offizielle erste Spatenstich für das Projekt „Vom Hausacker zum Urban Green“ in Bochum-Riemke statt.

Damit startet auf Initiative des städtischen Referats für Sport und Bewegung die Verwandlung eines ehemaligen Ascheplatzes in eine Spiel-, Sport- und Erholungsfläche für alle Generationen. Entstehen wird so ein lebendiger Platz für alle und ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen in Riemke. Zurzeit erfolgen die vorbereitenden Arbeiten zur Baustelleneinrichtung. Daran schließen sich Abbrucharbeiten (z.B. Zäune, Ballfangzaun, Spielfeldumrandung), Erdarbeiten, Bodenmodellierungen zur Vorbereitung der Fläche, Wegebauarbeiten und das Verlegen von Leitungen an.

In seiner kurzen Rede begrüßte Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) das Projekt, welches in dieser Form einzigartig sei. Denn das Modellvorhaben: Vom Hausacker zum Urban Green gehört zu nur einem von insgesamt 11 bundesweit geförderten Programmen und sei dabei das einzige, welches im Bereich des sogenannten „experimentellen Wohnungs- und Städtebaus“ auch sportliche Aspekte in die Planung einbezieht. Was sich hier vor Ort natürlich – auf einem ehemaligen Fußballplatz – anbietet.

Vom Hausacker zum Urban Green in Bochum-Riemke: Rede von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) an die Akteure aus Riemke

Vom Hausacker zum Urban Green in Bochum-Riemke: Rede von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) an die Akteure aus Riemke

Besonders erfreut zeigte sich der Oberbürgermeister darüber, dass viele gesellschaftliche Akteure (Vereine, Organisationen usw.) sich schon im Vorfeld im Rahmen der Bürgerbeteiligung engagiert hätten. Das wäre wichtig für die Akzeptanz des Projektes und damit ein gutes Zeichen. Daher bat Thomas Eiskirch zum offiziellen Spatenstich neben den politischen Vertretern aus dem Rat der Stadt Bochum und der Bezirksvertretung Bochum-Mitte auch die gesellschaftlichen Vertreterinnen und Vertreter zum Fototermin.

Mit diesem Projekt zeige die Stadt Bochum, dass man neues probieren wolle und auch mal was experimentelles ausprobiert. Es sei doch besser wenn man zehn neue Projekte starten würde und dann vielleicht zwei davon scheitern, als wenn man lieber nur auf Nummer Sicher geht und dann vielleicht nur drei Projekte startet. Er sei sich aber auch sicher, dass das Projekt hier in Riemke keines „zum Scheitern“ sei, denn das würde ja auch schon das Engagement vor Ort zeigen.

Geplant ist es, dass aus dem aufgegebenen Tennen-Fußballplatz ein gesunder und klimagerechter Freiraum wird. Vor dem Hintergrund der demografischen und sozialen Entwicklung in Riemke wird eine Neuplanung der Fläche in eine multifunktionale und multisoziale Sport-Bewegungs- und Freizeitfläche mit verschiedenen, sportaffinen Funktionsbereichen, Aufenthaltsmöglichkeiten und Begegnungsorten für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen angestrebt. Die Neugestaltung der Anlage sieht unter anderem eine vielfach nutzbare Freilufthalle für Sport und Kultur, Seniorenfitness-Angebote, einen Wasserspielplatz und eine ligataugliche Boule-Anlage vor, mit dem Ziel, neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zu schaffen und Begegnungen zu fördern.
Außerdem soll auch ein Stadtteilzentrum in Riemke entstehen, das als Ort der Bewegung, aber auch als Quartierstreffpunkt und Ort der Ruhe und Entspannung dient. Dabei soll der avisierte Grün- und Bewegungsraum in dem hochverdichteten Wohngebiet gesichert werden und unter Berücksichtigung kommunaler Fachkonzepte (Sportstättenentwicklungsplanung, Spielleitplanung, kommunales Klimaschutzkonzept usw.) ein vielfältig und von vielen nutzbares Areal entstehen.

Neben den Bundesfördermitteln konnten auch Fördermittel in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro im Rahmen des Landesprogramms „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ dafür gewonnen worden.

Für die Stadt Bochum dient das Projekt „Vom Hausacker zum Urban Green“ als Blaupause, die sich so oder in ähnlicher Form auch auf andere Stadtteile zur Gestaltung einer Sport-, Bewegungs-, und Grünfläche übertragen lässt. Abgeschlossen sein soll das Projekt im Frühjahr 2021.

Stimmen zur geplanten Umgestaltung:

Natürlich gibt es Menschen, die dort weiterhin lieber einen bespielbaren und vereinsseitig genutzten Fußballplatz hätten. Vor allem weil der jetzt weiterhin vor Ort spielende Verein (Adler Riemke) durch die Entwicklungen einen größeren Zulauf hat. Aber Teutonia Riemke spielt jetzt nicht mehr in Riemke, sondern auf einem Kunstrasenplatz in Bergen. Daher ist diese neue Nutzung sinnvoll. Außerdem: Auch Teutonia Riemke will sich im Rahmen des Urban Green auch beteiligen.

Von der SPD Bochum-Riemke, die die Veränderungen vom Hausacker zum Urban Green politisch begleitet, äußerte sich Jörg-Uwe Kuberski gegenüber dem Pottblog:

„Riemke ist im Wandel. Mehr und mehr junge Menschen, insbesondere Studenten, ziehen hierher. Dafür benötigen wir bezahlbare Wohnungen, gute Einkaufsmöglichkeiten sowie attraktive Sport- und Freizeitflächen. Das Urban Green-Projekt wird für den Freizeitbereich wichtig sein und für Wohnen und Einkaufen kommt das Bauvorhaben an der Tippelsberger Strasse.“

Planung zum „Urban Green“ im Riemke:

Nachfolgend (in relativ kleiner Auflösung) findet man den Gesamtplan der Stadt Bochum für das Gebiet:

Vom Hausacker zum Urban Green in Bochum-Riemke: Plan zur Umgestaltung des ehemaligen Sportplatzes

Vom Hausacker zum Urban Green in Bochum-Riemke: Plan zur Umgestaltung des ehemaligen Sportplatzes

Wenn man drauf klickt – oder den Link hier Gesamtplan „Vom Hausacker zum Urban Green“ (3,5 MB) nutzt – bekommt man den Plan in einer größeren Version.

Vom Hausacker zum Urban Green in Bochum-Riemke: Spatenstich u.a. mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD)

Vom Hausacker zum Urban Green in Bochum-Riemke: Spatenstich u.a. mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD)


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