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Jens Matheuszik — 1. August 2019, 12:51 Uhr

Wirtschaftsentwicklungs-Chef Ralf Meyer im Sommergespräch 2019: Bochum bietet hervorragende Infrastruktur für Gründer #ratBO


Ralf Meyer, Chef der Wirtschaftsentwicklung Bochum, im Sommergespräch: Bochum bietet hervorragende Infrastruktur für Gründer - Foto: André Grabowski (Stadt Bochum)

Ralf Meyer, Chef der Wirtschaftsentwicklung Bochum, im Sommergespräch: Bochum bietet hervorragende Infrastruktur für Gründer – Foto: André Grabowski (Stadt Bochum)

In der Reihe der traditionellen Sommergespräche der Stadt Bochum gab es schon die Gespräche mit Sozialdezernentin Britta Anger, Stadtdirektor Sebastian Kopietz und Kämmerin Dr. Eva Maria Hubbert.

Jetzt stand Ralf Meyer von der Bochumer Wirtschaftsförderung für ein Gespräch zur Verfügung. Im vergangenen Jahr drehte sich das Bochumer Balkongespräch mit Wirtschaftsförderer Ralf Meyer u.a. um die Themen der Gewerbegebiete und Parken.

Bochum will künftig noch mehr Hochschulabsolventen davon überzeugen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. „Wir haben die richtigen Instrumente, um Gründungen wirkungsvoll zu unterstützen. Doch in den Köpfen der jungen Leute muss auch ein Umdenken stattfinden, sie müssen sich mit dem Gedanken beschäftigen“, sagte Ralf Meyer, Geschäftsführer der Bochum Wirtschaftsentwicklung, im vierten Sommergespräch mit der Stadtspitze am Mittwoch, 31. Juli.

Meyer regte daher an, bei bis zu 10.000 Studierenden pro Jahr das Thema Gründung zu einem festen Bestandteil des Studiums zu machen. Das entspräche etwa einem Sechstel aller Studierenden an den neun Bochumer Hochschulen. Ziel sei es, beispielsweise mithilfe des so genannten Worldfactory Start-up Centers an der Ruhr-Universität Bochum, die Zahl der Gründungsvorhaben von 79 (2018) auf 400 im Jahr 2024 zu steigern. Allein für das Worldfactory Start-up Center (WSC) stehen in den nächsten fünf Jahren über 20 Millionen Euro eingeworbener Mittel zur Verfügung. „Wir können allen, die von der Uni kommen und hier etwas gründen wollen, etwas bieten“, so Meyer. „Unser Rohstoff in Bochum ist Wissen und wir wollen damit Wertschöpfung betreiben.“

Mit insgesamt sechs Gründungs- und Technologiezentren biete Bochum beste Startbedingungen für Gründer – und das werde inzwischen auch wahrgenommen, so Meyer. Die Auslastung der Gründerzentren liege mittlerweile bei 90 Prozent.

Um Studierenden die Möglichkeit zu geben, nach ihrem Studium ein Unternehmen in Bochum zu gründen, würden derzeit besonders in der Innenstadt moderne Arbeitsräume für die Start-Up-Szene geschaffen. „Bochum hat eine hervorragende Gründungs-Infrastruktur“, betonte Meyer. In der Bochumer City entstehen aktuell zahlreiche so genannte Co-Working-Spaces, die es Gründungswilligen erlauben, zu günstigen Konditionen ihrem Business Raum zu geben, etwa das „Work Inn“ an der Viktoriastraße oder die KoFabrik an der Stühmeyerstraße. Auch bei den Bewerbungen für den Bau des Citytowers Bochum neben dem Hauptbahnhof spielt das Thema Co-Working eine entscheidende Rolle.

Auch an anderer Stelle ist Bewegung im Bereich der Gründungsförderung. „Besonders freut mich, dass der ruhr:HUB in die zweite Förderphase gehen kann“, so Ralf Meyer. Dafür stehen insgesamt rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Der ruhr:HUB ist eine Initiative, die vom Land NRW gefördert wird und Start-ups, Unternehmen, Studierende, Investoren und Initiativen zu einer vitalen Start-up-Szene im Ruhrgebiet verbinden soll. Das Hauptquartier des ruhr:HUB ist in Essen angesiedelt. Gesellschafter sind die Städte Bochum, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen und Mülheim an der Ruhr.

Ralf Meyer, Geschäftsführer WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Bochum mbH, am 01.08.2018 in Bochum beim Balkongespräch. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum

(Archivbild) Ralf Meyer, Geschäftsführer WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Bochum mbH, am 01.08.2018 in Bochum beim Balkongespräch. – Foto: Lutz Leitmann (Stadt Bochum)

Einige Beispiele für die aktive Gründungsförderung in Bochum nannte Ralf Meyer im Gespräch:

Cube5:
Seit dem offiziellen Start des Projekts „StartUpSecure“ in Bochum im Dezember 2017 ist es Mission von Cube5, Entrepreneuren im Bereich IT-Sicherheit ideale Bedingungen zu bieten. Der Gründungsinkubator bietet neben finanzieller Unterstützung auch ein intensives Trainingsprogramm für Cybersecurity Start-ups. Coaches und Mentoren unterstützen die Start-ups bei der Entwicklung ihrer Go-To-Market-Strategie und schulen sie in effektiver Kommunikation.

Senkrechtstarter:
Der Gründungswettbewerb der Bochum Wirtschaftsentwicklung geht in diesem Jahr in die 13. Runde. Der branchenoffene Wettbewerb steht nicht nur Gründerinnen und Gründern aus Bochum offen, sondern richtet sich an Gründungswillige aus ganz NRW. Diese profitieren von kostenloser Beratung durch das Senkrechtstarter-Expertennetzwerk. Die zehn besten Teams gewinnen attraktive Preisgelder und zusätzliche Coaching-Leistungen.

BO-I-T:
Das Bochumer Institut für Technologie, kurz BO-I-T, ist ein außeruniversitäres interdisziplinäres Forschungs- und Entwicklungsinstitut. Das Ziel: Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen soll wirtschaftliche Wertschöpfung entstehen. Das BO-I-T vernetzt Wissenschaftler und Wirtschaft und hilft zum Beispiel Gründern und Unternehmen dabei, innovative Projektideen zu finanzieren.

Shift Digital:
Mit Shift Digital beweist die Stadt Bochum, dass sie auch selber in der Lage ist, ein Start-up zu gründen: Shift Digital entwickelt Software, die es Verwaltungen ermöglicht, kundenorientiert zu arbeiten. Damit ist das Start-up ein wichtiger Baustein, Bochums Position als Vorreiter modernen Stadtmanagements zu stärken.

RuhrSummit:
Eine der größten B2B-Start-Konferenzen in Deutschland ist der Ort für Gründerinnen und Gründer, um zu netzwerken, potenzielle Partner zu finden und spannenden Vorträgen zum Thema Gründung zu lauschen. Dieses Jahr steigt der RuhrSummit 2019 am 29. und 30. Oktober in der Bochumer Jahrhunderthalle.

Ralf Meyer (Wirtschaftsförderung Bochum)

Archivbild (2016): Ralf Meyer (Wirtschaftsförderung Bochum)


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