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Jens Matheuszik — 9. April 2018, 06:23 Uhr

Gesamtkonzept ruhender Verkehr: Stadt Bochum startet Befragung zum Parken in der Innenstadt (Gleisdreieck, Kliniken, Stadtpark)


Gesamtkonzept ruhender Verkehr in Bochum: Ausgangssituation

Gesamtkonzept ruhender Verkehr in Bochum: Ausgangssituation

Wer in Bochums Innenstadt mit dem Auto unterwegs ist, der kennt es: Man findet nicht immer sofort einen Parkplatz. Jedenfalls keinen kostenlosen. Als Alternative stehen in der Innenstadt zwar die Parkhäuser zur Verfügung, aber viele versuchen lieber einen der wenigen kostenlosen Parkplätze zu finden. Und dann werden damit ggf. auch noch den Anwohnern, die es ja auch gibt, die wenigen Parkplätze weggenommen.
An manchen Stellen in der Innenstadt kommt dann auch noch viel Besuchsverkehr hinzu (z.B. an den Krankenhäusern in der Innenstadt).

Um diese Probleme zu lösen will die Stadtverwaltung ein sogenanntes „Gesamtkonzept ruhender Verkehr in der Innenstadt und den angrenzenden Bereichen“ erstellen – und dazu startet heute im Rahmen einer ersten Phase eine Bürgerbefragung:

Ausgangslage:

Die Ausgangssituation wurde dabei in der Innenstadt und den angrenzenden Bereichen untersucht – die genauen Abgrenzungen kann man der oben abgebildeten Karte entnehmen.

Die Verwaltung hat sich jetzt überlegt, dass man in den Bereichen der Innenstadt, wo es am meisten Handlungsdruck gibt, Maßnahmen ergreifen soll. Unter anderem durch das Einführen von Anwohnerparkzonen in den entsprechenden Bereichen. Jedoch soll das erst mal nicht in allen Bereichen der (erweiterten) Innenstadt geschehen (wie man der obigen Karte ggf. entnehmen könnte…) – sondern erstmal nur in bestimmten Bereichen (siehe die nachfolgende Karte!).

Denn die Innenstadtbereiche, in denen es schon entsprechende Regelungen gibt, sind in der ersten Phase nicht enthalten. Dennoch hat beispielsweise die CDU eine entsprechende Anfrage an den Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität (AIM) gestellt. Hier fragt sie an, warum nicht auch das Ehrenfeld berücksichtigt wird, wo es dort durch das Krankenhaus Bergmannsheil und der Hauptverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See „zu einem erheblichen Parkdruck für Anwohner und Besucher kommt“.

Geplante Bewohnerparkzonen:

Die nachfolgende Karte zeigt dann, welche fünf neuen Bewohnerparkzonen geplant sind. Für diese Bereiche ist primär dann die jetzt heute gestartete Online-Beteiligung geplant.

Gesamtkonzept Ruhender Verkehr (Bochum): Übersicht geplante Bewohnerparkzonen

Gesamtkonzept Ruhender Verkehr (Bochum): Übersicht geplante Bewohnerparkzonen

  • Zone Nord (gelb)
  • Zone Ost (grün)
  • Zone Süd (blau)
  • Zone Augusta (lila)
  • Zone St. Josef (rot)

In diesen fünf neuen Bewohnerparkzonen soll dann das Bewohnerparken im sogenannten „Mischprinzip“ eingeführt werden. Das heißt dort sind für die Bewohner, die einen entsprechenden Parkausweis (der derzeit 22 Euro/Jahr kostet) haben, Parkmöglichkeiten vorhanden. Die restlichen Parkplätze dort sind entweder über eine Parkraumbewirtschaftung (über entsprechende Parkscheine) oder über Parkscheibennutzung verfügbar.

In den entsprechenden Zonen soll dann in den nachfolgend markierten Straßen Bewohnerparken eingeführt werden:

Gesamtkonzept Ruhender Verkehr (Bochum): Übersicht geplante Bewohnerparkbereiche

Gesamtkonzept Ruhender Verkehr (Bochum): Übersicht geplante Bewohnerparkbereiche

Online-Befragung ab dem 9. April 2018 zum Gesamtkonzept ruhender Verkehr:

Wie man der städtischen Vorlage zum Gesamtkonzept ruhender Verkehr entnehmen kann, sollte die Bürgerbeteiligung eigentlich schon vor einiger Zeit stattfinden.

Sie ist jetzt mit dem heutigen 9. April 2018 gestartet – und zwar über die inzwischen freigeschaltete Seite innenstadtparken-bochum.de.

Wie kann ich teilnehmen?

Über die Website, auf der das ganze Verfahren auch noch ausführlicher erklärt wird, kann man auf einer Karte Anmerkungen machen. Hierbei kann man den jeweiligen Standort (z.B. eine bestimmte Straße) auswählen und die Anregung entsprechend ausformulieren. Außerdem gibt man dabei an, in welcher „Rolle“ man diese Anmerkung macht: Denn natürlich haben Autofahrer andere Bedürfnisse als beispielsweise Fahrradfahrer oder Fußgänger (und die ÖPNV-Nutzer gibt es auch noch als weitere Kategorie).

Siehe dazu beispielsweise das nachfolgende Bild:

Innenstadtparken Bochum (Online-Umfrage): Beispieleintrag (für Fußgänger)

Innenstadtparken Bochum (Online-Umfrage): Beispieleintrag (für Fußgänger)

Erst wenn die Online-Beteiligung abgeschlossen wurde, werden für die erste Stufe des neuen Gesamtkonzepts die Details durch die Verwaltung festgelegt und der Politik als Beschlussvorschlag zugeleitet werden.

Innenstadtparken Bochum (Online-Umfrage): Beispieleintrag (für Autos)

Innenstadtparken Bochum (Online-Umfrage): Beispieleintrag (für Autos)

Doch auch wenn jetzt die Online-Beteiligung sich primär um die o.g. fünf Zonen dreht – es ist den Besuchern der Website ohne weiteres möglich auch für andere Bereiche Bochums entsprechende Anmerkungen zu machen. Diese Anmerkungen sollen nicht folgenlos ankommen, sondern im Rahmen der weiteren Entwicklungen auch berücksichtigt werden.

Am Rande erwähnt: Parken-in-Bochum.de

Auch wenn es inhaltlich nicht direkt zur Online-Beteiligung gehört – die Website parken-in-bochum.de wurde zwischenzeitlich deutlich überarbeitet. Dort findet man für alle städtischen Parkhäuser ausführliche Informationen und kann beispielsweise auch schauen, ob es sich ggf. lohnt als Anwohner einen Dauermietplatz dort anzufragen.

So heißt es beispielsweise bei einem der Parkhäuser:

„Grundsätzlich sind zurzeit keine Dauerparkkarten verfügbar. Sofern sich Ihr erster Wohnsitz im Umfeld des Parkhauses und im Bereich eines mittels Parkscheinautomaten bewirtschafteten Parkraums befindet, bitten wir um Ihre Anfrage.“


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