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Jens Matheuszik — 11. Dezember 2017, 09:48 Uhr

7 neue IC/EC-Halte in Bochum – Protest gg. Streichungen #noICBo zeigt Wirkung (Update 16:47 Uhr)


Reisende am Hauptbahnhof in Bochum (28.01.2015). Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation

Symbolbild: Reisende am Hauptbahnhof in Bochum (28.01.2015). Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation

Am 10. Dezember 2017 fand der Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn AG statt. Auch wenn der WDR im Beitrag Kaum Änderungen im NRW-Fernverkehr schreibt, dass es kaum Änderungen gibt – für Pendlerinnen und Pendler, die von oder nach Bochum müssen sind die Änderungen (über die auch der WDR berichtet) sehr wichtig.
Denn damit wird ein Teil der zuvor beim letzten Fahrplanwechsel gestrichenen Verbindungen bzw. Haltepunkte in Bochum wieder eingeführt:

Die Bahn hatte sich damals überlegt, dass man – um die Pünktlichkeit der Züge zu gewährleisten – den Halt in Bochum streichen könne. Sprich: Die Züge fuhren zwar fast immer wie üblich über Bochum, hielten dort aber nicht an. Wer also nach Bochum wollte musste entweder in Dortmund oder Essen aussteigen und dann mit anderen Verbindungen weiterfahren. Gleiches galt natürlich auch für die, die gerne in Bochum eingestiegen wären.

Wer öfters mit der Deutschen Bahn fährt weiß aber, dass gerade solche Anschlussverbindungen immer wieder mit Unsicherheiten verbunden sind. Und so zeigte sich im vergangenen Jahr sehr häufig, dass die entsprechenden Anschlüsse von betroffenen Pendlerinnen und Pendlern häufig nicht realisiert werden konnten – jedenfalls von denen, die darüber berichteten.

Zur jetzigen Umstellung heißt es in der offiziellen Presseerklärung der Deutschen Bahn dazu:

Mehr IC-Halte in Bochum
Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember werden in den für Pendler wichtigen Morgen- und Abendstunden sieben IC/EC-Züge zusätzlich in Bochum halten. In Nord-Süd-Richtung aus Hamburg kommend halten die Züge in Bochum um 7.49 Uhr, 9.49 Uhr, 17.49 Uhr und 19.49 Uhr, in der Gegenrichtung aus Stuttgart/Basel kommend um 8.10 Uhr, 18.10 Uhr und 20.10 Uhr. Damit stehen für Bochumer Fahrgäste wieder insgesamt 11 direkte Verbindungen zwischen Hamburg und Stuttgart zur Verfügung.

Quelle: deutschebahn.com

Doch was nicht berichtet wurde – das ganze geschah vor allem aufgrund eines großen Protests der Pendlerinnen und Pendler, der sich unter anderem in einer Petition mit mehreren tausend Unterschriften zeigte.

Dieser Protest begann schon kurz nach der Einschränkung der Verbindungen – nachfolgend wird hier ein Teil davon dokumentiert:

Nachtrag:

Hier die offizielle Pressemitteilung der Stadt Bochum dazu:

Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn in Kraft getreten
OB Thomas Eiskirch und Werner J. Lübberink, Konzernbevollmächtigter für NRW, begrüßten den ersten Zug.

Pünktlich um 7.49 Uhr rollte der EC7 auf Gleis 3 am Bochumer Hauptbahnhof ein. Mit einem heißen Kaffee und Blumen in den Händen begrüßten Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Werner J. Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Nordrhein-Westfalen, den ersten „neuen“ Zug. Zugchefin Melanie Schmidt stieg aus, nahm die Blumen entgegen und achtete gleich wieder auf „ihren“ Zug. Zwei Minuten Halt in Bochum – schon ging es weiter Richtung Stuttgart. Die Bahnhofsmission hatte vorher gemeinsam mit OB Eiskirch und Werner J. Lübberink die wartenden Fahrgäste heißem Kaffee versorgt – ein prima Service bei eisigen Temperaturen.

Um 0.00 Uhr an diesem Sonntag, den 10. Dezember, trat der neue Fahrplan der DB in Kraft – mit sieben zusätzlichen IC/EC-Zügen, die nun wieder in Bochum halten. In den letzten Monaten hatten Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Werner J. Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Nordrhein-Westfalen, vereinbart, dass in den gerade für Pendler wichtigen Morgen- und Abendstunden wieder sieben IC/EC-Züge zusätzlich in Bochum halten. In Nord-Süd-Richtung aus Hamburg kommend halten die zusätzlichen Züge in Bochum um 7.49 Uhr, 9.49 Uhr, 17.49 Uhr und 19.49 Uhr, in der Gegenrichtung aus Stuttgart/Basel kommend um 8.10 Uhr, 18.10 Uhr und 20.10 Uhr. Damit stehen für Bochumer Fahrgäste wieder insgesamt 11 direkte Verbindungen zwischen Hamburg und Stuttgart zur Verfügung.

Im Winter 2016 hatte die Deutsche Bahn AG einige Halte von IC/EC-Zügen in Bochum aufgegeben, um in dem durch Nah- und Fernverkehr sehr hoch belasteten Streckenabschnitt zwischen Dortmund und Essen eine höhere Pünktlichkeit zu ermöglichen.
„Für die Hochschul- und Wissenschaftsstadt Bochum ist es ein gutes Signal, dass die auch für viele Pendler wichtigen Verbindungen wieder aufgenommen wurden“, so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Mein ganz besonderer Dank für die Unterstützung gilt den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die sich für eine Verbesserung der Situation eingesetzt haben.“ Bochum ist und bleibt damit wieder ein zentraler Anlaufpunkt, mehr als 100 Fernzüge halten am Hauptbahnhof.

Ab Ende 2020 werden auf der Achse Hamburg-Süddeutschland, die zu einer ICE-Strecke aufgewertet wird, auch die neuesten ICE-4-Züge eingesetzt. „Damit kann dann aus 13 der 15 größten Städte Deutschlands Bochum direkt und ohne umzusteigen erreicht werden“, so OB Eiskirch.


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