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Jens Matheuszik — 5. Dezember 2017, 13:35 Uhr

Bochum: Gründungstreffen zum Bürgerbegehren „Nein zum Einkaufszentrum“ in Bochum geplant


Luftaufnahme (16.10.2017) der Innenstadt mit dem Rathaus der Stadt Bochum oben in der Mitte. Da drüber das BVZ und am Rande das technische Rathaus. Darunter der sogenannte Telekom-Block und dadrunter das (ehemalige) Justizgelände neben dem Husemannplatz. Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation

Luftaufnahme (16.10.2017) der Innenstadt mit dem Rathaus der Stadt Bochum oben in der Mitte. Da drüber das BVZ und am Rande das technische Rathaus. Darunter der sogenannte Telekom-Block und dadrunter das (ehemalige) Justizgelände neben dem Husemannplatz. Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation

Eine der Fragen, die schon seit einigen Jahren in Bochum diskutiert wird ist die Frage, wie man die Innenstadt neu gestalten kann. Dazu gibt es bereits seit Jahren verschiedenen Ansätze, die jetzt auf eine Neugestaltung des Innenstadtbereiches an der Viktoriastraße hinauslaufen.

Nachdem zuletzt der Rat der Stadt Bochum dazu eine Grundsatzentscheidung getroffen hat, schreibt die Verwaltung dazu:

Stadt möchte das Rathaus-Umfeld neu gestalten:

So soll in dem aktuell wenig genutzten Telekom-Block und auf dem freiwerdenden Areal des ehemaligen Justizzentrums das neue Viktoria-Karree entstehen. Es will die dort bisher wenig frequentierte Viktoriastraße beleben und die Bochumer Innenstadt in ihrem Einkaufs- und Dienstleistungsangebot sowie mit einer Markthalle sinnvoll und hochwertig ergänzen.

In diesem Zuge hat der Rat der Stadt Bochum nach einem intensiven Beratungsprozess entschieden, auch das Umfeld des Historischen Rathauses baulich neu zu ordnen. Dort steht das stark sanierungsbedürfte Bildungs- und Verwaltungszentrum (BVZ). Statt für eine aufwändige Kernsanierung hat sich der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung für den Abriss der Immobilie ausgesprochen – und damit für eine große bauliche Neugestaltung und starke Aufwertung der Bochumer Innenstadt.

Ziel ist es, den gesamten Bereich entlang der westlichen Seite der Viktoriastraße – zwischen Appolonia-Pfaus-Park, Technischem sowie Historischem Rathaus und Husemannplatz – mit Einzelhandel, Dienstleistungen, Verwaltungsangeboten, Bildungseinrichtungen, Wohnen und einer Markthalle neu zu beleben. Eingebettet werden diese verschiedenen Nutzungen in grüne „Inseln“ mit Verweilplätzen. Die neu gestaltete Viktoriastraße soll so zu einem starken Rückgrat für die Innenstadt werden und diese gegenüber der wachsenden Konkurrenz durch den jederzeit verfügbaren Online-Handel stärken.

Siehe dazu auch die Informationsseite:
Stadt möchte das Rathaus-Umfeld neu gestalten mit weiteren Antworten auf oft dazu gestellte Fragen.

“Nein zum Einkaufszentrum“-Bürgerbegehren in Bochum:

Gründungstreffen Bürgerbegehren Doch es gibt auch Gegner dieses Ansinnens – die stattdessen was anderes planen.

So soll beispielsweise die Markthalle nicht gegenüber dem Rathaus (und dem bisherigen Standort des Rathausmarktes auf dem Willy-Brandt-Platz) entstehen, sondern in nächster Nähe dazu – am Husemannplatz.

Dahingehend planen Teile der Opposition (bisher ist es nur von der gemeinsamen Fraktion der FDP/Stadtgestalter bekannt) ein Bürgerbegehren und laden daher zu einem Gründungstreffen am 7. Dezember 2017 ein (siehe Facebook-Event: Gründungstreffen Bürgerbegehren „Nein zum Einkaufszentrum“).

Nachfolgend dokumentiert das Pottblog 1:1 die Beschreibung des entsprechenden Events:

Gründungstreffen für die Initiative „Nein zum Einkaufszentrum – Ja zur Markthalle am Husemannplatz“ mit dem Ziel ein Bürgerbegehren zu starten.

Am Husemannplatz in Bochum steht das Justizgebäude mittlerweile leer. Die Verwaltung will, dass HBB dort ein Einkaufszentrum baut. Mit dem Ruhr-Park hat Bochum ein solitäres Einkaufszentrum, das den typischen und höchsten Ansprüchen an Kunden von Shopping-Centern mehr als erfüllt. Dieser Bedarf ist also bereits gedeckt. Die vorhandenen innerstädtischen Standorte mit einem Einkaufszentrumskonzept, wie die Drehscheibe und der City-Point, haben massive Schwierigkei-ten mit Leerständen. Die Stadtbadgallerie ist mittlerweile nicht mal mehr als solche zu erkennen. Nun ein weiteres Einkaufszentrum in die Innenstadt zu pflanzen, wiederholt die bereits gemachten Fehler. Alle Experten und auch der Einzelhandelsverband gehen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung davon aus, dass die benötigten Flächen für den Einzelhandel in Innenstädten eher zurückgehen werden. Anstatt eine Ausweitung und Zerfaserung durch Schaffung neuer Einzelhandelszentren ist so vielmehr eine Konzentration und Verdichtung im urbanen Raum notwendig.

Die Attraktivität einer Kerninnenstadt wird sich in Zukunft insbesondere durch hohe Aufenthaltsqualität, Ambiente, Image und Flair auszeichnen. So machen insbesondere Einzigartigkeit und Alleinstellungsmerkmale Bochum zukunftsfest – Nicht Filialisten in Einkaufszentren mit international angepassten Erscheinungsbild, die es in unseren Nachbarstädten eh schon gibt. Wir wollen daher ein neues modernes Verwaltungsgebäude mit einer Markthalle, die sich zum Husemannplatz öffnet und diesen belebt. Das Justizzentrum am Husemannplatz hat auch für Frequenz gesorgt. Das neue Verwaltungsgebäude mit dem Bürger-Service würde diese Frequenz kompensieren und das Umfeld beleben. Ein neuer Verwaltungsstandort ist notwendig, das das marode BVZ abgerissen wird.

Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger darüber entscheiden können.

Luftaufnahme (16.10.2017) mit dem Rathaus der Stadt Bochum in der Mitte. Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation

Luftaufnahme (16.10.2017) mit dem Rathaus der Stadt Bochum in der Mitte.
Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation


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