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Jens Matheuszik — 2. Dezember 2017, 14:05 Uhr

Közle kann es noch! Rettung für den VfL Bochum? (oder: Stroop schießt Tore zum zweiten)


Stroop schiesst Tore (2): Tommy Finke verzweifelt am Text der Hymne zum VfL Bochum...

Stroop schiesst Tore (2): Tommy Finke verzweifelt am Text der Hymne zum VfL Bochum…

Bochum-Ehrenfeld #boEhrenfeld. Die Mitarbeiterversammlung des holländischen Stroop-Imperiums tagt mitten im Ehrenfeld – und es geht natürlich um das Ziel die Macht beim VfL Bochum zu erobern.
Das jedenfalls hat sich Klaas van Urk so gedacht, der mit dem ganzen Geld, was sein Vater durch den Sirup (denn das ist Stroop – man erinnere sich an die Stroopwafels) verdient, beim VfL einsteigen will. Dazu informiert er in lockerer Folge im Rahmen von Mitarbeiterversammlungen im Ehrenfeld über seinen Masterplan…

Gestern fand zum zweiten Mal die Fußball-Impro-Talk-Show Stroop schießen Tore (siehe auch den Veranstaltungstipp dazu) statt.

Die fiktive Geschichte des durch Sirupverkauf reich gewordenen Stroop-Magnaten, dessen Sohn Klaas van Urk (dargestellt durch Pirmin Sedlmeir) das Geld, mit dem er von seinem Vater „zugesch…en“ wird, nutzen möchte, um den VfL Bochum zu erobern ist bei der Reihe Stroop schießen Tore der sirupgoldene Faden, an dem sich alles orientiert. In Form der Mitarbeiterversammlungen des Stroop-Imperiums wird der Plan weiter ausgearbeitet und Experten zum VfL Bochum dazu geladen.
In diesem Rahmen wird dann die Mitarbeiterin Rita gelobt, die dafür gesorgt hat, dass Stroop in 34 weiteren Bochumer Geschäften verfügbar ist, da bekommen kreative Anmerkungen aus dem Publikum Gehaltserhöhungen zugesprochen und dergleichen.

Doch fangen wir von vorne an: Nach dem erfolgreichen Start der Serie, wo Tommy Finke auf Zuruf der Besucher eine tolle Hymne für den VfL Bochum geschrieben hat, wurde er sechs Wochen lang eingesperrt.

„Nur bei Wasser und Stroop. Und Fiege. Eines pro Woche.“

Denn Tommy hatte beim Texten der Hymne das wichtige Wort „Schmerz“ vergessen und verzweifelt daher am neuen Text (siehe das Bild oben).

Und so schickt ihn der Stroop-Magnat Klaas van Urk auch direkt zu Beginn des offiziellen Bühnenprogramms (wer schon vorher da war und dem lockeren Spiel am Klavier zugehört hat, der fand da schon viel unterhaltendes!) zurück zum erneuten Texten der Hymne bevor es dann mit den Interviews weiter ging.

Stroop schiesst Tore (2): Tommy Finke und Pirmin Sedlmeir

Stroop schiesst Tore (2): Tommy Finke und Pirmin Sedlmeir

Als erstes war der Fan Julian Kruse auf der Bühne, der dem Holländer erklärte, warum der kommerzielle Fußball nicht so toll sei. Grundsätzlich nicht das, was van Urk hören will.
Aber dessen Versprechen die Fans nach der Übernahme des VfL Bochum bei wichtigen Entscheidungen („Trainerwahl durch die Fans“) zu beteiligen zauberte zumindestens ein Lächeln auf seine Lippen.

Danach stellte sich Anne van Eickels den Fragen des Klaas van Urk und des Publikums der Stroop-Mitarbeiterversammlung. Im lockeren Gespräch erfuhr man einiges (auch über diverse Erstligavereine und deren Akteure) und wann Anne van Eickels sofort die Berichterstattung zu Borussia Dortmund abgeben würde (wenn der VfL Bochum erstklassig wird). Im Anschluss stand der ex-VfL Bochum-Profi Peter Közle Rede und Antwort.

Közle kann es noch!

„Die Frage ist nur: Wie lange?“

Und natürlich ist man bei der Traditionsmannschaft – insbesondere nach dem einen oder anderen Bier – der Meinung, dass man es immer noch gut können würde… ob das jedoch die Lösung der fußballerischen Probleme beim VfL Bochum sein könnte, sei mal dahingestellt.

Fazit zu „Stroop schießen Tore (2)“:

Der Abend in der Eve Bar im Schauspielhaus Bochum lohnte sich absolut!

Man muss natürlich schon Fußballfan im Allgemeinen und auch Interesse am VfL Bochum im Speziellen haben (sonst weiß man halt nicht unbedingt was mit so Anspielungen wie Sohn, Nudeln, Christian Hochstätter & Co. gemeint ist…), um alles zu verstehen. Aber dann bekommt man geballte Unterhaltung, da neben dem genialen Klaas van Urk und seinem (diesmal noch weniger als beim ersten Mal präsenten) Assistenten Simon auch die anderen Gäste sehr gut mitspielen. Wenn beispielsweise Tommy Finke am Anfang diverse Klangfetzen abspielt um den unvollständigen Text der Hymne zu überarbeiten, dann ist das alleine schon toll gewesen.

Auch eine Anne van Eickels, die WDR 2-Zuhörern vor allem vom Hören her kennen, konnte sehr gut begeistern. Was nicht nur an ihrem deutlichen Faible für die Stadt Bochum und den VfL Bochum lag, sondern auch an ihren kompetenten, schlagfertigen und unterhaltsamen Antworten.

Peter Közle als ehemaliger VfL-Profi ist da natürlich auch immer wieder für die eine oder andere Geschichte gut – und das ehemalige Profis dahingehend ein breites Repertoire an tollen Anekdoten haben ist ja nichts neues. Das kann wenn es gut läuft zum Selbstläufer werden – und „Közle kann es noch“, um ein Zitat von gestern aufzugreifen.

Ein aktuelles Diskussionsformat zum VfL Bochum fehlt…

Was der gestrige Abend gezeigt hat ist jedoch vor allem eines:
Ein aktuelles Diskussionsformat zum VfL Bochum hat Potential (mehr als der Verein momentan sportlich selbst abruft)! Da gab es ja mal den Liveticker VfL Bochum, den das Schauspielhaus Bochum zusammen mit dem VfL Bochum durchgeführt hat (die „Stroop“-Reihe entsteht, wie man sich angesichts der Inhalte denken kann, ohne Unterstützung des Vereins).

Und auch wenn natürlich das Hauptaugenmerk der „Stroop“-Reihe auf die Unterhaltung und die fiktive Geschichte um das holländische Stroop-Imperium gesetzt wird – man wird auch sportlich inhaltlich gut informiert.

Davon braucht man eigentlich mehr.

Stroop schießen Tore (3) – im März 2018

Die dritte (und vermutlich vorletzte) Folge der Reihe Stroop schießen Tore soll im März 2018 stattfinden.

PS: Hoffentlich hat Tommy Finke noch irgendein Wort in der Hymne vergessen. Nochmal gemeinsam den VfL Bochum in die Champions League zu singen würde sicherlich wieder viel Spaß machen. :)


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