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Jens Matheuszik — 30. Juli 2016, 10:42 Uhr

Bochum: Größte Stadt Deutschlands mit CO2-freier Paketzustellung durch StreetScooter von DHL


Garrelt Duin (NRW-Wirtschaftsminister), Jürgen Gerdes (DHL Paket-Chef), Thomas Eiskirch (Oberbürgermeister von Bochum)

In Bochum präsentierte Jürgen Gerdes, Vorstandsmitglied der Deutschen Post AG (zuständig für die Bereiche Post, eCommerce, Parcel), gemeinsam mit Garrelt Duin (dem Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen) und Thomas Eiskirch (dem Oberbürgermeister von Bochum), im Rahmen einer Pressekonferenz die Pläne des Logistikriesen zur umweltfreundlichen Zustellung.

Dabei setzt die Deutsche Post/DHL auf die Elektromobilität um damit dem Versprechen von „grüner Logistik“ entgegenzukommen. Wichtig sei dabei jedoch nicht nur die Ersparnis von CO2 bei den Fahrten durch die Nutzung von Strom als Antriebsquelle, sondern auch die Nutzung von Ökostrom (da sich sonst die Umweltbelastung einfach nur verlagert) und eine CO2-reduzierte Herstellung der entsprechenden Fahrzeuge.
Hier sieht sich die Deutsche Post gut aufgestellt, denn inzwischen ist man – seit der Übernahme des StartUps StreetScooter aus Aachen – als Post selber unter die Automobilhersteller gegangen und hat das entsprechende Gefährt unter Berücksichtigung der besonderen Belange bei der Zustellung unter Einbeziehung der DHL-Fahrerinnen und -Fahrer entwickelt.

Deutsche Post DHL StreetScooter in Bochum: Für Sie CO2-frei unterwegs

Deutsche Post DHL StreetScooter in Bochum: Für Sie CO2-frei unterwegs

Ab sofort: Elektromobile Zustellung in Bochum

Mit dem Tag der Pressekonferenz beginnt die CO2-reduzierte Zustellung von DHL in Bochum. Werden am Anfang 24 StreetScooter auf Bochums Straßen unterwegs sein, wird diese Zahl sukzessive erhöht. Ende 2016 werden es schon 65 Fahrzeuge sein und Ende 2017 sollen 166 Fahrzeuge in der ganzen Stadt unterwegs sein.

Anfangs nur im Innenstadtbereich, bald in ganz Bochum

Am Anfang wird DHL nur im Innenstadtbereich von Bochum und angrenzenden Gebieten wie dem Ehrenfeld (dem in Bochum, nicht dem in Köln – wie bei der Pressekonferenz schon festgestellt wurde, ist Köln später dran mit der elektromobilen Zustellung) ausliefern, das entsprechende Gebiet wird sich jedoch nach und nach (mit der steigenden Anzahl der StreetScooter) vergrößern.

Erfolgsstory „made in NRW“

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin betonte bei der Vorstellung, dass es ihn besonders freut, dass das eine nordrhein-westfälische Erfolgsgeschichte sei – schließlich nutzt hier eines der größten Unternehmen aus NRW das Know-How der (inzwischen eingekauften) Firma aus Aachen und der größte Regelbetrieb findet in Bochum statt (bisher gab es nur vereinzelte kleinere Tests in anderen Städten).

Bochum – hier können innovative Ideen umgesetzt werden

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zeigte sich hoch erfreut darüber, dass Bochum die größte Stadt Deutschlands ist, in der jedes Paket von DHL elektromobil und CO2-frei den Kunden zugestellt wird. Dies trage zu einem besseren Klima in Bochum dabei – und auch die Lärmbelastung sinkt. Wichtig sei für ihn, dass man in der Wirtschaft weiß, dass innovative Ideen in Bochum realisiert werden können.
Dahingehend pflichtete ihm Jürgen Gerdes von DHL bei, für den die Entscheidung für Bochum auch davon beeinflusst wurde, wie gut man mit der Stadtverwaltung bei solchen Projekten zusammenarbeiten könne. Dies habe sich ja schon unlängst – bei der Ansiedlung des DHL-Paketzentrums auf MARK 51°7 (der ehemaligen Opel-Fläche) in Bochum – gezeigt.

Kommentar: Gute Sache für Bochum – mit einem Wermutstropfen!

Das sich mit der Deutschen Post/DHL eines der größten Unternehmen innerhalb kürzester Zeit zweimal für Bochum entscheidet ist eine gute Sache. Daraus könnte – und in Anlehnung an eine Aussage von DHL-Vorstand Gerdes bei der Pressekonferenz ist das schon der Fall… – eine gute Tradition entstehen.
Die Logistikbranche ist im Aufwind, das sieht man mit offenem Auge im Straßenverkehr. Alleine auf dem Weg zum Pressetermin, der rund 3 km lang war, konnte ich 4 (in Worten: VIER) verschiedene DHL-Wagen sehen, die gerade Post zustellten. Und damit sind natürlich nicht die StreetScooter gemeint, die DHL aus Werbegründen zum Rathaus brachte, wo die interessierten Bürgerinnen und Bürger sich die Gefährte interessiert anschauten.

Wenn ein Markt, der von Wachstum geprägt ist, künftig dafür sorgt, dass die Umweltverschmutzung und Lärmbelastung abnimmt – dann ist das per se schon mal eine gute Entscheidung. Egal ob in Bochum, Bonn oder Berlin. Das jedoch DHL zum großflächigen Einsatz sich eine Stadt wie Bochum aussucht, zeigt, dass das Versprechen der grünen Logistik ernst gemeint ist, denn der Praxiseinsatz muss sich in den Metropolregionen wie dem Ruhrgebiet bewähren. Die Entscheidung für Bochum rückt die Ruhrgebietsstadt mit positiven Nachrichten nach vorne und gerade im Bereich der Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen ist es nicht verkehrt, wenn man als Stadt damit verbunden wird – dies bestätigte auch Ralf Meyer von der Bochumer Wirtschaftsförderung unlängst im Sommergespräch mit dem Pottblog.

Auch wenn man nicht mehr die verlorenen Schlachten der Vergangenheit schlagen sollte (sondern stattdessen in die Zukunft schauen), bleibt da noch ein Wermutstropfen übrig: Für Bochum wäre es schön gewesen, wenn der StreetScooter vor Ort gebaut werden würde. Die Infrastruktur und das Know-How ist ja in Bochum gegeben gewesen.

Die Arbeitsgruppen der Stadt, des Wirtschaftsministerium, der IHK, der Uni und des Betriebsrates von Opel hatten den gemeinsamen Konsens, dass man ein E-Fahrzeug in Bochum bauen sollte – beispielsweise auch den StreetScooter, worauf Rainer Einenkel (langjähriger Betriebsratsvorsitzender von Opel) drauf hinwies. Verhindert hat demnach diese Idee Opel selbst. Vielleicht wäre da „Umdenken Umparken im Kopf“ auch bei den Opel-Führungskräften notwendig gewesen…

Tweets, Fotos und Berichte von der Pressekonferenz und dem Fototermin:

Nachfolgend Tweets, Fotos aber auch Links zu weiteren Berichten von der Pressekonferenz im und am Rathaus in Bochum:

Garrelt Duin (NRW-Wirtschaftsminister), Jürgen Gerdes (DHL Paket-Chef), Thomas Eiskirch (Oberbürgermeister von Bochum)


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