Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 2. Dezember 2015, 07:23 Uhr

Webservice-Prognose: Musikforum Ruhr (Musikzentrum Bochum) wird 72 Millionen Euro kosten


Bochums OB Ottilie Scholz, Architekt Thorsten Kock und GMD Steven Sloane

Bochums (damalige) OB Ottilie Scholz, Architekt Thorsten Kock und GMD Steven Sloane

1,8 Mio Euro teurer
2,4 Mio Euro teurer
8,8 Mio Euro teurer

Das Musikzentrum Bochum Anneliese Brost Musikforum Ruhr (so der offizielle Name, der gerne ignoriert wird) und die Kostensteigerungen sind leider anscheinend eine „never ending story“.

Die Stadt Bochum teilt jetzt die „Aktuelle Entwicklung Musikforum Bochum“ mit. Nachfolgend der komplette Text dazu. Die Hervorhebungen stammen vom Pottblog:

Nachdem die Gerüste rund um das Musikforum abgebaut sind, erweist sich das Gebäude mit seiner hellen Fassade schon jetzt als großartige und markante Landmarke im ViktoriaQuartier. Der Innenausbau ist in vollem Gange, birgt aber wegen seiner Komplexität erhebliche Herausforderungen.

Wie berichtet kam es wegen des Ausfalls und der daraus resultierenden erforderlichen Neuausschreibung des Heizungsbaugewerkes sowie wegen Verzögerungen bei der Installation der Akustikdecke und des Trockenbaus zu gravierenden Störungen im Bauablauf. Dadurch wurde die Aktualisierung des Bauzeitenplans erforderlich. Dieser liegt nun vor. Aus den Änderungen ergeben sich Konsequenzen für den Zeitrahmen des Bauprojekts, weil die Suche nach einer neuen Firma und die Bestellung des neuen Materials unter Berücksichtigung des Vergaberechts und der Lieferfristen einkalkuliert werden mussten. Zudem entstehen durch komplexe Verzahnung der Gewerke untereinander auch Auswirkungen auf die Ausführungszeiten der anderen Firmen. Demzufolge verschiebt sich die bauliche Fertigstellung auf den 18.8.2016. Die Eröffnung im Herbst 2016 erscheint trotzdem nach wie vor möglich. Auch die Gesamtkostensituation im Projekt hat sich aufgrund der beschriebenen Verzögerungen verschärft. Dabei wird durch noch zu beauftragende Nachträge, Forderungen aus Bauzeitenverlängerung sowie eingeplanter Reserven eine Summe von rund 2.2 Millionen Euro prognostiziert.

Da die Maßnahme nicht innerhalb des vorgesehenen Förderzeitraumes abgeschlossen und abgerechnet werden kann, können auch die dazugehörigen EU-Fördermittel zum Jahresende 2015 nur proportional abgerufen werden. Zusammen mit einer Reserve, die Unsicherheiten bei Rechnungsstellung, Rechnungsprüfung und Rechnungsübermittlung zum Bauherrn berücksichtigt, ergibt sich ein möglicher Verlust von rund 1,6 Millionen. In dieser Angelegenheit werden alle Anstrengungen unternommen und Gespräche mit dem Fördergeber geführt, um diese Verluste zu minimieren. Darüber hinaus stellt die Verwaltung derzeit sämtliche Daten zusammen, um eine Schadenersatzforderung vorzubereiten. Die entsprechenden Erlöse könnten den Mehrkosten gegengerechnet werden.

„Trotz dieser Mehrkosten und aller Unwägbarkeiten, die wir mit diesem Projekt schon erlebt haben, bin ich weiterhin von der herausragenden Bedeutung des Musikzentrums für Bochum und das ViktoriaQuartier überzeugt“, sagt Stadtdirektor Townsend.

Sprich: Es wird teurer!

Bei der Wette der Ruhrbarone Hol Dir den Barsch: Wie teuer wird das Musikzentrum in Bochum? hat der Autor dieser Zeilen mit dem ursprünglichen Tipp (33 Mio Euro + Inflationsausgleich) ja schon vor geraumer Zeit verloren.

Der neue ultimative Ratetipp – Kosten für das Musikzentrum:

Screenshot random.orgInzwischen kann man ja die Kostensteigerungen nur noch mit einem gewissen Galgenhumor sehen…

Daher wird jetzt einfach mal neu prognostiziert: Die endgültigen Kosten für das Musikforum Ruhr in Bochum werden 72 Millionen Euro betragen.

Wie man darauf kommt? Durch würfeln… und zwar über die Website random.org.

Scherz beiseite…

Eigentlich sollte man da keine Scherze drüber machen. Denn es geht um das Geld der Steuerzahler. Und jeder Euro, den das Musikzentrum mehr kostet, ist zu bedauern. Man könnte es mit dem bereits vielfach strapazierten Galgenhumor sehen und sich sagen – wenigstens sind es keine Kostensteigerungen wie bei der Elbphilharmonie in Hamburg (aus ursprünglich 77 Millionen Euro wurden 789 Millionen Euro).

Nichtsdestotrotz muss man sich die Frage stellen, wie man auf diese Kostensteigerungen reagieren sollte. Und welche Lehren man daraus zieht.


1 Kommentar »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Kommentar by Wolfgang Wendland @ 2. Dezember 2015, 12:01 Uhr

    Naja ich würde dazu tendieren eine neue Wette auf zu machen… Seit wieviel Jahren war die Firma, die den Innenausbau machen sollte schon am Markt, als sie beauftragt wurde? Ich tippe mal: 1 Jahr. 😉


Schreib einen Kommentar

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden eines Kommentars wird akzeptiert, dass der angegebene Name, die eMail-Adresse und die derzeit aktuelle IP-Adresse Ihres Internetanschlusses zusammen mit dem Kommentar gespeichert wird. Weiteres hierzu in den entsprechenden Datenschutzhinweisen.