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Jens Matheuszik — 20. September 2015, 16:23 Uhr

BOB-Wahl: Geringe Abweichung der Panelstudie zum Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl am 13.09. in Bochum #OBwahlBO #ratBO


Das Rathaus in Bochum

Das Rathaus in Bochum

Im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl in Bochum haben die drei Bochumer Blogs Pottblog, Ruhrbarone und Schmidt’s Katze eine Wählerbefragung zur Kommunalwahl / Oberbürgermeisterwahl 2015 gestartet.

Die Ergebnisse vom Juli 2015 und vom August 2015 wurden bereits veröffentlicht – eine dritte Befragung findet jetzt aktuell zur Stichwahl statt, die am kommenden Sonntag, den 27. September 2015 stattfinden wird. Dabei stehen die beiden bestplatzierten Kandidaten Thomas Eiskirch (SPD) und Klaus Franz (CDU) zur Wahl.

Grund hierfür: Keiner der zwölf Kandidaten der ersten Runde erzielte mehr als 50 % der Stimmen, daher findet eine Stichwahl zwischen den beiden besten Kandidaten statt und alles beginnt wieder bei Null.

Zur Methodik der BOB-Wahl

Ziel der BOB-Wahl war es nie eine Art „Sonntagsumfrage“ zu stellen – das wäre organisatorisch tatsächlich auch nicht einfach gewesen. Stattdessen haben wir ein Panel gebildet und versucht damit möglichst getreu die Wählerschaft nachzustellen. Dazu wurden die freiwilligen Panel-Teilnehmer unterschiedlich gewichtet, denn beispielsweise die Klientel der älteren Frauen war bei den Teilnehmern geringer vertreten, als es der Bevölkerungsstruktur von Bochum entspricht. Dafür waren jedoch jüngere, männliche und politikinteressierte Teilnehmer deutlich mehr vertreten – was bei einer internetbasierten Umfrage nicht wirklich wundert.

Doch auch wenn man die BOB-Wahl nicht mit den klassischen Umfragen vergleichen konnte, hatten wir dennoch das Ziel ein Ergebnis zu ermitteln, welches möglichst nahe am richtigen Ergebnis ist. Inwiefern das gelungen ist, kann man der nachfolgenden Übersicht entnehmen:

Abweichungen BOB-Wahl 08/2015 vom Wahlergebnis am 13.09.2015

Abweichung der BOB-Wahl zum Wahlergebnis zur Oberbürgermeisterwahl in Bochum am 13.09.2015 #OBwahlBO

Abweichung der BOB-Wahl zum Wahlergebnis zur Oberbürgermeisterwahl in Bochum am 13.09.2015 #OBwahlBO

Deutliche Abweichungen waren bei den beiden großen Parteien SPD und CDU zu sehen. Diese schnitten mit mehr als 3 Prozentpunkten deutlich besser ab. Bei den kleineren Kandidaturen waren die Abweichungen deutlich geringer. Insofern war die ursprüngliche Vermutung, dass die Kandidaturen der großen Parteien zu klein, die Kandidaturen der kleinen Parteien zu groß geschätzt werden richtig.

Am Ende kann man aber dennoch zufrieden sein, denn durchschnittlich weichen die Zahlen der BOB-Wahl im August, Zahlen die vier Wochen vorm Wahltag erhoben wurden, nur um 1,5 ‚%‘ (Mittelwert der absoluten Abweichung) ab. Das ist gut, aber auch ausbaufähig. Dass die Abweichung so gut liegt, kommt daher, dass BOB-Wahl korrekt vorhergesagt hat, dass die „Kleinen“ „klein“ bleiben. Auch hat Wolfgang Wendland nicht die 10 %-, 20%- oder 30 %-Marke überschritten. Bei ihm gingen die Schätzungen am weitesten auseinander. Oft waren die Autoren kritisierten worden, weil irgendein Kandidat „absichtlich“ zu klein geschätzt worden war. Nein, so einen Ansatz gab es bei der BOB-Wahl nicht – warum auch?

Stichwahl: Neue Abstimmungsrunde

Nicht nur die Wähler Bochums sind erneut aufgerufen abzustimmen – auch die Teilnehmer der Panelstudie werden in diesen Stunden erneut aufgefordert sich zu beteiligen. Neben der eigentlich vor allem interessanten Frage, wer nach Auffassung der BOB-Wahl-Teilnehmer die Stichwahl gewinnen wird, geht es auch um die Frage, ob Wahlempfehlungen überhaupt Auswirkungen auf die Wählerschaft haben oder nicht.

Das ist insofern interessant, als dass beispielsweise die Grünen und die grüne OB-Kandidatin Monika Engel sich inzwischen (nicht ganz überraschend) für Thomas Eiskirch von der SPD ausgesprochen haben. Der CDU-Kandidat wird vom parteilosen Bewerber Markus Zarske aber auch von Jens Lücking (Freie Bürger) sowie der FDP und den Stadtgestaltern unterstützt, die in der ersten Runde noch für Omid Pouryousefi waren.
Die Linkspartei und die Soziale Liste und deren OB-Kandidaten Horst Hohmeier und Günter Gleising wollen jedoch keine Empfehlung abgeben, genau so wenig wie Wolfgang Wendland.


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