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Jens Matheuszik — 3. August 2015, 05:42 Uhr

Wahlausschuss entscheidet über die 12 Oberbürgermeister-Kandidaten in Bochum / Franz-Josef Ermann im Gespräch #OBwahlBO #ratBO


Das Rathaus in Bochum

Das Rathaus in Bochum

Am heutigen Montag kommt um 10 Uhr der Wahlausschuss zusammen.

Einziger Tagesordnungspunkt: Prüfung der eingereichten Wahlvorschläge für die Wahl des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin und Beschluss über Zulassung oder Zurückweisung.

Nachdem das Pottblog bereits vor zwei Tagen die Identität des unbekannten 12. Kandidaten „aufgedeckt“ hatte, sind jetzt die 12 Kandidaten, die Nachfolger bzw. Nachfolgerin von Ottilie Scholz (SPD) werden wollen, bekannt:

  1. Thomas Eiskirch (SPD)
  2. Klaus Franz (CDU)
  3. Monika Engel (Grüne)
  4. Horst Hohmeier (Die Linke)
  5. Wolf-Dieter Liese (AfD)
  6. Jens Lücking (Freie Bürger)
  7. Günter Gleising (Soziale Liste)
  8. Claus Cremer (NPD)
  9. Wolfgang Wendland (parteilos)
  10. Omid Pouryoursefi (parteilos)
  11. Markus Zarske (parteilos)
  12. Franz-Josef Ermann (parteilos)

Der Wahlausschuss wird dabei die Formalien, die die Kandidaturen erfüllen müssen, prüfen. Dabei kann es dann auch mal zu Formfehlern kommen, die im Zweifelsfall zum Ausschluss von der Wahl führen (wie es beispielsweise die Piratenpartei in Oberhausen im vergangenen Jahr erleben musste).

Auch in Bochum hätte es unter Umständen bei einer Kandidatur zu solchen Problemen kommen können, denn bei der Mitgliederversammlung zur Aufstellung der entsprechenden Kandidatur wurde der eine oder andere Formfehler begangen, der jedoch noch rechtzeitig „geheilt“ wurde.

Interessanter wird jedoch die Prüfung bei den parteilosen Kandidaten sein – denn diese müssen jeweils 420 (unterschiedliche…) Unterstützungsunterschriften beibringen. Während beispielsweise Wolfgang Wendland und Omid Pouryousefi ziemlich öffentlichkeitswirksam Unterschriften sammelten (und Wendland auch sehr medial beachtet seine Unterschriften abgab), war dies bei Markus Zarske und Franz-Josef Ermann nicht der Fall. Diese sammelten eher „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ ihre Unterstützungsunterschriften zusammen.

Franz-Josef Ermann im Gespräch – der 12. Oberbürgermeisterkandidat von Bochum

Für den Artikel des Pottblogs vor zwei Tagen hatte es leider nicht geklappt, aber inzwischen konnte das Pottblog mit Franz-Josef Ermann sprechen.

Franz-Josef Ermann, Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters von Bochum #OBwahlBODer ehemalige Postbeamten Franz-Josef Ermann, der ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) tätig ist, sieht sich als normaler Bürger.
Wichtig sei für ihn, dass das Wortbestandteil Bürger beim Wort Oberbürgermeister beachtet wird – denn seiner Meinung nach müsse sich ein Oberbürgermeister für die Bürger einsetzen. Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz sei eine der wenigen Politiker gewesen, die sich – trotz diverser gemachter Fehler, so Ermann – für die Bürger noch eingesetzt hätten.

Implizit klingt dabei heraus, dass er der Meinung ist, dass die anderen Kandidaten das nicht machen.

Weiter führt er aus, dass er im Vorfeld seiner Kandidatur mit rund 2000 Leuten gesprochen und deren Wünsche und Vorstellungen mitgenommen habe. Für ihn sei das Amt des Oberbürgermeisters kein Beruf, sondern eine Berufung.

Versprechen möchte er jedoch jetzt nicht machen – denn ihm fehle die Einsicht in die internen Vorgänge. Von außen würde alles rosarot aussehen, aber die Scherben seien im Innern – und da müsse man erstmal hinschauen. Daher wolle er keine Versprechen geben, die er ggf. gar nicht halten kann.

Sollte er Oberbürgermeister werden, dann würde er als unparteiischer Oberbürgermeister im Sinne der Bürger handeln und außerdem würde es dann zu einem Patt im Rat kommen (was nicht ganz richtig ist – die SPD und die Grünen hätten dann immer noch knapp die Mehrheit im Rat; Anm. d. Pottblogs).

Bei seinem Handeln würde er stets die sieben Grundsätze des DRK berücksichtigen (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität).

Über seine weiteren Vorstellungen und Ziele möchte er sich jedoch erst nach der Bestätigung seiner Kandidatur äußern. Ermann geht davon aus, dass seine Kandidatur ohne Probleme angenommen wird – er habe ausreichend Unterschriften gesammelt und auch zur Sicherheit noch zusätzliche Unterschriften (über die notwendige Menge von 420 Stück) eingereicht.


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