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Jens Matheuszik — 23. Januar 2015, 07:27 Uhr

Seit gestern im Kino: Baymax – sehr schöner Film von Disney und Marvel


Vorab in einem Satz: Lohnt sich der Film? Ja1.

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Kinoplakat (Walt_Disney)

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Kinoplakat (Walt_Disney)

Heute startet2 Gestern startete in Deutschland der Animationsfilm Baymax – Riesiges Robowabohu.
Im Original heißt der Film Big Hero 6, was fast genau so nichtssagend ist – wenn man sich mit Marvel nicht gut auskennt, denn da gibt es die gleichnamige Comicreihe, von der dieser Film einige Charaktere aufgreift. Man muss aber diese Reihe nicht kennen (unter Umständen verwirrt es dann sogar, da es doch noch einige Unterschiede gibt).

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Szene 1 (Walt_Disney)

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Szene 1 (Walt_Disney)

Der 14-jährige Hiro lebt in einer Stadt der nahen Zukunft, die anfangs sehr an San Francisco erinnert, aber auch viele asiatische Anspielungen hat – später stellt sich dann immer mehr heraus, dass die Stadt „San Fransokyo“ quasi eine Mischung aus San Francisco und Tokio ist (die dortige „Golden Gate“-Brücke erinnert beispielsweise von der Bauweise her an japanische Pagoden; siehe Bild am Ende des Beitrages).
Zusammen mit seinem älteren Bruder Tadashi lebt er bei seiner Tante, denn die beiden haben ihre Eltern verloren.

Hiro verschwendet – so sieht es jedenfalls sein Bruder – seine Zeit mit illegalen „Bot-Wettkämpfen“, wo selbstgebaute Roboter gegeneinander treten und illegalerweise auf den Ausgang der Kämpfe gewettet wird. Tadashi hält nichts davon und glaubt, sein Bruder würde sein Potential mit dem Bot-Bau verschwenden und nimmt ihn mit zu seiner technischen Universität. Hier lernt Hiro die Freunde von Tadashi kennen und an was für faszinierenden Projekten sie alle arbeiten – so arbeitet beispielsweise sein Bruder an einem persönlichen Gesundheitsassistentin namens Baymax, der an eine Art Michelin-Männchen erinnert. Hiro, der anscheinend zum ersten Mal seinen Bruder an der Uni besucht und zum ersten Mal mitbekommt, was er dort alles so macht, ist so begeistert von der Universität, dass er dort auch studieren will.

Tatsächlich gibt es da auch eine Chance – denn jedes Jahr nimmt Professor Callaghan neue Absolventen auf, die durch besonders gute Projekte auf einer jährlichen Technikpräsentation aufgefallen sind. Dieses Ziel will Hiro erreichen und erfindet dafür mal nebenbei die „Microbots“, einer Art Mini-Roboter die im Schwarm auftreten und über Gedankenkraft und einen entsprechenden Transmitter gesteuert werden können. Selbst der Industrielle Krei ist von dem Projekt begeistert und will Hiro alles abkaufen, doch – durch Professor Callaghan gewarnt – verzichtet er darauf und erhält stattdessen das Ticket zur Universität.

Doch die Freude währt nicht lange, denn kurze Zeit später kommt es zu einem Brand und einer anschließenden Explosion, bei der Professor Callaghan und Tadashi ums Leben kommen. Dementsprechend versinkt Hiro in Trauer, will nichts mehr machen, geht nicht zur Universität und zieht sich zurück. Bis er eher aus Versehen zu Hause Baymax, das letzte Projekt seines Bruders Tadashi, aktiviert. Außerdem entdeckt Hiro, dass er noch einen Microbot in seinem Zimmer hatte, der von etwas – anderen Microbots? – angezogen wird. Was eigentlich nicht geht, denn die Microbots sind bei dem Brand auch zerstört worden. Doch mit Baymax macht er sich auf die Suche und muss feststellen, dass es da jemanden gibt, der massenweise Microbots herstellt – und nicht zu einem guten Zweck einsetzen will…

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Szene 2 (Walt_Disney)

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Szene 2 (Walt_Disney)

Doch Hiro und Baymax sind nicht alleine – denn die Freunde von Tadashi unterstützen die beiden…

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Szene 3 (Walt_Disney)

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Szene 3 (Walt_Disney)

Jens‘ Fazit zu „Baymax“:

Die Story hat ja was von Disney. Auch bei Bambi stirbt zu Beginn ein Sympathieträger (Bambis Mutter). Aber egal ob die Grundidee schon sehr viel älter als alt ist, sie ist schön erzählt, birgt tatsächlich auch noch die eine oder andere Überraschung und ist vor allem sehr schön dargestellt worden. Technisch gesehen ist der Film top, das darf man aber von den Verantwortlichen so auch erwarten. Über „schauspielerische Leistungen“ braucht man bei einem Animationsfilm natürlich nicht sprechen, aber gerade bei Animationsfilmen kommen ja gerne sowohl im Original als auch in den übersetzten Varianten mehr oder wenige bekannte Stars vor. So ist es auch hier:

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Bastian Pastewka (Walt_Disney)

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Bastian Pastewka (Walt_Disney)

Denn der ein wenig naive und nur einem Ziel (die Gesundheit des Patienten zu verbessern und die Behandlung abzuschließen) verpflichtete Baymax wird beispielsweise von Bastian Pastewka vertont und das weiß deutlich zu gefallen und passt irgendwie recht gut zum Film und fällt vor allem eines nicht – auf. Und das meine ich positiv. Da gibt es ja ein anderes Beispiel, denn eine der Nebenrollen hat so einen nervigen Berliner Slang drauf, dass es schon fast peinlich wird.

Das trübt aber den Genuss des Films bei weitem nicht – und noch ein Tipp: Es steht zwar Disney drauf, es ist aber Marvel drin. Also: Sitzenbleiben nach dem Filmende! Es gibt noch zwei zusätzliche Szenen…

Insgesamt gebe ich 8 von 10 Punkten. Für eine bessere Bewertung müssten weniger Schwächen im Script sein – denn die eine oder andere Sache ist schlicht und ergreifend unlogisch, trübt aber dennoch den Filmgenuss nicht wirklich.

Offizielle Trailer zu „Baymax“:

Es gibt eine größere Playlist zu Baymax bei YouTube. Ansonsten gibt es folgende Kinotrailer:

Baymax-Trailer 1:

Baymax-Trailer 2:

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Szene 4 (Walt_Disney)

Baymax Riesiges Robowabohu (Big Hero 6): Szene 4 (Walt_Disney)

  1. man kann auch mal kurz auf diese Frage antworten []
  2. man sieht gut, wann dieser Beitrag eigentlich erscheinen sollte… []

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