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Jens Matheuszik — 11. Dezember 2014, 16:27 Uhr

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere: Besprechung zum fulminanten Finale der J.R.R. Tolkien-Verfilmung


Vorab in einem Satz: Lohnt sich der Film? Wer die ersten beiden Hobbit-Filme nicht gesehen hat, sollte diesen Film lieber vermeiden – für Fans der Peter Jackson-Filme aus Mittelerde lohnt es sich aber definitiv – auch wenn’s primär nur ein Schlachtenfilm ist, der sich für Kinder nicht mehr so eignet…

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros) Filmplakat

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros) Filmplakat

Nach dem ersten (Eine unerwartete Reise) und dem zweiten (zweiten) Teil startet heute der dritte und letzte Teil der J.R.R. Tolkien-Verfilmung des Kinderbuches Der kleine Hobbit unter dem Titel Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere in den Kinos hierzulande.

Der Film hält sich nicht großartig mit einleitenden Erzählungen auf – da hatte man schließlich schon zwei Filme vorab. Er beginnt mit der Seestadt, die gerade vom wütenden Drachen Smaug angegriffen wird.

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (die Seestadt)

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (die Seestadt)

Die Bewohner der Seestadt versuchen zu fliehen (allen voran der korrupte Bürgermeister, der sich gemeinsam mit dem Gold der Bevölkerung in Sicherheit bringen wollen). Aber auch die Elbin Tauriel, die mit einigen Zwergen und den Kindern des inhaftierten Bard, aus dem drohenden Inferno fliehen möchte.

Währenddessen haben die Zwerge das eigentliche Ziel ihrer Unternehmung erreicht – sie haben den Drachen Smaug vertrieben und sind jetzt die neuen Herren über den Einsamen Berg – dessen Schatzkammern noch weiterhin voller Gold sind, wobei Thorin Eichenschild eines vermisst: den legendären Arkenstein.

Der Hobbit (Warner Bros): Szenenbild (König Thorin vor lauter Gold)

Der Hobbit (Warner Bros): Szenenbild (König Thorin vor lauter Gold)

Die fliehenden Bewohner der Seestadt sind leider bei ihren Fluchtbemühungen zu spät, denn der wütende Smaug, der von den Zwergen am Ende des zweiten Teiles aus dem Berg vertrieben wurde, fliegt seine Runden über Esgaroth und versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken, da diese ahnen, dass in Kürze ein Inferno über die Stadt hereinbrechen wird.

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Smaug greift die Seestadt an)

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Smaug greift die Seestadt an)

So kommt es auch, denn der feuerspeiende Smaug sorgt für Tod und Verderben in Esgaroth (der eigentliche Name der Seestadt) und nur ein Teil der Bevölkerung kann sich retten.

Dazu zählt aber auch Bard, der sich aus seiner Inhaftierung befreien kann und fassungslos ansehen muss, was mit seiner Heimat geschieht.

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Tauriel und Legolas bei den Flüchtlingen der Seestadt)

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Tauriel und Legolas bei den Flüchtlingen der Seestadt)

Ohne zuviel verraten zu wollen – natürlich schaffen es die Hauptcharaktere (Bard, die Zwerge, Tauriel und Bards Kinder) sich zu retten, aber da der Winter nahe ist, müssen sie sich eine neue Bleibe suchen.

Bard, den alle als neuen Anführer ansehen, schlägt vor die Stadt vor der Bergfestung zu bevölkern – schließlich hat man mit Thorin Eichenschild noch eine Vereinbarung. Gesagt getan, doch leider erinnert sich dieser nicht mehr wirklich daran – was daran liegt, dass er von der Drachenkrankheit befallen ist: Die Gier nach Gold. Selbst seine zwergischen Unterstützer und Freunde wie Bilbo Beutlin verstehen ihn nicht so ganz, da ihm nun das Schicksal der Menschen unwichtig erscheint, während er nur den sagenumwobenen Arkenstein sucht.

Doch trotz dieser Enttäuschung durch die Zwerge schöpfen die Menschen der Seestadt noch Hoffnung, denn ein Heer der Elben taucht überraschend auf – und bringt notwendige Verpflegung mit um die darbende Bevölkerung zu unterstützen. Doch die Elben haben noch einen anderen Grund um hier zu sein – nicht umsonst ist man mit einem ganzen Heer angereist…

… zwischendurch erfährt man, dass auch andere inzwischen von dem Sieg der Zwerge über Smaug wissen, denn die Ork-Kreaturen machen sich schon auf den Weg dorthin.

Zwischendurch und auch vor allem am Ende des Filmes gibt es immer wieder Verknüpfungen zur später spielenden aber vorher gedrehten Der Herr der Ringe-Trilogie, in der ja auch teilweise die selben Schauspieler mitspielen. So war es beispielsweise eine positive Überraschung Sir Christopher Lee mal wieder in der Rolle des Saruman zu sehen, der einer bedrängten Frau Galadriel gegen das Böse beisteht.

Mein Fazit zu „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“:

Wer die ersten beiden Teile gesehen hat, der muss hier reingehen. Der muss sich auch keine Besprechungen vorab durchlesen.

Wer jedoch noch keinen der Hobbit-Filme gesehen hat, der sollte es nachholen: Sie sind einfach insgesamt gesehen wirklich sehenswert und Peter Jackson hat es geschafft den Zauber von Mittelerde wieder auf die Leinwand zu bringen. Da verzeiht man ihm auch, dass er es geschafft hat, aus einem recht unkomplexen Kinderbuch gleich drei abendfüllende Filme zu machen. Dabei hat er es auch noch geschafft eine Kinderbuchgeschichte so zu filmen, dass der Film eher nichts für Kinder ist – denn Die Schlacht der Fünf Heere ist ja nicht umsonst der Titel und gefühlte 90 % des Filmes wird da nur gekämpft, es sirren Pfeile durch die Gegend, Orks und andere hässliche Kreaturen werden von nicht ganz so hässlichen Zwergen und den androgynen Elben bekämpft usw.usf.

Das ganze ist teilweise recht brutal – aber irgendwie dann auch blutleer. Die meisten Orkkämpfer haben halt nichts im Kopf, aber anscheinend auch nichts in den Adern, denn egal welcher Kopf gerade abgeschlagen wurde – bluten tut da nichts.

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Flüchtlinge aus der Seestadt)

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Flüchtlinge aus der Seestadt)

Was mir besonders gefallen hat ist das Wiedersehen mit altbekannten Rollen – insofern war ich positiv darüber überrascht, dass Saruman der Weiße wieder auftauchte, aber auch Frau Galadriel und Herr Elrond.

Der eigentlich der Filmtrilogie den Namen gebende Hobbit Bilbo Beutlin hingegen hat zwar auch seine Auftritte, aber irgendwie ist er fast schon eher ein Nebendarsteller im eigenen Film. Was aber halt auch daran liegt, dass Hobbits aus dem Auenland nicht gerade als die großen Klingenschwinger bekannt sind.

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Bilbo Beutlin und der eine Ring)

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Bilbo Beutlin und der eine Ring)

Der Film macht Lust auf mehr – und leider wird es wohl erstmal kein „mehr“ von Mittelerde geben. Aber da gibt es ja noch eine andere Trilogie – und ich bin ja froh zu wissen (dank des netten Webdienstes werstreamt.es, dass man die erste Trilogie bei einem Video on Demand-Anbieter, bei dem ich Kunde bin, derzeit im Videostream sehen kann. Sprich: Mittelerde ich komme wieder. 😉

Ach ja – eine finale Bewertung noch: Ich gebe dem Film 7 von 10 Punkten. Für mich ist er tatsächlich der schlechteste Film der gesamten Reihe, die aber insgesamt für mich überragend ist.

Trailer zu „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“:

Trailer #1

Trailer #2

Trailer #3:

Mehr Videos (u.a. auch die TV-Clips) gibt es in der Playlist Trailer und Highlights der Hobbit-Saga.

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Elbenheer)

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere (Warner Bros): Szenenbild (Elbenheer)

Andere Meinungen zu „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“:

Bei SPIEGEL Online gibt es einen nett zu lesenden Verriss („Hobbit“ am Ende: Auf den Wolkenkuckuckskontinenten der Fantasy aber auch eine etwas ernsthaftere Kurzkritik (Ein Film, sie alle zu knechten). Bei WDR2 gibt es eine Kritik zum Film und bei Eins Live ein Hobbit-Quiz (okay, passt nicht ganz zum Bereich „Andere Meinungen“ ist aber nett).


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