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Jens Matheuszik — 9. Oktober 2014, 16:42 Uhr

„The Salvation“: Dänischer Western startet heute im Kino (Filmkritik)


Vorab in einem Satz: Lohnt sich der Film?
Die Kombination „Dänemark“ und „Western“ wirkt anfangs merkwürdig, aber The Salvation ist ein kompromissloser Film mit guten Schauspielern, einem klassischen Motiv und tollen Bildern und guter Musik – also nicht nur für Western-Fans.

Filmplakat

Filmplakat „The Salvation“ (Concorde Film)

Spätes 19. Jahrhundert. Nach Amerika kommen die Einwanderer aus ganz Europa. So auch der ehemalige Soldat Jon mit seinem Bruder, die bereits seit einigen Jahren hier ihr Glück versuchen.

Jons Frau und Kind wollen jetzt nachkommen und zu Beginn des Filmes sieht man die beiden dann auch, wie sie mit einem Zug ankommen und endlich wieder den geliebten Mann – und den eher fremden – Vater sehen (nach sieben Jahren erinnert sich der 10-jährige Sohn nicht mehr so recht). Auch Jon, der nicht gerade ein Mensch der Emotionen zu sein scheint, freut sich über das Wiedersehen mit seiner bildhübschen Frau und dem gemeinsamen Sohn.

Filmszene aus

Filmszene aus „The Salvation“

Die dreiköpfige Familie macht sich dann auf dem Weg mittels Postkutsche zur neuen Heimat, während der Bruder/Schwager/Onkel mit dem Pferd (oder den Pferden? Jon hatte wohl auch eines, oder?) getrennt unterwegs ist.
Ursprünglich saß mit der Familie ein freundliches Ehepaar, doch dieses musste die Plätze für zwei grobschlächtige Gesellen freimachen, die anscheinend Vorrang genossen und deren Auftreten und Blicke nichts gutes vermuten lassen…

Filmszene aus

Filmszene aus „The Salvation“

Es kommt wie es kommen muss, die beiden Männer wissen sich einer Dame gegenüber nicht zu benehmen, so dass die Familie (insbesondere natürlich Jon) zu anderen Mitteln greifen muss – im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und vor allem in dieser Zeit hat man ja so seine Waffen.

Doch das Glück ist ihnen nicht hold, denn die überlegene Position der drei ist schon kurze Zeit später wieder hinüber und Jon wird von den beiden Spießgesellen aus der Kutsche geworfen, während seine Frau und ihr Sohn noch in deren Händen sind.

Jon versucht der davon eilenden Kutsche hinterher zu rennen, doch naturgemäß ist er langsamer und kann nur ihren Spuren folgen. So kann er auch nichts mehr machen als er dann einige Zeit später auf dem Weg den Körper seines Sohnes sieht, den er mit sich nimmt. Doch auch die Kutsche ist nicht fern und er schafft es die beiden brutalen Verbrecher zu stellen, muss jedoch feststellen, dass auch seine Frau nicht nur mißbraucht, sondern auch getötet wurde!

Voller Trauer macht er sich auf dem Weg in die geplante neue Heimat der Familie, wo sein Bruder schockiert mitbekommt, was passiert ist.

Doch beide ahnen noch nicht, was noch passieren wird. Denn einer der beiden Mörder von Jons Familie war der Bruder des berüchtigten Bandenanführers Delarue, der die Stadt in der Nähe der Farm Jons tyrannisiert. Als dieser vom Tod seines Bruders, der erst gerade eine mehrjährige Strafe im Gefängnis abgesessen hatte, erfährt, macht er der Stadt ein Ultimatum und fordert die Herausgabe des Mörders von den Verantwortlichen der Stadt. Sowohl der willfährige Bürgermeister (und gleichzeitige Bestatter des Ortes) als auch der Sheriff (der gleichzeitig auch der örtliche Geistliche ist) versprechen dem verschlagenen Delarue die Unterstützung und versichern ihm, dass niemand vor Ort dafür verantwortlich wäre.

Filmszene aus

Filmszene aus „The Salvation“

Es kommt wie es kommen muss – als Jon und sein Bruder im Ort ankommen, erfahren sie vom Ultimatum Delarues, und obwohl sich Jon nicht offenbart, ist es den Einwohnern schnell klar, dass Jon wohl der gesuchte Mörder ist – denn sonst kann ja sonst weit und breit niemand gut mit der Schusswaffe umgehen.

Die verängstigten Einwohner liefern Jon an Delarue aus und da könnte der Film natürlich zu Ende sein, aber dann wäre es ja langweilig. Stattdessen gelingt Jon die Flucht und er beginnt einen Rachefeldzug gegen Delarue, dessen Ende man sich zwar nicht konkret in allen Details vorher vorstellen kann, aber zumindestens von der Grundrichtung her.

Jens‘ Fazit zu „The Salvation“:

Ich fange am besten damit an, festzustellen, dass ich kein Western-Fan bin. Eigentlich dachte ich, dass dieses Genre inzwischen so tot sei, wie die Colts nicht mehr rauchen.

Und dann auch noch ein dänischer Western!

Aber die Kombination passt überraschend gut, obwohl man das Filmmotiv nicht unbedingt im Western-Genre hätte ansiedeln müssen.

Klar, die Geschichte ist nicht die innovativste (wobei ich die Doppelfunktionen der korrupten Amtsträger id dem kleinen Kaff irgendwie witzig fand), aber die Schauspieler sind in ihren Rollen sehr gut eingesetzt und verleihen dem Film dadurch mehr Glaubwürdigkeit und Plastizität. Die tollen Landschaftsbilder und eine stimmige Musik runden das ganze ab. Einziger Wermutstropfen ist die meiner Meinung nach etwas exzessiv an einzelnen Stellen gezeigte Gewalt.

Insgesamt gebe ich 6 von 10 Punkten.

Filmszene aus

Filmszene aus „The Salvation“

Offizielle Trailer zu „The Salvation“:


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