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Achim Hepp, Jens Matheuszik, Christina Quast & Sonja Rümenapp — 22. Juli 2014, 14:23 Uhr

Monsieur Claudes Töchter: Gute französische & nicht immer politisch korrekte Komödie über Integration (Filmkritik; ab Donnerstag im Kino)


Vorab in einem Satz: Lohnt sich der Film? Ja, denn Monsieur Claude und seine Töchter spielt zwar mit vielen Klischees oftmals eher mit dem Holzhammer als subtil, weiß aber dennoch zu gefallen, da hier Vorurteilen auf amüsante Art und Weise der Spiegel vorgehalten wird.

Monsieur Claude und seine Töchter

Monsieur Claude und seine Töchter

Claude und Marie sind ein glückliches Ehepaar in der zweiten Lebenshälfte. Sie wohnen abseits der ihnen zu quirligen Hauptstadt Paris in der Provinz und haben vier schöne Töchter. Doch die Wahl der Männer der ersten drei Töchter gefällt ihnen nicht soooo ganz, denn diese verheiraten sich im Jahresabstand mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen.

Zwar akzeptieren Claude und Marie die Globalisierung, das die Welt immer mehr zusammenrückt – aber warum muss das denn auch bei der eigenen Familie so sein? Und worauf man dann bei Familienfesten achten muss: Der eine will das Fleisch halal, der nächste koscher und bestimmte Themen wie die Burka, der Dalai Lama oder Israel sind tabu.

Doch noch gibt es ja eine vierte Tochter – und diese will doch tatsächlich einen Franzosen heiraten! Der auch noch Katholik ist!! Und den selben Namen wie der große Charles de Gaulle trägt!!!

Monsieur Claude und seine Töchter (Szene 1)

Monsieur Claude und seine Töchter (Szene 1)

Der de Gaulle-Anhänger Claude und seine Frau Marie können ihr Glück gar nicht fassen, doch irgendwie kommt es dann doch anders als man denkt… und beim familiären Zusammentreffen stellt sich heraus, dass nicht nur Claude ein Problem mit dem Wort Toleranz hat, denn André, der Vater von Charles scheint aus dem selben Holz wie Claude geschnitzt zu sein…

Jens‘ Fazit zu „Monsieur Claude und seine Töchter“:

Man nehme eine Prise Klischees und schmecke diese mit diversen Vorurteilen und einer Prise Provokation ab – und fertig ist der Film, dessen Originaltitel Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu? (sinngemäß: Was haben wir nur dem lieben Gott getan?) lautet.

Zwar ist Monsieur Claude an der einen oder anderen Stelle deutlich vorhersehbar, aber das lindert das Vergnügen kein bisschen – viel mehr freut man sich da schon diebisch, wie denn das ganze sich weiter entwickelt.

Der „Clash of Cultures“ (eh „Le choc de cultures“) ist der erfolgreichste französische Film des Jahres und das zurecht, denn die Geschichte ist unterhaltsam, die Gags animieren zu lauten Lachern und die Schauspieler brillieren in ihren Rollen. Zwar kommen einige der Scherze doch gelegentlich mit dem Holzhammer daher, aber die Idee Claude den Spiegel durch Charles‘ Vater André vorzuzeigen ist gelungen und sorgt für zusätzliche Unterhaltung.

Ich gebe dem Film 8 von 10 Punkten.

Monsieur Claude und seine Töchter (Szene 2)

Monsieur Claude und seine Töchter (Szene 2)

Das Fazit von Achim dazu:

Ach ja, ich wiederhole mich damit wieder einmal. Im Fernsehen hätte ich das ganz unterhaltsam gefunden, für einen Kinofilm ist es nicht richtig was. Jedenfalls für mich.

Und irgendwie ist die ganze Geschichte immer auch etwas voraussehbar, wenn auch wirklich pfiffig inszeniert. Eine richtig Balance hat der Film leider auch nie gefunden, all zu oft gab es noch Klamauk. Das hätte man sich auch sparen können.

Am Ende bleibt dabei Durchschnitt über und damit 5 von 10 Punkten.

Monsieur Claude und seine Töchter (Szene 3)

Monsieur Claude und seine Töchter (Szene 3)

Das Fazit von Christina dazu:

Christina QuastGut, dass Monsieur Claude und der Film aus Frankreich sind, so muss man nämlich keine platte Hollywood-Komödie ertragen. Denn die spaßigen bis derben Sticheleien in der Multi-Kulti-Familie kratzen nicht nur an der konservativen Welt der Eltern, sondern auch der political correctness.

Das Ende dürfte wenig überraschen, aber der Weg dorthin ist unterhaltsam und mit sympathischen Charakteren besetzt.

Ein angenehmer Sommerfilm, dem ich 8 von 10 Punkten gebe.

Monsieur Claude und seine Töchter (Szene 4)

Monsieur Claude und seine Töchter (Szene 4)

Trailer zu „Monsieur Claude und seine Töchter“:


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