Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 27. Juni 2014, 17:23 Uhr

Mädelsabend: Seit gestern im Kino – lustige Komödie, nicht nur für Mädels


Vorab in einem Satz: Lohnt sich der Film?
Wenn man Fan von einfachen Komödien (mit leicht sozialkritischem Touch) ist, dann kann man Mädelsabend (trotz des ziemlich dämlichen deutschen Titels) empfehlen.

Mädelsabend (Filmplakat), Bild: Universum Film

Mädelsabend (Filmplakat), Bild: Universum Film

Offiziell heißt der Film in Deutschland Mädelsabend: Nüchtern zu schüchtern und lässt damit Rückschlüsse auf eine „Mädels“-Variante von Hangover und ähnlichem zu.
Das trifft den Inhalt des Films aber so mal gar nicht, was insofern schade ist, als dass damit eine Erwartungshaltung – positiv wie negativ – aufgebaut wird, die dem Film nicht gerecht wird. Da hätte man dann zur Not lieber den Original-Titel Walk of Shame auch hierzulande genutzt, denn englischsprachige Titel gehen ja eigentlich immer…

Aber jetzt zum Film: Die Journalistin Meghan Miles (dargestellt von Elizabeth Banks) steht kurz vor ihrem großen Karrieretraum: Sie hat die Chancen auf einen Job im landesweiten Fernsehen und damit die Möglichkeit den Absprung vom Lokal-TV zu schaffen. Knapp gescheitert ist aber auch daneben und als dann noch ihr Freund sich von ihr trennt bricht für sie eine Welt zusammen.

Mädelsabend (Szenenbild), Bild: Universum Film

Mädelsabend (Szenenbild), Bild: Universum Film

Ihre beiden Freundinnen versuchen sie aus ihrer Lethargie zu holen und wollen abends mit ihr trotz alledem feiern. Eigentlich hat Meghan da keine Lust drauf (und noch nicht einmal das passende Party-Outfit!), dennoch lässt sie sich mitschleppen, nachdem sie sich von einer ihrer Freundinnen ein (sinngemäßes Zitat) „nuttiges Kleid“ ausgeliehen hat. Nach dem einen oder anderen alkoholischen Getränk ist Meghan plötzlich alleine und durch ein dummes Missgeschick hat sie sich nicht nur aus dem Club, in dem sie gerade noch gefeiert haben, ausgesperrt, sondern auch mit ihren Stilettos in einem Gitter verfangen. Aus der misslichen Lage befreit sie der Barkeeper (James Marsden), den sie dann zu ihm nach Hause – in ihrem Auto, das er fährt – begleitet.

Eine Nacht später ist Meghan etwas derangiert und orientierungslos. Sie verlässt – während ihr Gastgeber noch schläft – die Wohnung, da sie einen Anruf auf der Mailbox hatte, dass ihre Konkurrentin doch nicht den TV-Job bekommt und sie jetzt die Chance hat. Sie müsse aber rechtzeitig zum Dienst erscheinen, da die Leute vom landesweiten TV-Sender sie live vor Ort bei der Arbeit beobachten wollen.

Mädelsabend (Szenenbild), Bild: Universum Film

Mädelsabend (Szenenbild), Bild: Universum Film

Durch eine Verkettung äußerst unglücklicher Umstände ist sie jedoch Augenblicke später ohne Telefon. Ausweis und Geld sind in ihrer Tasche, die ist in ihrem Auto – und das wurde gerade abgeschleppt, wie sie noch im letzten Moment sah, aber nicht mehr verhindern konnte…

Also macht sie sich auf den Weg um erst ihr Auto abzuholen und dann zum TV-Sender zu fahren – doch der Weg von einem ihr bis dahin eher unbekannten Viertel von Los Angeles aus ist nicht ganz unproblematisch – vor allem, wenn nahezu alle sie nur nach dem ersten Eindruck (also ihres knallgelben Kleides) beurteilen…

Mädelsabend (Szenenbild), Bild: Universum Film

Mädelsabend (Szenenbild), Bild: Universum Film

Man kann sich denken, dass der Film jetzt erst eigentlich richtig los geht, denn der Weg Meghans ist nicht wirklich einfach (irgendwie kommt mir da die Textzeile „Dieser Weg, der wird kein leichter sein…“ von Xavier Naidoo in den Sinn… – was inhaltlich passt, aber musikalisch für mich eher unheimlich ist) und so erlebt sie eine nahtlose Aneinanderreihung von Ereignissen, die sie hoffentlich ihrem Ziel näher bringen – denn eines macht Meghan nie: Aufgeben. Und zwischenzeitlich machen sich auch ihre Freundinnen und – nachdem sie ihn gefunden haben – Meghans Retter vom Vorabend auf die Suche nach ihr.

Mädelsabend (Szenenbild), Bild: Universum Film

Mädelsabend (Szenenbild), Bild: Universum Film

Jens‘ Fazit zu „Mädelsabend“:

Wie gesagt: Der Titel ist dämlich und ich befürchtete eine weitere weibliche Hangover-Variante und war am Ende positiv überrascht. Denn diese Komödie hat deutlich mehr Tiefgang als erwartet.
Klar, es ist natürlich fast schon typische Hollywood-Unterhaltung von lustigen aneinandergereihten Einzelelementen, aber da ist noch mehr: Denn es ist schon irgendwie bezeichnend, dass Meghan aufgrund ihres Kleides eigentlich nirgendwo die Unterstützung und Hilfe bekommt, die sie benötigt (eher im Gegenteil…) und erst bei drei Drogendealern zu mindestens etwas Unterstützung findet, da es denen nicht auf das Aussehen bzw. das Outfit ankommt, sondern auf die Person.

Die schauspielerische Leistung von Elizabeth Banks kann man hierbei nicht genug würdigen, denn sie gibt in allen Situationen das Beste und trägt schon alleine den Film, auch wenn die Nebendarsteller auch gut gecastet worden sind.

Insgesamt gebe ich dem Film 7 von 10 Punkten und kann ihn für einen lustigen Mädels- aber auch Jungsabend im Kino empfehlen.

Trailer zu „Mädelsabend“:


Kein Kommentar »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

Noch keine Kommentare

Schreib einen Kommentar

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden eines Kommentars wird akzeptiert, dass der angegebene Name, die eMail-Adresse und die derzeit aktuelle IP-Adresse Ihres Internetanschlusses zusammen mit dem Kommentar gespeichert wird. Weiteres hierzu in den entsprechenden Datenschutzhinweisen.