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Jens Matheuszik — 5. Juni 2014, 11:20 Uhr

Beim #WDRcheck mit WDR-Intendant Tom Buhrow – und direkt nach meiner Frage zur 3. Liga im WDR-Fernsehen gab’s eine Sendestörung // sowie: überzogene Kritik auf Twitter dazu


WDR CheckGestern fand zum zweiten Mal der WDR Check mit WDR-Intendant Tom Buhrow statt, wo er sich den Fragen der Zuschauer (Fernsehen) und Zuhörer (Radio) – und zum Teil der Mitleser (Internet) – stellte.

In dem dazugehörigen Pottblog-Beitrag von gestern, dem TV-Tipp zum WDR Check in Duisburg konnte man etwas verklausuliert ggf. entnehmen, das ich dabei sein würde (da ich die Sendung mir – #ausGruenden – nicht im Fernsehen anschauen würde).

Das war jetzt der zweite WDR Check und auch der zweite WDR Check, an dem ich selber teilgenommen habe. Beim ersten Mal (in Mönchengladbach) hatte ich auch eine Frage, wurde aber leider erst „in der Verlängerung“ drangenommen, als die Kameras schon aus waren.

Sprich: Meine Frage zur sicherlich nicht nur gefühlten Köln-Dominanz im Programm des WDR (der ja offiziell „Westdeutscher Rundfunk Köln“ heißt, und von dem Kritiker mal sagten, es sei ein Kölner Lokalsender, der sich netterweise die Finanzierung auch aus dem gesamten umgebenden Bundesland leistet) kam zwar beim WDR-Intendanten an, aber nicht unbedingt mit mehr Resonanz in der Öffentlichkeit. Wobei mir damals Tom Buhrow als WDR-Intendant grundsätzlich Recht gab und Besserung gelob. Das wird man sehen, vor allem wenn es demnächst mal aufhören sollte, dass stundenlang irgendwelche Feuerwerksveranstaltungen in Köln übertragen werden. 😉

Zurück zum eigentlichen Thema – dem gestrigen WDR Check im Landschaftspark Nord in Duisburg:

Tom Buhrow und Bettina BöttingerUnter der Moderation von Bettina Böttinger stand der WDR-Intendant Tom Buhrow den Fragen zur Verfügung und man hatte aus den konzeptionellen Fehlern der ersten Sendung gelernt:

Es gab daher nicht so viel „Füllelemente“ mit Musik und Comedy wie beim ersten Mal, so dass diesmal die Interaktion zwischen dem WDR-Intendanten und seinen Fragestellern deutlich im Vordergrund stand – und genau so sollte es ja auch sein. Auch nach Ende der TV-Übertragung (geplant gg. 21:45 Uhr) und dem Ende des Internet-Streams und der Radio-Übertragung (gg. 22:05 Uhr) war Tom Buhrow noch bereit Fragen aus dem Publikum zu beantworten.

Drei Themen (die WDR-Auslandsstudios (insbesondere in Bezug auf die Ukraine-Berichterstattung), die Unterhaltung und der Sport) waren gesetzt, ansonsten konnte man zu allen möglichen Dingen zwischendurch und von Anfang an Fragen stellen. So begann es dann gleich mit einer Frage, mit der vermutlich niemand so gerechnet hatte:
Der erste Fragesteller wollte wissen, was nach TV-Sendungen wie den Markenchecks mit den dahingehend gekauften (größeren Mengen an) Lebensmitteln passieren würde.

Auf diese Frage hatte sich Tom Buhrow natürlich nicht vorbereitet, sagte aber, dass kleinere Mengen aus beispielsweise Kochshows direkt verzehrt werden – entweder von den Gästen der Sendung oder den Mitarbeitern hinter der Kamera. Er würde aber davon ausgehen, dass größere Mengen dann entsprechend an die Tafeln oder ähnliche Einrichtungen gespendet würden. Er versprach sich aber darum zu kümmern und während der Sendung reichte ihm ein Mitarbeiter einen Zettel zu und der WDR-Intendant konnte dann seine anfängliche Vermutung bestätigen.

Schlagabtausch mit Hans Hoff (TV-Kritiker der SZ und von DWDL.de – aber nicht von der WAZ!):

Schon beim ersten WDR-Check gab es einen Auftritt eines Fernsehkritikers. Diesmal war es Hans Hoff, der nach dem Thema der Auslandsstudios im Studio war.
Hoff schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung (SZ) und den Mediendienst DWDL. Bettina Böttingers Anmoderation, wonach er für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) schreiben würde, wurde von ihm deutlich verneint. Sie versuchte das dann zu retten nach dem Motto „dann haben Sie da mal für geschrieben“, was er jedoch noch energischer verneinte und mit einer entsprechenden Äußerung über die WAZ kombinierte, die zu einigen verwunderten Reaktionen1 und ein wenig Gejohle führte. Ich kann ihn jetzt nicht wörtlich zitieren – aber sinngemäß äußerte er da schon eine gewisse Kritik an der WAZ-Berichterstattung.

Der eigentliche Schlagabtausch mit Tom Buhrow war da bei weitem nicht so interessant, vor allem weil da nur bekannte Argumente ausgetauscht wurden – angereichert mit Anekdoten über die Rolling Stones, deren Alter usw.
Wobei man sagen muss, dass sich hier Tom Buhrow sehr wacker schlug, denn seine Entgegnungen waren schlagfertig und inhaltlich auch sehr zutreffend. Als er beispielsweise gefragt wurde, was denn Mick Jagger am WDR schätzen würde (wenn er denn deutsch verstehen würde), war seine Antwort der Rockpalast, wo Hoff ihm vorhielt, dass der viel zu spät laufen würde. Da konterte Buhrow aber, dass das für Rockstars, die erst mittags aufstehen würden, nicht zu spät sei.
Dann wurde von Hoff die Frage nach Inhalten für ein jüngeres Publikum gestellt (und da war jetzt nicht jünger als Mick Jagger mit 71 Jahren gemeint, sondern doch noch deutlich jünger!) und ob es nicht schlecht sei, dass gerade die jungen innovativen Formate aus einem speziellen Fördertopf des Intendanten kommen würden und nicht aus dem regulären Budget, wo Buhrow konterte, dass es doch egal sei, aus welchem Topf etwas finanziert werde.

TV-Übertragung der NRW-Vereine in der 3. Liga im WDR Fernsehen?

In den letzten Minuten (man hatte wohl schon etwas überzogen) ging es um das Thema Sport. Und somit auch um ein Thema was mich besonders interessiert und bei dem der Einspielfilm schon mal offenbarte, dass gar nicht Fußball die meist gezeigte Sportart im WDR-Fernsehen ist (sondern Reiten). Das fand ich gut.
Direkt dann nahm mich Bettina Böttinger dran, schade jedoch (für mich…), dass sie erst noch eine Frage via wdr.de aus dem Internet stellte, denn die behandelte auch „mein“ Thema – die 3. Liga.

Die 3. Liga im öffentlich-rechtlichen… Fernsehen? Internet?

Meines Wissens nach (und eine Korrektur erfolgte in der Sendung nicht) hat die ARD das Recht die Partien der 3. Liga zu zeigen – und somit auch der WDR. In der inzwischen abgelaufenen letzten Drittligasaison spielten folgende NRW-Vereine:

  • Borussia Dortmund II (die U23 des bekannten Vereins und dabei Deutschlands beste Zweitvertretung)
  • MSV Duisburg
  • Preußen Münster

Ich selber hatte an sich nur den Dortmunder Blickwinkel im Kopf und konnte mich da an so gut wie keine TV-Übertragung durch den WDR erinnern. Höchstens vielleicht mal was als Internet-Stream und ggf. über andere dritte Programme (also quasi über den jeweiligen Sender der gegnerischen Mannschaft).

In Bezug auf den MSV Duisburg und Preußen Münster erkundigte ich mich bei mir bekannten Fans der Vereine, die mir eine entsprechende Situation dort bestätigten. Eine Aussage, die dahingehend mir gegenüber fiel war, dass die 3. Liga im WDR „stiefmütterlich behandelt“ wird und der eigene Verein „überhaupt keine Lobby in Köln“ hat.

Meine Frage zur 3. Liga im WDR-Fernsehen

Daher habe ich dann eine entsprechende Frage vorbereitet und noch mehrfach in Gedanken umformuliert. Was ich dann genau gefragt habe weiß ich gar nicht mehr wortwörtlich, aber sinngemäß war es folgendes:

Warum behandelt das WDR Fernsehen die 3. Liga so stiefmütterlich: Mit dem MSV Duisburg, Preußen Münster und dem BVB II, wo der jetzige WM-Fahrer Erik Durm spielte, gibt es drei Vereine, über die man mehr berichten könnte.
Andere Dritte schaffen das ja auch – beispielsweise der MDR mit Retortenball Leipzig.
Vielleicht wird das ja nächste Saison besser: Da gibt es zwei neue NRW-Vereine in der 3. Liga. Arminia Bielefeld und Fortuna Köln. Letztere haben ja den FC Bayern München II in der Relegation abgeschossen und vielleicht sorgt ein Verein aus Köln für mehr Berichterstattung über die 3. Liga beim kölnzentrierten Sender WDR…

Die Antwort von Steffen Simon (WDR-Sportchef) auf meine Frage

Tom Buhrow übergab zuständigkeitshalber meine Frage an den Sportchef Steffen Simon, der dann auch antwortete. Vorher gab’s jedoch für das nicht-Publikum vor Ort noch eine Sendestörung:

WDR TV Sendestörung - Gleich geht's weiter

Den ersten Reaktionen die ich dazu via sozialen Netzwerken und Twitter dazu (im Nachhinein) bekam, klangen so, als ob ich dran schuld wäre *grins* – dem war natürlich nicht so. Die Sendung wurde erst wieder übertragen als es schon die nächste Frage gab, daher hier zur Dokumentation das, was Steffen Simon meiner Erinnerung nach gesagt hat:

Rekapitulierte Antwort von Steffen Simon

Natürlich habe ich mir nicht Wort für Wort die Antwort gemerkt – wofür gibt es schließlich Aufzeichnungen? Das auf dieser naturgemäß (im wahrsten Sinne des Wortes!) dann eine Störung aufgezeichnet wurde ist im Nachgang klar.

Gestern habe ich dann versucht die sinngemäße Antwort von Steffen Simon zu twittern (und brauchte da deutlich mehr als 140 Zeichen – eher rund 700…), was ich nachfolgend dokumentiere:


Persönlich teile ich die Meinung von Steffen Simon nicht und auch die Anzahl der Übertragungen aus Duisburg und Münster hat mich erstaunt. Da bin ich mal auf den Faktencheck gespannt.

(vorläufiges) Fazit zum #WDRcheck und Ausblick

Das Konzept des WDR-Checks finde ich grundsätzlich gut. Auch finde ich gut, dass mehr die Fragen im Vordergrund stehen als andere Elemente. Dahingehend war ja die Premiere in Mönchengladbach eher durchwachsen: Zuviel Popolski, zuwenig Publikum.

Manche Fragen gingen jedoch unter – beispielsweise habe ich keine von Twitter stammende Frage gehört. Wozu einen Kanal bewerben, der dann doch nicht genutzt wird?

Nachtrag: Dieser Absatz fehlte erst! Was ich etwas übertrieben fand, war einige Kritik auf Twitter. Beispielsweise wurde kritisiert, dass Fragen gesammelt wurden – das war meiner Meinung nach aber sinnvoll, da manche Fragen doch eher Co-Referate waren als Fragen (vielleicht auch meine *grins*).

Wenn es einen weiteren WDR-Check geben wird (der dann in Westfalen stattfinden soll – Vorschlag: Jahrhunderthalle Bochum!), würde ich ihn mir sicherlich anschauen. Oder aber mich auch wieder um eine Teilnahme bemühen (ich hätte da noch Fragen in petto) – aber wer weiß, ob ich jetzt nach diesem oder dem nächsten geplanten Beitrag noch genommen werde. 😉

  1. vor allem bei den Gästen im Publikum, die über die WAZ bzw. NRZ ihr Ticket erhalten hatten []

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