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Jens Matheuszik — 13. Mai 2014, 06:23 Uhr

Godzilla: Trash in neuer moderner – und unterhaltsamer – Form! (Kritik zum am 15. Mai startenden Film)


Godzilla (Filmplakat) Warner Bros.

Godzilla (Filmplakat) Warner Bros.

Donnerstag startet der Film Godzilla in den Kinos – und ist inzwischen die zweite amerikanische Auflage des ur-japanischen Filmklassikers rund um die Riesenechse Godzilla. Diese Filmreihe ist für ihren leicht trashigen Charakter berüchtigt – aber auch berühmt und die 2014’er Variante aus den USA adaptiert das ganze gekonnt.

Der Hinweis für all die, die sich das Filmvergnügen nicht durch eine zu geschwätzige Besprechung (auch wenn hier im Pottblog man sich immer ein wenig zurückhält…) versauen lassen wollen: Wer Fan von Katastrophenfilmen ist, wer Godzilla mag und wer auf leichte Unterhaltungskost steht – diesen Personen kann man die Neuverfilmung von Godzilla nur empfehlen!

Godzilla - Szene 1; Warner Bros.

Godzilla – Szene 1; Warner Bros.

1999: Bei Minenarbeiten auf den Philippinen wird ein riesiges Höhlensystem entdeckt. Die Wissenschaftler die die Höhle untersuchen entdecken die Überreste eines fast ebenso riesigen Tieres und stellen dann fest, dass an einer Stelle der Berg nach außen hin „aufgebrochen“ wurde – eine breite Schneise der Verwüstung führt zum Meer hin.

In Japan sieht man eine amerikanische Familie um den kleinen Jungen Ford Brody (der dort zur Schule geht), während die Eltern (Juliette Binoche und Bryan Cranston) im nahegelegenen Atomkraftwerk Janjira arbeiten. Fords Vater Joe bemerkt in seismischen Messergebnissen ein Muster, doch seine Warnung und Aufforderung das AKW abzuschalten werden so lange ignoriert bis es zu spät ist – am Ende kommt es zu einer Katastrophe im AKW, so dass die ganze Gegend evakuiert werden muss.

Godzilla - Szene 2; Warner Bros.

Godzilla – Szene 2; Warner Bros.

15 Jahre später ist Ford Soldat und eigentlich bei seiner Familie in San Francisco als er nach Japan gerufen wird, da dort sein Vater in Schwierigkeiten steckt. Er will ihn eigentlich mit nach Hause sehen – er soll schließlich auch mal seinen Enkelsohn sehen – doch sein Vater ist immer noch besessen vom damaligen Störfall und versucht immer noch herauszufinden was da passiert ist. Vor allem ist er der Meinung, dass er in aktuellen seismischen Störungen ein Muster wieder erkannt hat, was es vor 15 Jahren schon einmal gab.

Um das ganze zu überprüfen benötigt er jedoch die damaligen Messdaten, die er aufgrund der Evakuierung nicht mitnehmen konnte. Gemeinsam mit seinem Sohn, der nicht wirklich überzeugt davon ist, macht er sich auf den Weg ins kontaminierte Sperrgebiet und macht dort eine überraschende Entdeckung…

Godzilla - Szene 3; Warner Bros.

Godzilla – Szene 3; Warner Bros.

Denn anscheinend ist in dem Sperrgebiet nicht alles so, wie es für die Öffentlichkeit erscheint, es sieht fast so aus, als ob das alte AKW wieder in Betrieb genommen worden ist. Außerdem gibt es auch keine tödliche Strahlung, von der immer berichtet wurde, mehr, doch bevor Vater und Sohn mehr herausfinden können, werden sie schon festgenommen und zur angeblich stillgelegten Anlage gebracht, wo ein geschäftiges Treiben herrscht.

Es stellt sich heraus, dass dort ein unbekanntes – terrestrisches – Wesen, ein vermutlich prähistorisches Monster, festgehalten wird, das anscheinend eine Affinität zu radioaktiver Strahlung hat – und sich im Rahmen einiger actionreicher Szenen aus der Gefangenschaft befreien kann. Nun übernimmt die US Army das Kommando über die Situation und versucht dabei der Öffentlichkeit so lange wie es geht die wahren Hintergründe für den Zwischenfall nicht zu verraten.

Godzilla - Szene 4; Warner Bros.

Godzilla – Szene 4; Warner Bros.

Dieser Plan ist jedoch spätestens dann zum Scheitern verurteilt, wenn das Monster auf die Zivilisation stößt – denn von Japan aus führt sein Weg via Hawaii direkt gen San Francisco, wo es zum großen Showdown kommt. Bis es in San Francicos ankommt, wo – recht zufälligerweise – auch Fords Frau mitsamt Sohn auf Reaktionen des Mannes/Vaters warten.

Diese werden durch den Showdown in San Francisco in die allgemeine Verzweiflung, Evakuierung usw. hineingezogen und vorher erlebt man in eindrucksvollen Bildern, wie prähistorische Monster und Naturgewalten auf die Zivilisation auf Hawaii und Las Vegas wirken (letzteres als Hinweis, warum man beispielsweise im unten verlinkten Trailer eine Freiheitsstatue sieht – denn ein solches Modell gibt es auch in Vegas).

Godzilla - Szene 5; Warner Bros.

Godzilla – Szene 5; Warner Bros.

Jens‘ Fazit zu „Godzilla“:

Ja, der Film ist Trash! Aber Trash auf sehr hohem Niveau. Damit stellt Godzilla in der 2014’er Verfilmung eine tolle Hommage an die bekannte Filmreihe aus Japan her und unterscheidet sich damit wohltuend von dem 1998’er Godzilla (von Roland Emmerich), von dem mir positiv nur Teile des Soundtracks in Erinnerung geblieben sind.

Die Story von „Godzilla“, von der hier nur ein Bruchteil zu lesen war, (man soll ja noch über diverse Entwicklungen im Plot überrascht sein!) ist natürlich herrlich hanebüchen und abstrus – und bietet interessante Interpretationen für historische Ereignisse in Asien.
An manchen Stellen wirkt es aber so, dass tolle Bilder definitiv Vorrang vor Logik hatten. Anders ist es nicht zu erklären, wenn beispielsweise in einem Berg, in dem die USA „gefährliche Dinge“ aufbewahren, aufgebrachte Sicherheitskräfte hinter jedes Stahltor schauen, um dann überraschend festzustellen, dass eine Kammer von innen gesprengt wurde. Das hätte man auch von außen sehen können – beispielsweise die vielen Hubschrauber die bei der anfänglichen Szene zu sehen waren. Das wäre aber vermutlich nicht so effektvoll gewesen.

Die technischen Tricks sind natürlich auf dem neuesten Stand der Technik – man sieht keine Monsterpuppen mehr die an Fäden gezogen durch Pappmaché-Landschaften streifen, sondern sehr realistisch wirkende Bilder, auch wenn man interessanterweise oftmals die das Geschehen verursachende Monstrosität gar nicht so richtig sieht. Dafür sieht man dann umso mehr die Naturgewalten, wie sie sich auf die Zivilisation auswirken, die erkennen muss, dass sie dagegen (und gegen Monster) anscheinend kein richtiges Mittel zur Verfügung hat.

Godzilla - Szene 6; Warner Bros.

Godzilla – Szene 6; Warner Bros.

Der Film selbst weist bekannte Namen auf – hier seien beispielsweise Fords Eltern zu nennen, auch wenn diese nicht gerade die Hauptrollen im Film haben, sondern vermutlich nur auf der Besetzungsliste standen, um potentielle Investoren zu überzeugen – denn von den (menschlichen) Darstellern des Filmes dominiert logischerweise der von Aaron Taylor-Johnson gespielte Ford den Film, während seine Elle (dargestellt von Elizabeth Olsen) nicht so häufig auftaucht und dort sich vor allem als besorgte Ehefrau und Mutter respektive Krankenschwester während der Evakuierung gibt.

Persönlich hat mir der Film gefallen – hier bekommt man typisches Popcorn-Kino und erwartet auch nicht unbedingt eine stringente Geschichte, interessante Ausarbeitungen der Charaktere usw. – eher Knall, Bumm und viel Action – und an der einen oder anderen Stelle auch Gefühle. Wenn man jedoch kein Fan des Genre ist, sollte man den Besuch im Kino lieber sein lassen.

Trailer zu „Godzilla“:

Hinweis: Ich habe Godzilla im Rahmen einer (kostenfreien) Pressevorführung gesehen. Das (und die kostenlose Coke Zero) haben jedoch meine Meinung zu dem Film nicht beeinflusst.


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