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Achim Hepp, Jens Matheuszik, Christina Quast & Sonja Rümenapp — 14. November 2013, 11:17 Uhr

Kinostart von Last Vegas: Vier alte Männer beim letzten Trip nach Las Vegas – aber kein Senioren-Hangover


Last Vegas_Filmplakat

Heute startet Last Vegas in den Kinos und die gleich vier Hauptdarsteller sind eigentlich alle mehr oder weniger bekannt große Kinostars (und jeweils auch mit dem Oscar ausgezeichnet): Michael Douglas, Robert de Niro, Morgan Freeman und Kevin Kline spielen hier vier alte Buddys, die sich schon seit Jahrzehnten kennen, da sie gemeinsam ihre Kindheit und Jugend in Brooklyn verbracht haben.

Während Billy (Michael Douglas) gerade seine Hochzeit mit einer Frau plant, die wohlwollend seine Tochter – wenn nicht sogar sein Enkelkind! – sein könnte, haben die anderen drei eher mit den Lasten und Begleitumständen des Alters zu tun – ob nun die Kinder die jetzt besser wissen (wollen), was für einen gut ist, ob die nicht wirklich gewünschte Teilnahme an der Wassergymnastik oder aber mit der Trauer durch den Verlust von Angehörigen. So ist beispielsweise Paddy (Robert de Niro) seit dem Tod seiner Frau vor einem Jahr immer noch niedergeschlagen, antriebslos und kommt kaum heraus.

Als Billy seine Freunde Archie (Morgan Freeman) und Sam (Kevin Kline) über die Hochzeit informiert, wird eher spontan als geplant entschieden, dass man vor der eigentlichen Hochzeit in Las Vegas auch noch einen schönen Junggesellenabschied feiern sollte. Natürlich auch mit Paddy, aber schon hier zeigt sich (im Gegensatz übrigens zum Trailer, der dahingehend etwas … nun ja … die Situation anders darstellt!), dass es da Differenzen zwischen Billy und Paddy gibt.

Last Vegas Szene 0

Nichtsdestotrotz raufen sich die beiden zusammen und gemeinsam beginnen sie Las Vegas unsicher zu machen, wobei sich Las Vegas inzwischen doch schon deutlich für die vier gewandelt hat, die anscheinend in den letzten Jahr(zehnt)en nicht da waren.

Doch bevor es zur Hochzeit bzw. erst einmal zum geplanten Junggesellenabschied (wobei da der Begriff „Altgesellenabschied“ ja viel passender wäre!) kommt, passieren noch so einige Dinge – wenn beispielsweise Archie sein gesammeltes Rentenkonto beim Black Jack einsetzt (denn natürlich kommen die diversen Klischees, die man mit Las Vegas verbindet, auch hier voll zum tragen)…

Last Vegas Szene 1

Mein Fazit zu „Last Vegas“:

Wenn man nur die Wortkombination „Las Vegas“ und „Junggesellenabschied“ hört, dann erinnert man sich irgendwie an Hangover (den ersten Film, nicht die gesamte, inzwischen doch eher ausgelutschte Trilogie). Die Befürchtung, dass es sich bei „Last Vegas“ einfach nur um die Senioren-Ausgabe von Hangover handelt, zerschlägt sich jedoch – gottlob – recht schnell.
Die Story des Films, deren Grundzüge nur angedeutet wurden, selbst ist zum Teil überraschend und natürlich wirkt es schon lustig, wenn vier ältere Herren plötzlich auf das Las Vegas der Gegenwart stoßen und erleben, wie man dort einen Junggesellenabschied feiert – what happens in Vegas stays in Vegas.

Die schauspielerische Leistung der vier Kumpel ist – wie eigentlich zu erwarten war – grandios, schön vor allem, wie der grantelnde Paddy (sehr gut dargestellt durch Robert de Niro) sich vom Miesepeter her wandelt und dass de Niro ein komödiantisches Talent hat, wurde von den Filmemachern fast schon zu spät entdeckt. Bei den vier Hauptdarstellern fällt eigentlich nur Kevin Kline etwas ab, vielleicht aber auch weil seine Rolle Sam eigentlich nur durch den einen Witz, der etwas länger breitgetreten wird, auffällt bzw. in Erinnerung bleibt. Bei den Nebendarstellern fällt am positivsten Mary Steenburgen als Clubsängerin Diana auf, am überraschendsten ist der Cameo-Auftritt von 50 Cent.

Insgesamt gebe ich dem Film 7 von 10 Punkten, da ich mich gut amüsiert habe, der Film eine plausible (wie gesagt: kein Hangover!) Geschichte als Hintergrund hat und die Schauspieler nicht nur dem Namen nach gut besetzt wurden. Außerdem mag ich Las Vegas-Filme (und bei jeder 3. Szene die Aussage „da war ich schon mal!“ *grins*).

Last Vegas Szene 3

Das Fazit von Achim dazu:

Eigentlich gute Unterhaltung. Uneigentlich auch. Man kann da eigentlich nix gegen den Film haben, sind halt alte Männer die einen drauf machen. Das ist lustig, aber auch vorhersehbar. Und viele Gags gab es auch schon in anderen Filmen mit ähnlichem Konzept. Von daher kann man ihn gucken, muss es aber auch nicht.

Die Schauspieler sind alle grundsolide, die Nebenrollen auch gut besetzt. Da hat man sich wirklich Mühe gegeben und eine gute Chemistry erzeugt. Warum aber in Las Vegas auf einmal Namen erfunden werden müssen, das erschließt sich mir nicht. Da hätte doch kein Casino (oder andere Unternehmen) ein Problem mit einer Namensnennung haben dürfen, es wird ja nix schlecht gemacht.

Am Ende schwanke ich zwischen 6 und 7 Punkten, gebe dann aber nur 6 von 10. Es war mir am Ende doch ZU voraussehbar und man hätte das echte Las Vegas schon besser als Rahmen für die Geschichte einbinden können, und es damit letztendlich auch etwas realistischer gestaltet.

Trailer zu „Last Vegas“:


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