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Achim Hepp, Jens Matheuszik, Christina Quast & Sonja Rümenapp — 10. Oktober 2013, 08:42 Uhr

Filmkritik: Sein letztes Rennen mit Dieter Hallervorden (nicht Didi!) startet heute im Kino


Sein_letztes_Rennen_Dieter_Hallervorden

Im Film Sein letztes Rennen spielt Dieter Hallervorden den (jetzigen) Rentner und (ehemaligen) Olympiasieger Paul Averhoff1.

Averhoff hatte 1956 bei den Olympischen Spielen die Gold-Medaille im Marathon gewonnen. Doch der Ruhm verblasste in den vergangenen Jahrzehnten und nachdem Pauls Ehefrau Margot Averhoff (Tatja Seibt) zum wiederholten Mal im eigenen Heim gestürzt ist, ziehen die beiden – deutlich veranlasst durch die gestresste Tochter Birgit (Heike Makatsch) – in ein Altenheim um.

Statt der altbekannten Routine gibt es jetzt gemeinschaftliches Singen und in der Bastelstunde die Herstellung von Kastanienmännchen. Margot nimmt das ganze anscheinend recht genügsam so hin, doch Paul ist mehr als unglücklich und beschließt, dass er wieder an seine guten alten Zeiten anknüpfen möchte.

Sein_letztes_Rennen_Szene_1

Auch wenn seine Frau nicht so ganz davon begeistert ist, unterstützt sie ihn doch wie auch früher dabei – doch in dem Altenheim stößt er damit nicht nur auf positive Reaktionen. Insbesondere die von Kathrin Saß gespielte Oberschwester/Heimleiterin/sonstwie Verantwortliche Rita hält gar nichts davon, und legt ihm Steine in den Weg, während der junge Pfleger Tobias (Frederick Lau) Verständnis für Paul hat und ihm mehr oder weniger direkt auch hilft. Bei den Heimbewohnern selbst stößt er damit auf geteilte Zustimmung: Einige Mitbewohner sind froh über eine willkommene Abwechslung, während einem das ganze eher störend vorkommt.

Doch Paul Averhoff lässt sich nicht abhalten und will auf seine alten Tage noch an einem Marathon teilnehmen…

Sein_letztes_Rennen_Szene_3

Mein Fazit zu „Sein letztes Rennen“:

Man muss sich als erstes daran gewöhnen, dass in diesem Film die Hauptrolle von Dieter Hallervorden gespielt wird – und nicht von Didi.
Sprich: Es ist keine Komödie, kein Klamauk und kein Kabarett. Sondern eine ernsthafte Filmrolle und wohl auch der erste längere Film seit über 20 Jahren, den Hallervorden gedreht hat.

Doch auch wenn man sich von dem Gedanken „Da kommt gleich was lustiges!“ trennen sollte, ist der Film dennoch natürlich auch an der einen oder anderen Stelle lustig, obwohl (oder gerade weil?) es um ein ernstes Thema geht:

Wie geht unsere Gesellschaft mit dem Alter um, welche Chancen haben die Bewohner von Altenheimen abseits vom Basteln von Kastanienmännchen, dem gemeinsamen Singkreis oder dem Gottesdienstbesuch?

Akkurat schildert der Film die Vorbereitungen des Paul Averhoff2 und auch das Geschehen in seiner Familie (mit der stets leicht gestressten Tochter, die sehr gut von Heike Makatsch dargestellt wird) und dem Altenheim wird detailgetreu dargestellt.

Normalerweise hätte ich mir den Film im Kino eher nicht angeschaut – dank der Sneak war es dann aber doch anders. Insgesamt gebe ich dem Film 7 von 10 Punkten.

Sein_letztes_Rennen_Szene_2

Das Fazit von Achim dazu:

Den Trailer gab es ja schon Monate vor der Film. Und das war mal ein Trailer der Lust auf mehr machte, jedenfalls bei mir. Die Grundgeschichte fand ich sehr interessant, auch weil ich ja selber laufe.

Leider ging mir die Geschichte dann im Film doch zu sehr in eine andere Richtung. Es war mehr Drama und ging um das ganze drumherum als das es ein leichte (!) Komödie war, die ich eigentlich erwartete. Ich hab keinen Didi erwartet und lustig war es auch ab und zu, das meiste war aber eher eine Gesellschaftskritik. Hat auch alles seine Berechtigung, nur war es nicht was ich sehen wollte.

Ansonsten solide gespielt, Dieter Hallervorden ist auch prima in der Rolle. Ab und zu waren mir die Leute aber auch zu Klischeehaft gezeichnet. Ich gebe dem Film dann 6 von 10 Punkte, denn so richtig hat er meine Erwartungen halt nicht erfüllt.

Trailer zu „Sein letztes Rennen“:

Weitere Artikel zu „Sein letztes Rennen“:

Die Rheinische Post hat den Beitrag Dieter Hallervorden trainiert hat für neuen Film veröffentlicht.

  1. eine fiktive Figur []
  2. das ganze wirkte so realistisch, dass ich mir bei meinem „Nein“ auf die Frage, ob es sich um einen autobiographischen Film handelt, gar nicht so sicher war… []

5 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Kommentar by Herr Wieland @ 10. Oktober 2013, 08:54 Uhr

    „Nicht Didi?“
    Ich glaub ich spinne.
    Einmal Palim Palim, immer Palim Palim.


  2. (2) Pingback by Der Ruhrpilot | Ruhrbarone @ 11. Oktober 2013, 06:50 Uhr

    […] Kino: Sein letztes Rennen…Pottblog […]


  3. (3) Kommentar by Astrid Wloka @ 11. Oktober 2013, 14:16 Uhr

    Danke Achim für Deine Filmkritik. Auch ich hatte andere Erwartungen an den Film, wollte ihn eigentlich unbedingt sehen und muss nun nochmal alles überdenken, denn eine Gesellschaftskritik wollte ich mir nicht unbedingt am Samstag abend ansehen, die habe ich täglich 24h live…


  4. (4) Kommentar by JMD @ 20. Oktober 2013, 20:06 Uhr

    Genial !
    Das Ende zu lang nach der Tunel Schluss

    Katharina Lorenz macht zu viel ,schade ….

    Sonst sehr Gut Deutsch film

    Bravo Didi !

    Weiter so !

    JMD


  5. (5) Kommentar by Jens Matheuszik @ 10. Dezember 2013, 19:29 Uhr

    @Herr Wieland (1):
    Aber ist es nicht schade, wenn man einen Schauspieler immer nur auf eine Rolle festlegt?


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