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Achim Hepp, Jens Matheuszik, Christina Quast & Sonja Rümenapp — 11. Juni 2013, 11:23 Uhr

Seelen – Sci-Fi-Liebesfilm von der Twilight-Autorin Stephenie Meyer startet Donnerstag in den Kinos


Der Name Stephenie Meyer ist „literarisch“ und „cineastisch“ wohl auf untrennbar mit der Twilight-Saga rund um keusche Jugendliche, Vampire und Werwölfe verbunden. Insofern verwundert es eher, wenn man hört, dass Stephenie Meyer mit Seelen einen Science-Fiction-Roman geschrieben hat, dessen Verfilmung hier besprochen wird.

Die Geschichte von „Seelen“ spielt in einer gar nicht allzu fernen Zukunft der Menschheit. Auf der Erde herrscht Frieden – es gibt keine Probleme, Umweltverschmutzung, Streitigkeiten usw. mehr. Was aber daran liegt, dass die Erde erobert wurde. Außerirdische in Form von einer Art leuchtenden Energie haben die Menschheit quasi übernommen und quasi jeden Menschen „übernommen“ (was man an der grell leuchtenden Iris der „Wirtskörper“ erkennen kann). Fast alle Menschen sind von diesen Wesen übernommen worden – die wenigen „freien“ Menschen leben zurückgezogen in Wäldern, dem Gebirge und an anderen Stellen, wo sie die Sucher nicht finden können. Denn sobald ein solcher Mensch gefunden wird, wird auch ihm eines der außerirdischen Wesen implantiert und der eigentliche Geist des Menschen stirbt.

Der Film beginnt mit einer Verfolgungsszene wo mehrere der Sucher auf der Jagd nach der Hauptdarstellerin Melanie (Saoirse Ronan) sind. Diese muss sich nach einer längeren Flucht geschlagen geben und wird von den Suchern gefangen. Ihr wird eine neue Seele, die des sogenannten Wanderers implantiert.

Doch der Wanderer ist nicht alleine im Körper von Melanie – denn irgendwie ist sie noch in ihrem alten Körper gefangen. Sie kann – vermutlich aufgrund ihrer mentalen Stärke – nicht unterdrückt und gar abgetötet werden, sondern kommuniziert mit dem Wanderer, mit dem sie sich den Körper teilen muss. Der Wanderer, der seit Jahrhunderten in dieser Existenzform von einem Wirtskörper zum anderen springt, lässt sich immer mehr von Melanie beeinflussen.

So ist der Wanderer auch gar nicht so kooperativ im Gespräch mit der Sucherin (Diane Kruger) die vom Wanderer verlangt aus den Erinnerungen der vermeintlich toten Melanie herauszufinden, wo weitere freie Menschen sich versteckt halten.

Die Sucherin wird immer misstrauischer und will dann selber den Geist von Melanie überprüfen – doch diese schafft es den Wanderer davon zu überzeugen zu fliehen. Und so macht sich der Körper von Melanie mit dem Wanderer und dem Ich von Melanie selbst auf die Flucht um die alten Freunde und Verwandten wieder zu treffen – die in ihr vor allem die von den Außerirdischen befallene Person sehen…

Mein Fazit zu „Seelen“:

Stephenie Meyer. Als ich wusste, von wem die literarische Vorlage des Filmes war, war mir klar, dass das ein ganz züchtiger Film sein würde. 😉

So ist es dann grundsätzlich auch und natürlich ist es im Endeffekt eher ein Liebes- als ein Science Fiction-Film. Wobei halt Science Fiction perfekt geeignet ist, um einen Zickenkrieg von bzw. in nur einem Körper darzustellen, denn der Wanderer und Melanie sind sich nicht immer so einig.

An und für sich ist Seelen eigentlich „nur“ ein Liebesfilm vor hoffentlich unrealistisch-futuristischer Kulisse mit den obligatorischen personellen Verwicklungen, die sich in diesem Fall halt auch auf die Kulisse eines „Wirtskörpers“ und eines „Parasiten“ beinhalten.

A propos Kulisse: Die Aliens erklären im Film, dass sie eroberte Welten eigentlich so belassen wie sie sind und nur punktuell Dinge korrigieren. Also fahren da die beseelten Menschen mit Autos herum, sitzen am Computer und gehen auch in Supermärkte um Lebensmittel zu bekommen. Aber wenn es um so wenig Änderungen wie möglich geht – woher kommen dann eigentlich die ganzen chromblitzenden Gefährte von denen? 😉

Fraglich auch, warum eigentlich die Menschen die Außerirdischen als „Seelen“ bezeichnen – das klingt mir ehrlich gesagt viel zu positiv, denn wie man sich denken kann, sind die Menschen den Außerirdischen nicht wirklich wohl gesonnen.

Wenn die Geschichte schon nicht so prickelnd ist könnten wenigstens die Schauspieler was ‚rausreißen, aber da fällt mir eigentlich nur die boshafte Sucherin ein, die gut bzw. böse von Diane Kruger dargestellt wird.

Man muss den Film nicht sehen, es ist aber auch kein Grund den Kinosaal zu verlassen, wenn man zufällig drin landet. Daher bekommt „Seelen“ von mir 4 von 10 Punkten.

Das Fazit von Achim dazu:

Puh. Hier bin ich so was von nicht die Zielgruppe. Deswegen bin ich auch zur Hälfte gegangen, eine faire Bewertung kann ich deswegen auch nicht abgeben. Bis zu meinem Abgang aus dem Kino sind mir dann noch die verchromten Autos in Erinnerung geblieben, da ist wohl das meiste an Kohle für die Spezialeffekte draufgegangen. Der Augeneffekt war ja nur eine Einmalzahlung und wurde dann ordentlich genutzt. 😉

Das Fazit von Sonja dazu:

Eigentlich mag ich SF, aber hier, von Stephenie Meyer, geht das mal mächtig in die Hose. Die tiefste Basis der Idee hat was, aber alles, komplett ALLES andere, ist Horror für mich gewesen.

Die Geschichte ist schwülstig und hätte von jeder 10-jährigen geschrieben worden sein können. Mal abgesehen von dem moralischen Zwiespalt, indem die Protagonistin war, das hätte eine 10-jährige noch nicht so hinbekommen. Was das ganze aber nicht wirklich besser macht…

Die Schauspieler und die Szenenbilder sind auch nicht besser. Also alles in allem würde ich jeden raten wieder rauszugehen falls man sich hierein verirrt hat. Einziges Highlight sind eindeutig die verchromten Autos, aber die kann man sich auf einen Foto oder im Trailer ansehen.

Ich gebe diesem „Rosamunde Pilcher“ meets „Science Fiction“-Film 4 von 10 Punkte.

Offizieller Trailer zu „Seelen“:


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