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Jens Matheuszik — 14. März 2013, 07:30 Uhr

Google Reader wird zum 1. Juli 2013 eingestellt: Fever eine Alternative?


Google ReaderRegelmäßig überprüft der Internet-Konzern Google sein eigenes Produktangebot und stellt auch immer wieder Angebote ein.

Eines dieser Angebote ist jetzt der Google Reader (siehe auch die Wikipedia-Beschreibung zum Google Reader), mit dem man RSS-Feeds (mit denen man bequem über Neuigkeiten beispielsweise auf Webseiten informiert werden kann) bequem abonnieren und verwalten kann – und da es sich um eine Webseite handelt, kann man den Google Reader plattformübergreifend nutzen. Egal ob auf dem normalen Rechner, einem Smartphone oder Tablet nach Wahl – oder sogar einer Spielekonsole (ja, ich meine mich zu erinnern, dass ich ihn sogar mal auf der Nintendo Wii genutzt habe!).

Es gab schon immer mal Gerüchte, dass der Google Reader eingestellt werden könnte (da er im Leistungsumfang reduziert wurde) – aber jetzt wurde es offiziell durch einen Beitrag im Google Reader-Blog bekannt (siehe auch Wired). Zum 1. Juli 2013 wird der Reader eingestellt – siehe auch die entsprechende Ansicht im Google Reader selbst – im Bild oben links ((drauf klicken, und man sieht es größer)) ).

Ich persönlich nutze den Google Reader schon recht lange und bin daher schon ein wenig enttäuscht oder gar sauer, denn ich werde meine Lesegewohnheiten umstellen müssen. Beim Google Reader fand ich gerade die übergreifende Plattformkompatibilität gut und ich habe mehr als eine App auf dem iPad bzw. iPhone, die mit dem Google Reader zusammenarbeitet. Auch die Links anne Ruhr wären ohne den Google Reader so wohl nie entstanden.

Klar, es gibt sicherlich Alternativen, aber da vernünftige zu finden dürfte auch erst einmal wieder Zeit kosten. Und ob die wirklich all das können, was man selber will, das weiß ich noch nicht.

Es zeigt sich mal wieder, dass kein genutzter Internet-Dienst wirklich auf Dauer verfügbar ist – eine Erfahrung, die die Nutzer von diversen URL-Shortenern, Blogging-Plattformen wie Posterous, Location Based Services wie Gowalla oder Bilderdiensten wie Hipster schon machen durften.

Insofern wäre vielleicht die im netzwertig.com-Beitrag ((den ich ansonsten von der Schlussfolgerung eher nicht teilen kann)) genannte selbst zu hostende Lösung Fever ((über das es bei SPIEGEL Online einen Artikel gibt)).

Aber so etwas selber zu hosten ist natürlich auch wieder etwas aufwändiger – dürfte dann aber grundsätzlich erst einmal nicht davon bedroht sein, eingestellt zu werden – außer es nutzt irgendwann niemand mehr RSS und die Programmierer bieten nichts für etwaige Nachfolger von RSS an.

Nachtrag: Der Fever-Entwickler hat im Blogbeitrag Fire ein paar Dinge veröffentlicht, an die man denken sollte, bevor man wechselt.

Nachtrag #2: Auch RP-Online berichtet über das Aus des Google Readers.

Das Aus wird übrigens auch von Stephan Keuchel, dem (bzw. einem der) Google-Pressesprecher in Deutschland, bedauert. Er twitterte dazu:


13 Kommentare »

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