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Achim Hepp, Jens Matheuszik, Christina Quast & Sonja Rümenapp — 15. November 2012, 15:45 Uhr

Dredd 3D: Action-Knaller vor düsterem Hintergrund startet heute


Der britische Comic Judge Dredd spielt in der Zukunft der Menschheit. Die Menschen leben in riesengroßen Städten (den Mega Cities) mit mehreren hundert Millionen Einwohnern, während die Gegenden drumherum verseuchtes Land darstellen.

Die Judges sind dazu da um Verbrechen aufzuklären, die Verurteilung der Verbrecher durchzuführen und auch gleich die Strafe (in vielen Fällen: der Tod) zu exekutieren. Sie sind also das Gesetz und eigentlich die einzig funktionierende Institution in dieser Welt, obwohl auch sie der immer stärker steigenden Kriminalität nicht wirklich Herr werden.

1995 kam bereits ein Film basierend auf dem Comic auf den Markt, damals spielte in Judge Dredd Sylvester Stallone die Hauptrolle. Jetzt gibt es mit Dredd 3D eine neue Verfilmung (diesmal mit Karl Urban in der Hauptrolle), die am heutigen Donnerstag in den hiesigen Kinos startet.

In diesem Film hat Judge Dredd es in Mega-City Onemit einer quasi-Auszubildenden zu tun, deren Befähigung als Judge er zu bewerten hat. Mit der jungen Rekrutin versucht er ein Verbrechen in einem der 200-stöckigen Wohntürmen (namens Peach Trees) der Stadt, der gesellschaftlich eher so am unteren Ende der Skala angesiedelt ist (quasi eine Art Slum im Hochhausformat). Dort nehmen die beiden einen Gangster fest, den sie befragen wollen. Doch noch bevor die beiden mit ihrem Gefangenen Peach Trees verlassen können, wird das gesamte Hochhaus hermetisch abgeriegelt – auf Veranlassung der Drogenkönigin Madeline Madrigal (die in Kurzform einfach nur Ma-Ma genannt wird). Ma-Ma hat Angst dass der Gefangene zuviel ausplaudert – ist doch gerade Peach Trees der Ursprung einer Droge namens „Slo-Mo“, die sich inzwischen in ganz Mega-City One verbreitet hat. Ma-Ma hat also was dagegen, dass die Judges mit ihrem Gefangenen abziehen können und fordert daher über die internen Kommunikationsanlagen die Köpfe der Judges. Jede Person die ihnen hilft kann sich ihres Lebens nicht mehr sicher sein und somit sind die beiden Judges, die ja auch noch auf ihren Gefangenen aufpassen müssen, vollends auf sich allein gestellt.

Bei Dredd 3D geht es eigentlich gleich richtig zur Sache. Von einer rasanten Actionszene zur nächsten, die Taktung von Gewalt und Rasanz entspricht etwa der einer ordentlichen U-Bahn in der Rush Hour (also nicht auf VRR-Niveau) – wenn man das nochmal vervielfacht.

Dredd 3D ist auch nicht umsonst der Titel, denn der Film kommt als 3D-Film in die Kinos, so dass man um die aufgesetzte 3D-Brille nicht umhinkommt (vielleicht als Ausgleich für Dredds gesichtsverdeckenden Helm?). Dank des 3D-Effekts fliegen die Kugeln, Munition und dergleichen nur so durch die Szenerie und insbesondere bei der Darstellung der Wirkung von Slo-Mo (für die Konsumenten erscheint alles in Zeitlupe – also in Slow Motion) erfährt man die 3D-Wirkung hautnah.

Mein Fazit zu „Dredd 3D“:

Wer Actionfilme in denen mehr geballert als geredet wird mag, der kommt auf seine Kosten!

Zu viel hintergründiges sollte man bei diesem Film eher nicht erwarten, aber ich denke das macht bei diesem Film eh niemand.

Der Film ist im wahrsten Sinne des Wortes bildgewaltig – man sieht Details, die man unter Umständen vielleicht gar nicht sehen will.

Von den 3D-Effekten war ich persönlich nicht begeistert – klar, wenn da ’ne Kugel ein Gesicht dreidimensional durchschlägt, dann sieht das besonders plastisch aus – aber will man das unbedingt? Die Darstellung der Wirkung von Slo-Mo ist interessant – aber riss mich jetzt nicht wirklich vom Hocker.

Insgesamt entscheide ich mich jetzt für 5 von 10 Punkten.

Das Fazit von Achim dazu:

Ich bin meinerseits hellauf begeistert wie schon lange nicht mehr. Der Film erinnert mich stark an das konsequente Actionkino der 90’er Jahre, besonders an den ersten RoboCop. Die Gewalt ist sehr deutlich (vielleicht punktuell zu deutlich) und wird gezeigt, es werden aber auch in der schmalen Story immer noch gesellschaftspolitische Themen unterschwellig angerissen.

Machen wir uns aber nix vor, hier geht es um Unterhaltung und Action. Ich war besonders von den 3D-Effekten begeistert, endlich mal ein Film welcher diese konsequent für Effekte nutzt. Ich persönlich hab keine Lust die unbequeme Brille für ein subtiles 3D zu tragen, ich möchte das es knallt. Gerade auch die Effekte durch die effekthascherische Droge Slo-Mo sind toll gemacht. Schauspielerisch sind hier keine Herausforderungen und Glanzleistungen zu erwarten, der Film ist aber prima besetzt und solide gespielt – eben auch die klischeebehafteten Nebenfiguren.

Unter’m Strich: 8 von 10 Punkten. Der Film ist im Rahmen seines Sinnes (Action und Effekte) prima Unterhaltung und gehört zu den besten Filmen, die ich in diesem Genre dieses Jahr gesehen habe – und besonders, weil er mich auch in die frühen 90’er zurück versetzte.

Trailer zu „Dredd 3D“:

Weitere Berichte zu „Dredd 3D“:

Sowohl bei SPIEGEL Online als auch bei DerWesten und RP-Online gibt es Berichte zum Film.

Dredd 3D bei Schneakers

Im neuen Podcast Schneakers wird u.a. auch Dredd 3D von Achim und Jens besprochen – Sonja musste dahingehend passen, da sie ihn nicht vorab gesehen hat.


3 Kommentare »

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  1. (1) Pingback by Der Ruhrpilot | Ruhrbarone @ 16. November 2012, 07:43 Uhr

    […] 3D – Action-Knaller vor düsterem Hintergrund…Pottblog sr_adspace_id = 1000007954907; sr_adspace_width = 300; sr_adspace_height = 250; […]


  2. (2) Pingback by Besprechung: Cold Blood – Kein Ausweg. Keine Gnade. (bald im Kino) » Pottblog @ 20. November 2012, 07:25 Uhr

    […] besprechen wir uns dort auch zu den Filmen Dredd 3D und Killing them […]


  3. (3) Pingback by killing them softly – Gangsterfilm mit Brad Pitt (bald im Kino) » Pottblog @ 27. November 2012, 06:42 Uhr

    […] besprechen wir uns dort auch zu den Filmen Cold Blood. Kein Ausweg. Keine Gnade. sowie Dredd 3D und Killing them […]


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