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Achim Hepp, Jens Matheuszik, Christina Quast & Sonja Rümenapp — 24. Oktober 2012, 06:23 Uhr

Die Hochzeit unserer dicksten Freundin startet am Donnerstag in den Kinos: Hangover in weiblich und eher fade und peinlich


Die US-Komödie Die Hochzeit unserer dicksten Freundin (deren Original-Titel Bachelorette deutlich besser klingt) fängt mit einem gemeinsamen Lunch der beiden Freundinnen Regan (dargestellt von Kirsten Dunst) und Becky (Rebel Wilson) an. Regan ist so, wie man sich eine typische amerikanische Mittzwanzigerin vorstellt, die sich ihren Lebenslauf (College, Studium, Sport, Ehefrau eines solventen und gesellschaftlich hochstehenden Mannes, Mutter) schon vor langer Zeit ausgemalt hat. Daher ist sie etwas irritiert als Becky ihr mitteilt, dass sie demnächst heiraten wird – denn eigentlich hatten sie gemeinsam in ihrer Mädelsclique „besprochen“, dass sie zuerst heiratet. Die beiden weiteren Mädels (Gena und Katie) aus ihrer Gruppe sind entsprechend auch verwundert, freuen sich aber für Becky. Regan fragt sie sich zwar auch (nachher), was sie falsch gemacht hat, dass jetzt Becky zuerst dran ist (und das, wo sie nicht gerade die dünnste ist), aber als Trauzeugin kümmert sie sich um alles mögliche – unter anderem um den Junggesellinnenabschied.

Beim Junggesellinnenabschied geht es anfangs eher langweilig zu, bis dann ein von Katie engagierter Stripper auftaucht. Anfangs ist nur die Mutter der Braut entsetzt, im kurzfristigen weiteren Verlauf eskaliert die Situation jedoch so sehr, dass die Party schneller vorbei ist als gedacht.

Während die Braut in spe zu Bett geht, wollen Gena, Katie und Regan noch was unternehmen – doch der negative Einfluss gewisser bewusstseinserweiternder Substanzen (und nein, damit ist nicht nur Sekt gemeint!) lässt die ganze Situation deutlich eskalieren, denn beim Versuch zu zweit in das Brautkleid zu schlüpfen zerreisst dieses – und das wenige Stunden vor der Hochzeit. Also machen sie sich auf den Weg um das Missgeschick zu lösen, treffen dabei den Junggesellenabschied des Bräutigams und erleben mehr als die eine merkwürdige Geschichte.

Mein Fazit zu „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“:

Schauspielerisch kann man an dem Film nicht so viel kritisieren – auch wenn die Rolle beispielsweise der Regan von Kirsten Dunst ungewohnt bieder wirkt (und das bei dem Thema). Aber die Story ist dann doch irgendwie eher zum gähnen. Hangover auf weiblich und ohne großartige neue Inspirationen. Da war dann beispielsweise Die Trauzeugen (in diesem australischen Hangover-Verschnitt spielt Hauptdarstellerin Rebel Wilson auch in einer Nebenrolle mit) doch amüsanter.

Der Film hat wenig Biss, ein paar lustige Szenen – nicht mehr. Die Idee einer weiblichen Hangover-Variante ist jetzt auch nicht so neu, da war beispielsweise Brautalarm deutlich witziger – und spielte nicht nur negativ auf den Körperbau der Hauptdarstellerin ab.

Insgesamt gesehen gebe ich dem Film 5 von 10 Punkten. Muss man nicht gesehen haben, wenn sonst nichts im Kino läuft, dann ist es aber auch keine große Zeitverschwendung.

Das Fazit von Achim dazu:

Die guten Vorzeichen für diesen Film sind schonmal die Info es wäre so eine Art „Hangover“ mit/für Frauen und schon alleine die gute Kirsten Dunst, eine sehr sympathische Schauspielerin (welche keine Experimente macht).

Positiv gestimmt wurde ich auch nicht enttäuscht, aber leider auch nicht in vollstem Maße befriedigt. Wahrscheinlich wurde hier wohl schon für Frauen produziert, da in vielen Szenen der von Männern geschätzte und gepflegte derbe Humor zeitig gestoppt wurde. Wo woanders für einen Extrabrüller noch einmal ordentlich die Kamera drauf geht, so bleibt das hier aus. Das tut dem Spaß keinen Abbruch, resultiert aber nun auch nicht in einer Paradeleistung für das Genre. Einzig die sexbegeisterte Freundin und ihre berauschte Mitfreundin halten hier die Stange hoch und erfüllen Genreerwartungen zumindest im Ansatz. Die Kirsten bleibt brav (mehr oder weniger) und ist damit die gute Seele der Besetzung. Alles fein, genügend Lacher und zumindest Frau- und Freundinnentauglich ist damit dieser Film.

Eine solide 7+ von 10 Punkten, hätte sie konsequenter drauf gehalten, es hätte eine 8 werden können.

Das Fazit von Sonja dazu:

Obwohl ich wirklich ein sehr humorvoller Mensch bin und für mein Leben gerne lache, gibt es auch Grenzen. Ich mag mich absolut nicht über Äußerlichkeiten anderer Menschen lustig machen! Wie es der unheimlich dämliche deutsche Titel schon verrät, geht es aber hauptsächlich darum.

Genauso geht es um ganz viel „witzigen“ Weiberkram des gelangweilten amerikanischen Mittelstandes. Oder irgendwelcher Psychosen von frustrierten Ex-Tussen. Ja, klar die Komödie versucht, dass ganze selbstironisch wirken zu lassen und zum Schluss eine Art „Moral von der Geschichte“ zu bringen, aber meiner Ansicht nach ist das auch missglückt. Und ja, es ging mir gegen den Strich, dass die Autoren noch nicht einmal vor total abgehalfterten Sprüchen über Rothaarige halt machten. Denen war echt gar nichts zu blöd.

Mit Hangover hat dieser Film für mich überhaupt gar nichts gemeinsam. Der war um Längen besser. Das jetzt manch einer meinen könnte es wäre ein WEIBLICHER Hangover, empfinde ich schon als Beleidigung. Dieser Film ist einfach nur wischi – waschi.

Dementsprechend fällt auch meine Bewertung aus. Ich gebe diesem Film 2 von 10 Punkten und dass es nicht nur einer wurde, ist den Schauspielern und der Szene in der die 10 Stufen des Blowjobs erklärt werden geschuldet.

Trailer zu „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“:


1 Kommentar »

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  1. (1) Pingback by Der Ruhrpilot | Ruhrbarone @ 24. Oktober 2012, 09:47 Uhr

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