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Achim Hepp, Jens Matheuszik, Christina Quast & Sonja Rümenapp — 6. September 2012, 16:06 Uhr

Ab heute im Kino: „The Cabin in the Woods“ – wurde hier das Horror-Genre neu erfunden?


Mit The Cabin in the Woods (siehe auch den englischsprachigen „The Cabin in the Woods“-Eintrag in der Wikipedia kommt heute ein Horrorfilm in die deutschen Kinos, dessen Macher Drew Goddard und Joss Whedon schon bei TV-Serien wie Buffy – Im Bann der Dämonen und Angel – Jäger der Finsternis zusammengearbeitet haben.

Die Hütte im Wald fängt jedoch erst einmal ganz merkwürdig an – mit einem Industriekomplex in dem mehrere Ingenieure ein Experiment vorbereiten und angesichts eines drohenden Scheiterns eher missmutig gelaunt sind. Der Szenenwechsel bringt uns dann zu den eigentlichen Hauptdarstellern, den College-Studenten Curt, Dana, Holden, Jules und Marty. Diese machen sich im Campingtrailer auf dem Weg die Hütte eines entfernten Verwandten aufzusuchen, um dort Urlaub zu machen. Auf dem Weg zur Hütte werden sie noch höchst indirekt von einem verschrobenen Tankwart gewarnt, der – nachdem die fünf weitergefahren sind – telefonisch irgendwem Vollzug meldet und sich damit auf die Reisegruppe bezieht.

Die Ingenieure beobachten das ganze ausführlich und haben die Möglichkeit die Umgebung zu beeinflussen – nicht nur durch bewusstseinsverändernde Drogen, sondern auch zum Beispiel durch Beeinflussen der dortigen Umwelt. So verlassen beispielsweise Curt und Jules die Hütte um miteinander Sex zu haben, aber Jules ist das ganze viel zu dunkel, was die Ingenieure dazu veranlasst plötzlich „Mondlicht“ auf eine nahe Lichtung scheinen zu lassen.

Zuvor waren die fünf jedoch gemeinsam im Keller der Hütte wo sie sehr merkwürdige Gegenstände und Artefakte gefunden haben, so beispielsweise das Tagebuch der Patience Buckner. Durch die Rezitation eines Spruchs aus dem Tagebuch aktiviert Dana unabsichtlich das „Buckner Szenario“ (was bei den Ingenieuren, die in einer Art Wettbüro auf genau dieses gewählte Szenario gesetzt haben, für Freude sorgt). Die Buckner-Familie ist eine Zombiefamilie die aus ihren Graben hinaufsteigt und sich nun der Hütte nähert…

… als erstes erreichen sie Jules und Curt, die einigermaßen erfolgreich versuchen sich zu wehren und zu retten, was zum Teil durch eine Flucht zurück zur Hütte gelingt. Für einen der vielen Lacher im Film sorgt dann ein kurzer Dialog, der eigentlich in jedem Film dieses Genres so fallen sollte. Sinngemäß wird erst vorgeschlagen, dass man sich jetzt in der Hütte zwecks Durchsuchung besser aufteilen sollte, wobei Marty (der an sich dauerbekifft ist), genau diese Aufteilung eher für unklug hält. Hinweis: Nach dem „weiterlesen“-Klick gibt es im Rahmen der Bewertung eine Art klitzekleinen Spoiler…

Marty ist auch der, der als erstes vermutet, dass man irgendwie manipuliert wird. Nachdem er eine versteckte Kamera gefunden hat, vermutet er, dass man in einer Reality Show gelandet sei – jedoch wird er nur wenige Augenblicke später von einem der Buckner-Zombies erwischt.

Ohne jetzt zu viel verraten zu wollen – da passiert noch einiges, es fließt einiges an Blut, man sieht neben Zombies noch die eine oder andere ungewöhnliche Kreatur und am Ende des Filmes kommt es zu einem finalen Showdown.

Mein Fazit zu „The Cabin in the Woods“:

Vorweg – ich bin kein großer Fan des Horror-Genres. Solche Filme schaue ich mir eher ungern an und wenn ich so Beschreibungen von Filmen wie Saw oder Hostel nur durchlese, weiß ich, dass ich meine Zeit sinnvoller verbringen kann.

Dennoch wollte ich diesen Film sehen – denn alleine die Tatsache, dass ich hörte, dass Joss Whedon da mitverantwortlich ist, klang für mich gut. Nicht nur, dass ich Whedons TV-Serien (siehe oben; aber auch Firefly sei hier zu nennen) gut fand, auch sein letztes Kinowerk The Avengers gefiel mir sehr gut.
So wie Whedons Serie Buffy das eigene Genre neu erfunden hat und endlich mal das „all american girl“ nicht einfach nur das blonde Opfer war, sondern sich zu wehren wusste, so ähnlich wurde auch mit diesem Film das Genre ein wenig neu erfunden. Das fängt damit an, dass an manchen Stellen, wo man definitiv etwas erwarten würde die Situation dann doch ganz anders dargestellt wird als gedacht, geht über liebevolle Details am Rande (wobei die Frage ist, ob die Szene mit dem Einhorn unter dem Adjektiv „liebevoll“ einsortiert werden sollte…) bis hin zu einer übergeordneten Geschichte, die die zwei an sich getrennten Plots zu einem großen ganzen vereint und Teile des Cthulhu-Mythos aufgreift.

Insgesamt gesehen hat mir der Film gefallen – auch wenn ich kein Freund solcher Horrorfilme bin, würde ich ihn weiterempfehlen. Persönlich gebe ich 6 von 10 Punkten.

Das Fazit von Achim dazu:

Ok, Horror ist jetzt so gar nicht meins. Es geht ja oft nur noch darum einen draufzusetzen und noch mehr zu zeigen. Von daher kann man durchaus sagen, dass Cabin in the Woods zu den intelligenteren Horrorfilmen gehört, da er eine Story hat, und auch einige überraschende Wendungen.

Für Genreliebhaber bestimmt zu gucken, für mich nicht – daher persönlich gemeinte 3/10.

Trailer zu „The Cabin in the Woods“:

Andere Berichte zu „The Cabin in the Woods“:

Weitere Berichte zum Film gibt es unter anderem bei DerWesten, RP-Online und SPIEGEL Online.


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