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Achim Hepp, Jens Matheuszik, Christina Quast & Sonja Rümenapp — 2. August 2012, 17:45 Uhr

Ab heute im Kino: Rum Diary mit Johnny Depp: Puerto Rico versoffen


Heute startet in den Kinos hierzulande der Film Rum Diary der auf dem gleichnamigen Roman von Hunter S. Thompson basiert.

Johnny Depp spielt – wie auch in der Verfilmung von Fear and Loathing in Las Vegas1 die Hauptrolle, die starke autobiographische Züge zu Thompson aufweist. Johnny Depp ist diesem Film auch insofern verbunden, als dass es ihn wahrscheinlich ohne das Wirken von Johnny Depp gar nicht gegeben hätte. Denn nachdem Depp den Schriftsteller aufgrund des ersten Filmes kennenlernte, trafen sich die beiden und im Kellergerümpel fand Depp das Manuskript des bis dahin unveröffentlichen Romanes und er überzeugte Thompson das ganze als Buch zu veröffentlichen und signalisierte auch Interesse an einer Verfilmung.

Jetzt aber zum eigentlichen Film:
Der ca. 30 Jahre alte Journalist Paul Kemp beschließt Ende der 50’er Jahre nach Puerto Rico zu gehen. Kemp, der kein Spanisch kann, wird dort von der (englischsprachigen) Tageszeitung in San Juan angestellt, für die er fürderhin schreibt.

Bei der Zeitung gibt es eigentlich niemanden, der dem Alkohol abgeneigt ist und da gewöhnt sich Kemp auch sehr schnell dran, auch wenn er – nach ausgiebiger Plünderung der mehrfach wieder aufgefüllten Minibar – sein teures von der Zeitung finanziertes Hotelzimmer verlassen muss, da die gefühlten mehreren dutzend Miniatur-Spirituosenflaschen nicht im Budget vorgesehen waren.

Gemeinsam mit einem Fotograf der Zeitung, der ihm auch für kleines Geld eine Art Unterkunft zur Verfügung stellt (gegen die das Hotelzimmer als Paradies erscheint), bereist er die Insel und verbringt auch teilweise die Freizeit, wobei auch immer Rum bzw. der Alkoholgenuß allgemein eine Rolle spielt.

Zufällig trifft er auf den reichen Investor Sanderson, der Immobilienpläne auf einer Insel vor Puerto Rico hat und die PR-Kenntnisse eines angesehenen Journalisten benötigt und so beginnt eine beiderseitige Kooperation, die für Kemp viele Vorteile bietet und sei es auch nur, dass er sich öfter mit der bildhübschen Chenault (der Verlobten von Sanderson) treffen kann…

Mein Fazit zu „Rum Diary“:

Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es das Wort „Langweilig“. Ich habe mich selten mehr in einem Film gelangweilt (da gibt es erhöhte Einschlafgefahr!), denn die Story ist entweder langweilig oder gar nicht wirklich vorhanden. Man sieht schöne Bilder (wenn es nicht gerade um die neue Unterkunft Kemps geht), hört eine lockere Musik und überlegt sich: Was will dieser Film einen sagen? Muss man ähnlich dauerhaft alkoholisiert sein um das zu verstehen? Ist Rum also die Voraussetzung für diesen Film und warum bietet das Kino keine Kombination mit Flachmann zur Eintrittskarte an?
Die Motivation Kemps wird meiner Meinung nach nie wirklich klar (warum geht er beispielsweise nach Puerto Rico) und nur wegen ein paar schönen Szenen muss man sich diesen Film nicht anschauen. A propos schöne Szene – eher unschön finde ich auch das Idee, was irgendwie für meinen Geschmack zu abrupt ist.

Vielleicht ist das Buch ja viel spannender, tiefgründiger – schlicht und ergreifend besser2. Aber im Gegensatz zu anderen Verfilmungen, bei denen ich die Buchvorlage nicht kannte, habe ich hier definitiv nicht das Verlangen auch das Buch zu lesen.
Der Film ist aber auch keine totale Katastrophe wo man den Kinosaal vorzeitig verlassen will – purer Durchschnitt, der halt langweilig ist. Daher: 5/10 Punkte.

Das Fazit von Achim dazu:

Die Bewertung von Achim (die übrigens etwas anders ausfällt!) folgt im Laufe des Abends.Ich bin begeistert und schreib es gleich am Anfang … ich gebe stramme 8 von 10 Punkten. Und hab mir am nächsten Tag auch noch den Soundtrack bei iTunes geholt. Woher die Begeisterung kommt? Schwer zu erklären, aber es passt einfach alles. Der Film hat eine tolle Ausstattung, tolle Schauspieler (denen man die Figuren jederzeit abnimmt) und eine tolle Musik.

Man stolpert hier als Zuschauer in eine Geschichte rein, und ich finde es muss auch nicht immer alles erklärt werden. Leider werden am Ende noch Textkarten eingeblendet, welche die Story zu Ende führen. Leider? Ja … ohne wäre noch besser gewesen, da man so auch aus der Geschichte „herausstolpern“ würde und sich jeder sein eigenes Ende denken kann. Die Geschichte an sich ist eine Charakterstudie von Kemp und zeigt wie er sich von den den Verlockungen in Puerto Rico verführen lässt bzw. auch wie er ihnen widersteht. So manche Wendung ist verwunderlich, macht Kemp aber auch sympathischer als man ihn am Anfang wahrnehmen will. Der Alkohol lässt manches wohl einfacher erscheinen, ist aber auf jedem Fall eine fixes Verbindung aller Amerikaner vor Ort. Wo links und rechts teilweise das Chaos herrscht, so trinkt man sich bei der Zeitung die Gründe für alles mögliche schön (gerne auch alle gemeinsam im Stammlokal, welches anscheinend nur von Amerikanern bevölkert wird).

Trailer zu „Rum Diary“:

Neben dem offiziellen Trailer gibt es noch mehr Videomaterial zu „Rum Diary“:

Exklusiver Sneak Peek Clip Rum Diary

Eine der Szenen, die lustig ist:

Exklusiv Interview Johnny Depp über Hunter S. Thompson

Andere Berichte zu „Rum Diary“:

Es gibt u.a. bei DerWesten und bei RP-Online (I, II) Berichte zu „Rum Diary“.

  1. auch von Hunter S. Thompson []
  2. was ja eigentlich fast immer bei den literarischen Vorlagen der Fall ist, da auf der Leinwand nur eine Art Kondensat zu sehen ist []

1 Kommentar »

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  1. (1) Pingback by Der Ruhrpilot | Ruhrbarone @ 3. August 2012, 07:56 Uhr

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