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Jens Matheuszik — 20. Juni 2012, 11:46 Uhr

Christian Nienhaus erläutert beim Medienforum.NRW den Streit mit ARD und ZDF wegen der Tagesschau-App


Nicht nur Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die für das Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse warb, hielt eine Begrüßungsrede beim Medienforum.NRW in Köln, auch die Verleger selber äußerten sich.

In diesem Fall in Form von Christian Nienhaus, der einerseits einer der beiden Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe ist, und andererseits Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) ist. Gleiche Person, gleicher Ort und fast genau ein Jahr zuvor – da äußerte sich Nienhaus dort und erläuterte, warum acht Verlage Klage gegen die Tagesschau-App der ARD eingereicht hatten ((siehe dazu auch diesen Pottblog-Beitrag)).

Jetzt, ein Jahr später sollte es eigentlich nicht um die Schlachten der Vergangenheit geben, da jedoch es immer noch keine Einigung zwischen ARD und ZDF gab (obwohl beispielsweise zuletzt NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei der Eröffnung des Medienforums auf eine Einigung hoffte), wird wohl ein Gericht entscheiden. So es nicht doch noch zu Gesprächen kommt, wie sie beispielsweise der neue ZDF-Intendant Thomas Bellut fordert.

Dies wollen jedoch die Verleger nicht und Christian Nienhaus erläuterte in seiner Rede eindrücklich warum dies der Fall sei. In Kurzform: Es gab zweimal bereits ausgehandelte Kompromisse, die auf höchster Ebene getroffen wurden, aber diese wurden immer wieder kurzfristig abgesagt, damit man weiter verhandeln könne. Irgendwann dann hatten die Verleger aber genug von dieser Taktiererei der Intendaten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

Die ausführlichere und zum Teil deutlichere Form findet sich direkt in der Rede von Christian Nienhaus, die im nachfolgenden Video 1:1 zu sehen und zu hören ist:

Doch Nienhaus äußerte sich auch zum umstrittenen Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse ((eher positiv, siehe auch DerWesten)), zur geplanten Pressefusionskontrolle ((wo er die Position der Landesregierung besser fand als die noch aktuelle Position der Bundesregierung)) und zur geplanten Medienstiftung „Partizipation und Vielfalt“ der Landesregierung ((eher negativ)).


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