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Jens Matheuszik (unterwegs) — 9. Februar 2012, 19:01 Uhr

Hoffenheim’sche Hochfrequenztröte: DFB stellt Ermittlungen gegen TSG Hoffenheim in der „Schallaffäre“ ein


TSG Hoffenheim - Borussia Dortmund: Hochfrequenztröte

Im August 2011 begab es sich, dass die Fans von Borussia Dortmund (BVB) beim Auswärtsspiel gegen TSG Hoffenheim1 akustisch „bedrängt“ worden sind.

Eine hochfrequente Töne aussendende Maschine wurde im Bereich des Gästeblocks aufgebaut und aktiviert, um Fangesänge des BVB, die sich nicht unbedingt in allerfreundlichster Art und Weise mit Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp beschäftigten, zu übertönen2.

Nachdem zwischenzeitlich die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat, hat jetzt auch der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das ganze beendet:

So berichtet es jedenfalls die LR-Online auf Basis einer dpa-Meldung:

Der Hoffenheimer Mitarbeiter hatte am 13. August 2011 beim Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund eine Beschallungsanlage im Sinsheimer Stadion installiert und betrieben, um Schmähgesänge der BVB-Fans gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp zu unterbinden. «Das Vorgehen des Mitarbeiters stellt zwar ein unsportliches Verhalten dar, ist allerdings als geringfügig einzustufen», erklärte der Kontrollausschussvorsitzende Anton Nachreiner.

Diese Entscheidung ist nicht überraschend – schließlich konnte man in den vergangenen Monaten schon immer ein wenig vermuten, dass diese Angelegenheit möglichst still und leise (und ohne hochfrequente Störgeräusche…) vom Tisch gekehrt werden soll. Nachdem im vergangenen Dezember die zuständige Staatsanwalt die Ermittlungen eingestellt hat, war diese Entscheidung jetzt zu erwarten. Oder formulieren wir es mal so: Ohne eine solche Entscheidung der Staatsanwaltschaft wäre es dem DFB schwer(er) gefallen, so zu entscheiden, wie er jetzt entschieden hat.

Da man anscheinend – jedenfalls berichtet die Presse nicht entsprechend – nicht einmal eine minimale Strafzahlung dem Verein aufgebrummt hat, die zwar höchstens einen symbolischen Charakter (aber wenigstens das!) bedeutet hätte, muss man sich nicht wundern, wenn sich teilweise Fans der Bundesliga über das Verhalten des DFB gegenüber Hoffenheim aufregen und in Relation zu anderen Vereinen setzen, wo man ein wenig den Eindruck gewinnen kann, dass anderswo anders geurteilt wird. Denn was kann beispielsweise ein Verein für einen Fan, der einen Becher wirft – während hier bei der „Akustik-Attacke“ das ganze von einem Mitarbeiter des Vereins durchgeführt wurde.

Es bleibt also ein Geschmäckle… aber hätte das jemand anders erwartet?

PS: Das verwendete Bild der hoffenheim’schen Hochfrequenztröte stammt aus dem Forum der BVB-Fanabteilung – mit Dank an chrizzy09, der dies zur Veröffentlichung bereitgestellt hat! Nachtrag: Das Original-Bild stammt von Thomas Bielefeld von schwatzgelb.de.

  1. die übrigens heute Trainer Holger Stanislawski entlassen haben []
  2. siehe dazu auch die zwei entsprechenden Pottblog-Artikel (I und II) dazu []

2 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by potti @ 10. Februar 2012, 14:04 Uhr

    Bitte? Es hat nicht einmal eine Geldstrafe gegeben? Ich finde ja auch nicht, dass dieser Mann irgendeine Höchststrafe verdient hat, aber er hat es vorsetzlich getan. Er hat eine Maschine gebaut! Was geht denn dann noch alles? Kann ich dann auch Vogelfutter auf dem Gästeblock verteilen, damit die Gästefans beispielsweise in Bremen von Möwen attackiert werden? Das ist doch mehr als bescheuert. Und St. Pauli machen sie die Hölle heiß…


  2. (2) Kommentar by Jens @ 26. Februar 2012, 19:14 Uhr

    @potti (1):
    Ja, das sieht wirklich nach verschiedenen Maßstäben aus. Das sollte eigentlich nicht der Fall sein.


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