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Jens Matheuszik — 26. Januar 2012, 12:51 Uhr

Drive – verstörender, beklemmender aber guter Film ab heute im Kino


Drive, (c) Universum FilmIm heute in den deutschen Kinos startende Film Drive steht der namensgebende aber namenlose Fahrer (engl. Driver) im Mittelpunkt:

Nachts verdingt er sich als Fluchtfahrer bei Einbrüchen, tagsüber hält er sich als Mechaniker in einer kleinen Autowerkstatt seines Freundes Shannon und als autofahrender Stuntman für die Filmstudios in Hollywood über Wasser.

Bei seiner nächtlichen Tätigkeit achtet er penibel auf einige Grundsätze – beispielsweise lässt er sich immer nur einmal von seinen „Kunden“ buchen, bleibt dabei anonym und wartet immer nur fünf Minuten auf seine „Gäste“, bevor er losfährt. Dank seiner guten Fahrkünste (und des abgehörten Polizeifunks) gelingt es ihm immer der Staatsmacht ein Schnippchen zu schlagen.

Der Driver wohnt in einem anonymen Hochhaus, wo er eines Tages die alleinerziehende Irene und ihren Sohn Benicio kennenlernt. Irenes Wagen hat ein paar Probleme und er vermittelt sie quasi an die eigene Werkstatt, fährt sie und ihren Sohn nach Hause und die beiden bzw. die drei lernen sich immer besser kennen und schätzen. Derweil versucht der Chef der Autowerkstatt ein eigenes Rennteam auf die Beine zu stellen – mit dem Driver als Fahrer, denn auch Shannon sind die außerordentlichen Fahrqualitäten seines Mechanikers aufgefallen. Um das Rennteam aufzubauen benötigt er jedoch erst mal eine Menge Startkapital – das Geld leiht er sich von einem örtlichen Gangster.

Als plötzlich Irenes Ehemann aus dem Knast entlassen wird, ändert das die ganze Situation, denn die sich gerade entwickelnde Liebe zwischen dem Driver und Irene wird dadurch jäh unterbrochen. Doch der Driver fühlt sich weiterhin Irene und Benicio verpflichtet und als er mitbekommt, dass Irenes Mann Probleme aus dem Knast in die Freiheit „mitgenommen“ hat, versucht er ihm zu helfen. Ihr Mann muss einigen Gangstern Schutzgeld zahlen und plant deswegen auf Geheiß seines Schuldners ein Pfandhaus auszurauben. Der Driver will ihm – getreu seiner üblichen Praxis – dabei aushelfen.

Erst klappt der Überfall wie vorgesehen, doch am Ende kommt es zu einer überraschenden Entwicklung, die dazu führt, dass der Driver plötzlich der Gejagte ist und seine Haut und die seiner Freunde retten muss…

Fazit zu Drive:

Der Film lebt nicht nur von der kompromisslosen und beklemmenden Geschichte, sondern auch von der Person des Drivers, der eher wortkarg durch die Gegend marschiert bzw. fährt. Gespielt wird der Drivevon Ryan Gosling, der aktuell beispielsweise durch „The Ides of March“ (von und mit George Clooney) bekannt ist. Eigentlich kennt man solche Filme eher aus dem vergangenen Jahrhundert, wo Charakterdarsteller wie Clint Eastwood oder Steve McQueen den einsamen Kämpfer darstellten, der kompromisslos sein Ding durchzog. Ryan Gosling drückt in dieser Buchverfilmung dem Charakter des Drivers seinen eigenen Stempel auf und weiß durch sein Schauspiel zu begeistern. Auch die anderen Darsteller die neben Gosling etwas verblassen sind gut besetzt und wirken sehr authentisch.

Vielleicht ist das Drehbuch an der einen oder anderen Stelle etwas zu deutlich (oder eher gesagt brutal), denn an manchen Stellen sieht man unter Umständen zu viele explizite gewaltreiche Details.

Gute Schauspieler, eine interessante und mitreißende Geschichte, tolle Bilder, ein guter Soundtrack – was kann man von einem Actionfilm mehr erwarten?

Trailer zu Drive:

Andere Berichte:

Eine kurze Zusammenfassung (Retro und brutal: „Drive“ mit Ryan Gosling) gibt es bei LR-Online, bei DerWesten wird „Drive“ als vibrierende Ouvertüre in Coolness mit Ryan Gosling genannt, die taz veröffentlichte ein Interview mit Drive-Regisseur Nicolas Winding Refn und für die RP-Online ist Ryan Gosling der neue Star in Hollywood.


5 Kommentare »

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