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Jens Matheuszik — 30. Dezember 2011, 18:04 Uhr

Tagesbruch an der Wattenscheider Straße in Bochum (A40, AST Bochum-Stahlhausen): Straße gesperrt!


Die Kurzfassung (tl;dr):

Sperrung Wattenscheider Str. (Bochum) zwischen Donezk-Ring und A40 AS BO-Stahlhausen wg. Tagesbruch. Bogestra 302, 360 ebenfalls betroffen.

Nachfolgend die (leicht persönlich gefärbte) Langfassung:

Die Hinfahrt:

Aufgrund eines Termines musste ich heute nach Essen fahren und ich ging davon aus, dass das um die Uhrzeit (ca. 11:20 Uhr) ohne Probleme funktionieren würde, obwohl ja bekanntlich die A40 oft eher der „Ruhrschleichweg“ ((oder der längste Parkplatz des Ruhrgebiets…)) ist, als der Ruhrschnellweg. Aber erst einmal schaffte ich das gar nicht dorthin zu kommen, denn vom Donezk-Ring (NS7) kommend hatte ich die Gelegenheit um nach links auf die Wattenscheider Straße zu fahren, um von dort aus über die Anschlussstelle Bochum-Stahlhausen auf die A40 zu kommen, da dort alles gesperrt war. Dort gab es nur eine komplette Absperrung (man sah auch nicht den Grund) und so blieb mir nichts anderes übrig als zurück zu fahren und mir einen anderen Weg zu suchen – da auch keine Umleitungsempfehlung ausgeschildert war.

Ich gebe zu, dass mich das ein bisschen geärgert hat, denn wenn man in der Lage ist, eine Straße zu sperren, dann müsste man doch auch in der Lage sein, entsprechende Hinweisschilder anzubringen.

In Essen angekommen hörte ich dann, dass es ein Tagesbruch gewesen sei, der für die Sperrung verantwortlich war und nach mir kam dann noch jemand und diese Person hatte genau dasselbe Problem wie ich. Zugegebenermaßen muss man natürlich anmerken, dass ein Tagesbruch nicht wirklich zu den planbaren Dingen zählt und da ich zu dem Zeitpunkt bisher nichts in den Medien ((DerWesten/WAZ, Ruhr Nachrichten und WDR)) gehört hatte und auch mein Navigationsgerät via Traffic Message Channel nichts meldete ((und sonst meldet mir das gerne auch die Sperrung einer einzelnen Spur auf der A40)), dachte ich, dass das eine ganz aktuelle Angelegenheit sei. Nachdem ich dann auch noch erfuhr, dass es neben dem Tagesbruch auch noch einen Wassereinbruch gab und auch die Bogestra-Straßenbahnlinien 302 und 360 betroffen waren, hatte ich meinen leichten Unmut über die fehlende Information schon wieder ad acta gelegt.

Karte der betroffenen Stelle:

Wenn ich das richtig gesehen habe, dann ist die Stelle ungefähr genau dort auf der nachfolgenden Karte, wo die Wattenscheider Straße (orange) von der in nord-südlicher Richtung verlaufenen grauen (Eisenbahn?)-Linie und der in ost-westlicher Richtung verlaufenen schwarzen Straßenbahn-Linie getroffen wird:


Größere Karte anzeigen

Die Karte stammt von OpenStreetMap – und wurde unter CC-BY-SA 2.0 veröffentlicht.

Die Rückfahrt:

Ungefähr fünf Stunden fuhr ich wieder zurück und natürlich wieder über die A40 – diesmal Richtung Dortmund. Bei WDR 2 hörte ich um 16:00 Uhr ((da bin ich gerade in der Essener Innenstadt losgefahren)) in den Nachrichten und im Verkehrsbericht nichts zu der Verkehrssituation vor Ort. Ich dachte mir, dass das dann vielleicht schon wieder behoben sei bzw. man dort wieder (ggf. halt nur am Rand über eine Spur oder wie auch immer) fahren könne. Natürlich habe ich auf der Rückfahrt auch genau auf die Beschilderung geachtet und festgestellt, dass kurz vor der Abfahrt von der A40 die Anschlussstelle BO-Stahlhausen ganz normal ausgeschildert war, das Navigationsgerät ((welches ich aus stauumfahrungs-technischen Gründen auch bei Fahrten nutze, wo ich die Strecke kenne)) meldete auch nur, dass ich hier ganz normal abfahren sollte und kein Schild war irgendwie zu sehen, dass man dort nicht herfahren kann.

Wie man auf dem Bild ganz oben sehen kann, ging es dann aber doch nicht an der Anschlussstelle Bochum-Stahlhausen in Richtung Bochum-Stahlhausen, sondern nur nach Wattenscheid und Gelsenkirchen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich mir nur „Watten Scheiß, dass die immer noch kein Hinweisschild angebracht haben!“. Ich bin der Meinung, dass man nach ca. 5 Stunden so etwas doch hätte machen können. Also Richtung Wattenscheid gefahren, wieder auf die A40 drauf ((die peinliche Episode, dass ich aus Macht der Gewohnheit wieder Richtung Essen gefahren bin und dadurch in Wattenscheid eine Ehrenrunde drehen durfte, erwähne ich jetzt mal nur als Fußnote…)) und dann die A40 an der Anschlussstelle in Bochum-Hamme runter. Als ich dann im üblichen Stau der Abfahrt stand ((ca. vier-fünf Ampelphasen dauerte das)) hörte ich dann auf Radio Bochum um 16:30 Uhr von dem Tagesbruch, hörte etwas davon, dass ortskundige Personen das ganze umfahren sollten und dass es Umleitungen geben würde. Die Aussage, dass es Umleitungen gibt, kann ich zu mindestens für die A40 Fahrtrichtung Dortmund, Anschlussstelle BO-Stahlhausen definitiv verneinen! Bis auf das durchgestrichene eigentliche Fahrtziel war da nichts zu sehen.

Nach einer gewissen Zeit kam ich dann auch endlich an – und dann begann ich mich wirklich zu ärgern!

Der Tagesbruch in den Medien

Am Computer sitzend konnte ich dann die ersten Berichte zu dem Tagesbruch lesen:
DerWesten berichtete um 13:29 Uhr Wattenscheider Straße nach Rohrbruch gesperrt, während die Ruhr Nachrichten deutlich schneller um 11:40 Uhr den Artikel Rohrbruch und Tagesbruch auf der Wattenscheider Straße veröffentlichten. Seitens der Stadt gab es eine aktuelle Nachricht, die meinen Informationen zufolge von ungefähr 13:30 Uhr stammte. Wann Radio Bochum das erste Mal berichtete, weiß ich leider nicht. Auch die Pressemitteilungen der Bogestra (die primär über die Behinderung der Linien 302 und 360 berichten) und der Stadtwerke Bochum kann man leider nicht genau zeitlich terminieren.

Was mich persönlich aufregt…

Ich gebe zu, die erste Aufregung auf der Hinfahrt, die war vielleicht insofern nicht angemessen, als dass man ja wirklich einen Tagesbruch nicht vorhersehen kann. Ich ging davon aus (vor allem weil die Absperrung sehr professionell und nicht provisorisch aussah), dass das eine geplante Sperrung gewesen sei und ärgerte mich deswegen darüber, dass keine der verantwortlichen Stellen ((wer auch immer: Stadt? Land? Fluss Bund?)) entsprechende Hinweisschilder angebracht hatte.

Nachdem ich jedoch jetzt durch die Medienberichte und die Pressemitteilungen weiß, dass bereits

„in der Nacht von Donnerstag auf Freitag […] sich auf der Wattenscheider Straße, zwischen der Autobahn 40 Abfahrt Stahlhausen und der Auffahrt Donezk-Ring, ein Tagesbruch ereignet [hat, und] […] die Wattenscheider Straße […] daraufhin sofort in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden [ist]“
Quelle: Pressemitteilung der Stadtwerke Bochum

Seitdem bin ich sauer! Die Sperrung liegt also schon seit gestern Abend ((laut DerWesten stellte die Bogestra um 22:30 Uhr den Fahrbetrieb dort ein)) vor und keine der verantwortlichen Stellen sah sich in der Lage nach der notwendigen Absperrung auch entsprechende Hinweisschilder so anzubringen, dass Autofahrer nicht erst dann informiert werden, wenn sie an der Stelle sind, wo es schon nicht mehr weiter geht. Ich möchte nicht wissen, wieviel unnütze Kilometer dadurch heute verfahren worden sind. Ich bin auch der Meinung, dass man – ich rechne jetzt einfach mal nur von meinem Fahrtbeginn aus – dass man innerhalb von mehr als 12 (in Worten: ZWÖLF!) Stunden in der Lage sein sollte, beispielsweise am Donezk-Ring Hinweisschilder anzubringen, dass die A40 Richtung Essen nicht befahrbar ist. Oder aber an der entsprechenden Stelle die entsprechenden Umleitungsschilder anzubringen. Ob das inzwischen geschehen ist, weiß ich nicht (nochmal fahre ich die Strecke jetzt sicherlich nicht), aber dass man auch auf der A40 selber bzw. an der Abfahrt nicht vernünftig das ganze beschildert finde ich sehr merkwürdig. Hätte beispielsweise das erste gelbe (städtische?) Schild, welches rechts nach Hattingen und Bochum-Stahlhausen verweist entsprechende Hinweise gehabt (die roten Linien zum Durchstreichen wie auf dem obigen Bild), dann wären sicherlich viele erst gar nicht hier abgefahren, da man dieses Schild – im Gegensatz zu dem von oben – noch von der Autobahn aus erkennen kann.

Da mich die Angelegenheit – wie man vielleicht an der einen oder anderen emotional gefärbten Stelle erkennen kann – persönlich schon etwas aufregte, habe ich mal entsprechende Anfragen gestellt, wer denn wann was wusste und wer eigentlich für entsprechende Beschilderung zuständig wäre. Ich gehe übrigens nicht davon aus, dass ich in diesem Jahr noch Antworten bekomme…


8 Kommentare »

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