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Jens Matheuszik — 16. November 2011, 06:23 Uhr

Aktion Libero: Schwul, rund, grün – oder: Sportblogs und Magazine gegen Homophobie im Fußball


Am heutigen 16. November startet die Aktion Libero ((siehe auch den Beitrag Aktion Libero auf der gleichnamigen Seite)). Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Aktion von über 60 Sportblogs und Magazinen, die sich gegen Homophobie im Fußball aussprechen (siehe auch die Erklärung am Ende des Beitrages dazu).

„Schwule Sau“ gehört schon fast zum Standard-Repertoire bei Beschimpfungen von gegnerischen Spielern, Fans oder aber dem Schiedsrichter. Das dadurch jedoch eventuell auch die auf dem Platz verletzt werden, die vielleicht selber schwul sind, wird dabei wohl nicht bedacht. Heutzutage können Schwule und Lesben in der Gesellschaft, in der Politik, im Showgeschäft usw. die höchsten Positionen einnehmen – nur beim Fußball scheint man noch nicht so tolerant zu sein, auch wenn beispielsweise kürzlich ein vereinsloser Spieler aus Kanada sich outete.

Seit einiger Zeit schreibe ich für das Fußball-Magazin (Gib mich) Die Kirsche und daher habe ich mir überlegt, dass es vielleicht ganz sinnvoll sei, zu dieser Aktion dort etwas zu veröffentlichen: Aktion Libero – ein Interview mit dem Fanclub Rainbow-Borussen.

Die Rainbow-Borussen sind ein schwul-lesbischer Fanclub von Borussia Dortmund (BVB) und – formulieren wir es mal so… – da gab es ja in der Vergangenheit (siehe die Sperre von Roman Weidenfeller ((dazu auch der weiterführende Artikel bei Welt Online))) gewisse Dinge, die man ansprechen sollte. In dem Interview geht es aber dann nicht nur um den BVB, sondern auch beispielsweise um den DFB – da gibt es zwar (gerade von Dr. Theo Zwanziger) immer wieder positiv zu bewertende Wortäußerungen und Unterstützungen, aber anscheinend folgen nicht die Taten, die in anderen Verbänden schon lange gang und gäbe sind. Während in Englands Fußball homophobe Äußerungen unter Strafe stehen, wird hierzulande anscheinend die Äußerung „schwule Sau“ gegenüber der Aussage „schwarze Sau“ als weniger schlimm angesehen.

Tipp:
Einfach mal heute bei Aktion Libero vorbeischauen und bei den Blogs und Magazinen die an der Aktion teilnehmen vorbeischauen! Bereits jetzt Beiträge zur Aktion Libero findet man beispielsweise hier: 05er Fanblog, Baziblogger, catenaccio, Fußballfans gegen Homophobie, liga.parkdrei.de, Lizas Welt, Stadioncheck.de usw.

Gemeinsame Erklärung zur „Aktion Libero“:

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs und Magazinen über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.


6 Kommentare »

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