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Jens Matheuszik — 16. Oktober 2011, 17:53 Uhr

Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen weiterhin mit einer Mehrheit, Piratenpartei sicher im Landtag, FDP und Linke draußen


Nordrhein-WestfalenIn dieser Woche sorgte eine Umfrage von YouGov zur politischen Lage in Nordrhein-Westfalen für ein wenig Aufregung (und ein paar neue Besucher hier im Pottblog).

Jetzt aktuell gibt es seit heute eine neue Umfrage zur politischen Lage in Nordrhein-Westfalen, auf die ich auch in diesem Beitrag eingehen möchte, nachdem ich noch einmal kurz etwas zu YouGov und Sat.1 NRW geschrieben habe.

Die Ergebnisse der neuen Umfrage gibt es direkt hier.

Noch einmal zu YouGov und Sat.1 NRW

Bei der YouGov-Umfrage und meiner Kritik daran ging es um die Darstellung des Umfrageergebnisses in der Regionalsendung 17:30 Sat.1 NRW. Diese Sendung kann man eigentlich nur in Nordrhein-Westfalen empfangen und informiert dementsprechend auch eigentlich nur über NRW-Themen.
Während der Sendung konnte man ein wenig den Eindruck gewinnen, dass die derzeitige Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), bei einer Neuwahl weiterhin keine Mehrheit im nordrhein-westfälischen Landtag hätte. Das war aber – ausgehend von den Umfragezahlen von YouGov – falsch. Insgesamt gibt es dazu ein paar Berichte hier im Pottblog, wobei ich vor allem auf den letzten hinweisen möchte – denn für „klassische“ Medien ist es anscheinend oft ein Problem Fehler einzugestehen – insofern war hier Sat.1 NRW wirklich vorbildlich.

Artikel zur YouGov-Umfrage im Pottblog

Westpol-Umfrage (Infratest dimap) zur politischen Lage in Nordrhein-Westfalen

Im Auftrag der WDR-Sendung Westpol hat das Umfrageinstitut Infratest dimap die politische Stimmung in Nordrhein-Westfalen analysiert und ausgewertet:

Sonntagsfrage für Nordrhein-Westfalen

Die Ergebnisse sehen dabei wie folgt aus:

CDU: 31 %
SPD: 35 %
Grüne: 16 %
FDP: 3 %
Linke: 4 %
Piratenpartei: 7 %

Gemessen an den Stimmen hätte Rot-Grün mit 51 % eine Mehrheit. Im Landtag selber wären es noch mehr Prozente bei den Mandaten, da ja die Zahlen für die Parteien, die unter der 5 %-Hürde landen, wegfallen. Sprich: Die 3 % bzw. die 4 % für die FDP und die Linkspartei (sowie die 4 % für sonstige Parteien, die nicht aufgeführt sind) werden noch an die anderen Parteien anteilmäßig verteilt.

Erfolg der Piratenpartei

Auch wenn die FDP und die Linkspartei nach dieser Umfrage nicht mehr in den nordrhein-westfälischen Landtag kommen würden, wären die drei großen Parteien SPD, CDU und Bündnis ’90/Die Grünen nicht alleine, da die Piratenpartei auch in den Landtag in Düsseldorf einziehen würde. Das ist sicherlich nicht primär der landespolitischen Kompetenz der Piratenpartei geschuldet ((im vergangenen Jahr hatte die Piratenpartei sogar das landespolitische Thema Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), welches eigentlich DAS Thema der Piratenpartei hätte sein müssen, im eigentlichen Wahlprogramm vergessen)), sondern dem Hoch der Piratenpartei allgemein, die nach den Abgeordnetenhauswahlen in Berlin derzeit stark im Kommen sind.
Einer weiteren Auswertung von Infratest dimap zufolge könnten sich 23 % der Wählerinnen und Wähler in NRW vorstellen die Piratenpartei zu wählen – aber vorstellen kann man sich ja bekanntlich immer viel (siehe dazu den älteren Beitrag Könnten Sie sich vorstellen die Partei XYZ zu wählen?).

Hannelore Kraft oder Norbert Röttgen?

Bei der Frage, wen man in Nordrhein-Westfalen direkt zur Ministerpräsidentin oder zum Ministerpräsidenten wählen würde, führt Hannelore Kraft mit 52 % klar vor Norbert Röntgen, dem Bundesumweltminister und Vorsitzenden der CDU NRW, der nur auf 30 % kommt – übrigens 1 Prozentpunkt weniger als die CDU NRW selber erzielen würde. Normalerweise gewinnen Spitzenkandidaten meistens mehr Stimmen als die eigene Partei…

Weitere Zahlen…

Weitere Zahlen (z.B. nach der Kompetenz der Parteien in einzelnen Politikfeldern) gibt es entweder bei Westpol heute Abend um 19:30 Uhr im WDR-Fernsehen oder aber direkt im Internet unter wdr.de/…nrwtrend.

Nachtrag: Inzwischen berichten auch DerWesten und RP-Online.


8 Kommentare »

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