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Jens Matheuszik (unterwegs) — 30. September 2011, 19:10 Uhr

WAZ-Eigentümer lehnen Angebot der Axel Springer AG nachdrücklich ab


Als im August bekannt wurde, dass sich die Eigentümerstruktur bei der WAZ-Mediengruppe ändern sollte (in dem Petra Grotkamp vom Funke-Stamm ein Angebot für die 50 %-Anteile der Brost-Gruppe abgegeben hat), wurde im Laufe des heutigen Tages das ganze noch einmal getoppt:

Wie zuerst das Manager Magazin berichtete, hat die Axel Springer AG ein Angebot über 1,4 Milliarden Euro für die WAZ-Mediengruppe abgelegt (siehe auch die Berichte bei Medienmoral NRW und RP-Online).

Doch dieses Angebot stößt bei den WAZ-Eigentümern nicht unbedingt auf Begeisterung, wie nachfolgende Erklärungen zeigen:

Erklärung Dr. Peter Heinemann

„Prüfet alles und behaltet das beste.“
(Paulus, 1. Timotheus-Brief)

Erklärung Klaus Schubries

Zu dem unaufgefordert abgegebenen Angebot der Axel Springer AG erklärt Klaus Schubries als Sprecher der Funke-Gruppe:

„Die Funke-Gruppe ist derzeit an einem Verkauf von Teilen der WAZ Mediengruppe nicht interessiert. Auch ein Verkauf von Geschäftsanteilen an der WAZ Mediengruppe kommt für uns nicht in Frage. Daher ergeben sich keine Verhandlungsmöglichkeiten mit der Axel Springer AG.“

Erklärung Dr. Andreas Urban

Die Axel Springer AG hat den Gesellschaftern der WAZ-Mediengruppe unaufgefordert ein indikatives Angebot zum Erwerb von WAZ-Geschäftsbereichen übermittelt.

Frau Petra Grotkamp weist darauf hin, dass diese Geschäftsbereiche nicht zur Disposition stehen und die Axel Springer AG nach den Gesellschaftsverträgen der WAZ-Mediengruppe auch nicht Gesellschafter der WAZ-Mediengruppe werden kann.

Die in dem Angebot enthaltenen Bewertungen sind unzutreffend und das Angebot begegnet auch erheblichen kartellrechtlichen Bedenken.

Frau Petra Grotkamp wird sich nicht an Transaktionen beteiligen welche eine Zerschlagung der WAZ-Mediengruppe oder die Veräußerung dieser Gruppe zum Inhalt oder zur Folge haben. Sie wird vielmehr dafür Sorge tragen, dass die WAZ-Mediengruppe weiter als unabhängiges Unternehmen bestehen bleibt und hält gemeinsam mit der Familie Brost an dem Vorhaben des Erwerbs der Anteile der Familie Brost fest.

Frau Petra Grotkamp weist das unaufgeforderte Angebot der Axel Springer AG daher nachdrücklich zurück.

Dr. Andreas Urban
Rechtsanwalt

Es sieht also so aus, als ob das Angebot der Axel Springer AG im Sande verlaufen wird – so die getätigten Aussagen so stimmen…

Inzwischen berichtet auch DerWesten, das Internet-Portal der WAZ-Mediengruppe: WAZ-Eignerin lehnt Springer-Angebot ab.


7 Kommentare »

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