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Jens Matheuszik — 16. August 2011, 06:41 Uhr

TSG 1899 Hoffenheim vs. Borussia Dortmund und die hoffenheim’sche Hochfrequenztröte


TSG Hoffenheim - Borussia Dortmund: Hochfrequenztröte

Gestern verwies ich im Pottblog-Beitrag Die Kirsche-Artikel: Hochfrequente Störgeräusche beim Spiel TSG 1899 Hoffenheim vs. Borussia Dortmund? noch mit Fragezeichen auf den Kirsche-Artikel (von mir) Hochfrequente Störgeräusche gegen BVB-Fans in Hoffenheim?. Auch dieser Artikel hatte so Sachen wie das Fragezeichen, Konjunktive usw. über sich schweben.

Inzwischen ist jedoch – dank der sehr guten Sammelarbeit vieler Fans von Borussia Dortmund (BVB) in diversen Blogs, Foren, bei Twitter & Co. – einiges mehr bekannt geworden, so unter anderem auch genaueres Bildmaterial von der (von mir so genannten) hoffenheim’schen Hochfrequenztröte und die Mitteilung aus Hoffenheim, dass es wohl ein Einzeltäter aus den Reihen des Vereins war und niemand anderes wusste davon…

Interessanterweise scheinen diverse Medien diese Verlautbarung von TSG 1899 Hoffenheim zu glauben (und das wo die älteren Erklärungen eine sehr geringe Halbwertzeit hatten):
So berichtet DerWesten, dass die Akustik-Attacke gegen die BVB-Fans aufgeklärt sei und auch der Artikel von RP-Online schreibt, dass der Täter gefasst sei. Interessanter berichten beide Seiten jedoch auch von den „Unregelmäßigkeiten“ drumherum, so dass beispielsweise die hoffenheim’sche Hochfrequenztröte auch beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt bereits im April zum Einsatz gekommen ist, dass beim Spiel gegen Hoffenheim anscheinend die Ordner (Plural!) von Hoffenheim Bescheid wussten (was man ja auch anhand der Bilder vermuten kann), aber auch die Polizei vor Ort. Dazu gibt es einen sehr schönen Artikel nebst einem (inzwischen online gelöschten!) Kommentar von Freddie Röckenhaus in der Süddeutschen Zeitung.

Das ganze hat mich veranlasst den Artikel Die hoffenheim’sche Hochfrequenztröte, die Entdeckung des B. Auernopfer oder aber: Ein Schmierentheater in mehreren Akten zu veröffentlichen.

Weitere Reaktionen

Interessant sind weitere Reaktionen – so kann man fast von Fans aller Vereine (auch des FC Schalke 04 – wo man ja bekanntlich nicht unbedingt gut Freund mit dem BVB ist) Solidarität mit den BVB-Fans und Unverständnis über Hoffenheim vernehmen. Interessanterweise schweigt bisher vor allem eine Stelle: Borussia Dortmund selbst – also der Verein.
Bei DerWesten gibt es dazu den Kommentar Warum der BVB nach der Schall-Attacke schweigt. Demnach würden sich die Verantwortlichen des BVB zurückhalten, weil gemäß des Prinzips „Ursache und Wirkung“ die BVB-Fans aufgrund ihrer Schmähgesänge gegen Hoffenheim und Dietmar Hopp selber schuld seien…

Persönlich kann ich verstehen, dass man in Hoffenheim eher unzufrieden darüber ist und ich bin auch kein Freund solcher Aussagen, Gesänge usw. Gerade bestimmte Plakate von BVB-Fans in der Vergangenheit waren meiner Meinung nach daneben. Das rechtfertigt jedoch einen solchen Einsatz der hoffenheim’schen Hochfrequenztröte nicht. Insofern hat Thomas Knüwer meine vollste Zustimmung, der im Beitrag Selbstjustiz à la Dietmar Hopp folgendes dazu schreibt:

Wer so reagiert wie Dietmar Hopp macht vor allem eines klar: Ihm steht Faustrecht über Sportlichkeit, Recht- und Gesetzmäßigkeit. Mit den gleichen Argumenten räumten Plünderer in London Läden aus. Wenn dann beim nächsten Hoppenheim-Gastspiel einige durchgeknallte BVB-Fans das Pfeifen mit Prügel für Hoffenheimer Fans quittieren, dürfen sie sich ebenfall bei Ihrem Geldgeber bedanken – der sie darauf hinweisen wird, nicht so empfindlich zu reagieren.

Wir dürfen nun gespannt sein, wie die Deutsche Fußball-Liga reagiert. Kein Stadionsprecher darf sich ein böses Wort erlauben – aber die Hoffenheimer (denen hiermit tief und innig der Abstieg gewünscht sei) dürfen gegnerische Fans auf solch eine Art attackieren?

Im Tinneff-Blog heißt es, dass jetzt Hoffenheim sein wahres Gesicht gezeigt hat. Man kann sich natürlich fragen, ob wirklich erst jetzt… 😉

PS: Das verwendete Bild der hoffenheim’schen Hochfrequenztröte stammt aus dem Forum der BVB-Fanabteilung – mit Dank an chrizzy09, der dies zur Veröffentlichung bereitgestellt hat! Nachtrag: Das Original-Bild stammt von Thomas Bielefeld von schwatzgelb.de.

PPS: Wo ich im Kirsche-Artikel den Namen B. Auernopfer für die laut Hoffenheim verantwortliche „Einzelperson“ nutze – da fällt mir doch irgendwie der Artikel Chronologie des Hoffenheimer Dopingproben-Falls ein…


5 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Pingback by Der Ruhrpilot | Ruhrbarone @ 16. August 2011, 07:45 Uhr

    […] II: Die hoffenheim’sche Hochfrequenztröte…Pottblog […]


  2. (2) Kommentar by TobiTatze @ 16. August 2011, 10:37 Uhr

    Ein „Must-Read“ zu diesem Thema ist der Blog Höchststrafe von Thomas Wings:

    http://hoechststrafe.dorkawings.de/2011/08/hochfrequente-strafbarkeit/


  3. (3) Kommentar by Christian @ 16. August 2011, 10:57 Uhr

    Zur Info: Das Orginal Foto stammt von Thomas Bielefeld von schwatzgelb.de


  4. (4) Kommentar by dani @ 16. August 2011, 18:58 Uhr

    Ja ist schon interessant, was die hoffenheimer sich mal wieder haben einfallen lassen….gurkentruppe…


  5. (5) Kommentar by Jens @ 17. August 2011, 23:29 Uhr

    @TobiTatze (2):
    Danke für den Linkhinweis!

    @Christian (3):
    Danke, ich hab’s ergänzt.

    @dani (4):
    Es war ja doch nur der Einzeltäter…


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