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Jens Matheuszik — 12. August 2011, 10:23 Uhr

Publizistischer Gegenwind für „Wir sind VfL“ (Bochum)?


Wir sind VfLVor einiger Zeit hat sich die Bochumer Fan-Initiative Wir sind VfL gegründet, um die Interessen der Fans zusammen mit dem Verein artikulieren zu können. Dazu gab es auch diverse Fankonferenzen – auch und gerade mit Vereinsvertretern und inzwischen diskutiert man gemeinsam konstruktiv Satzungsänderungen.

In dieser Woche ist „Wir sind VfL“ wieder einmal Thema in den Medien. Nicht jedoch wegen der neuen Fankonferenz am 8. September 2011 mit VfL Bochum-Sportvorstand Jens Todt und VfL Bochum-Aufsichtsrat Frank Goosen, sondern eher negativ…

Focus:

Focus-Artikel: Die Macht der FansDas von Helmut Markwort, dem Verwaltungsbeiratsmitglied beim FC Bayern München, herausgegebene Wochenmagazin Focus berichtet in der aktuellen Ausgabe über die Macht der Fans. Als ein Beispiel wurden z.B. die Forderungen der Münchener Schickeria gegenüber dem Bayern-Torwart Manuel Neuer genannt.

Was anderes als merkwürdige Verhaltensregeln ist jedoch die Forderung nach personellen Konsequenzen. Im Focus heißt es:

Auch in Stuttgart, Köln und Bochum wollen die Fans mitreden und mitregieren. […] Werner Altegoer scheiterte. […] Als der Aufsichtsrat im vergangenen Oktober auf der Mitgliederversammlung von den Mitgliedern nicht entlastet wurde, trat er zurück – nach 17 Jahren im Amt. Der Druck der Initiative „Wir sind VfL“ war Altegoer und seinen Vertrauten Horst Christopeit, Volker Goldmann und Heinz Hossiep zu groß.“

Aha.

Natürlich war der Rücktritt von Werner Altegoer, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des VfL Bochum, bei der turbulenten Jahreshauptversammlung eine Zäsur. Aber die damalige Situation wurde meiner Meinung seitens des Münchener Magazins falsch eingeschätzt. Schließlich kulminierte der Ärger der anwesenden Mitglieder des VfL Bochum (und von denen sind ungefähr soviele bei „Wir sind VfL“ wie Bochum zum Zuschauerrekord bei den Besuchern der Bundesliga beiträgt…) primär über das kritikwürdige Verhalten Altegoers und des Aufsichtsrates bei der Versammlung selbst. Hätte Altegoer sich damals nicht wie ein sturer Westfale bockig einer (dann doch durchgeführten) Wiederholungswahl verweigert, wäre er eventuell noch heute Aufsichtsratsvorsitzender…

WAZ Bochum:

WAZ Bochum: Interview mit Ernst-Otto Stüber… womit wir bei Ernst-Otto Stüber wären – dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden des VfL Bochum.

In der heutigen Ausgabe der WAZ Bochum ist ein Interview mit ihm zu lesen (siehe Abbildung bzw. bei DerWesten: „VfL Bochum hat den Start verpasst!“). Dort streift er unter anderem auch das Thema „Wir sind VfL“:

Es gibt beispielsweise eine Gruppe, die sich „Wir sind VfL“ nennt. Ich sorge mich, dass sich diese bewusst von anderen abspaltet. Das darf nicht sein. Wir sind alle der VfL.

Das wundert noch mehr als der Focus-Artikel… Abgesehen davon, dass Ernst-Otto Stüber indirekt „Wir sind VfL“ verdankt (in dem Gremium, das seine Wahl empfohlen hatte, sitzt eine Vertreterin der Faninitiative), wirkt das ganze mehr als befremdlich, da die im Interview erwähnten Fortschritte wie z.B. die  Fanforen und die Satzungsdiskussion auf die Faninitiative zurückgehen.

Die Spaltungsvorwürfe erinnern fatal an die ersten Monate der Faninitiative, als „Wir sind VfL“ entsprechende Vorwürfe gemacht worden sind. Doch inzwischen sollte dieser Vorwurf eigentlich ausgeräumt sein, da die Vertreter von „Wir sind VfL“ sich auch auf allen Ebenen konstruktiv eingebracht haben. Vielleicht besucht Ernst-Otto Stüber dann auch (nach Pottblog-Informationen) erstmalig am 9. 8. September 2011 eine der Fankonferenz, um sich selbst mal ein Bild zu machen.

Was übrigens auch etwas verwundert ist die Tatsache, dass seitens der WAZ nicht bei der Spaltungsthese widersprochen wurde. Aber vielleicht liegt das daran, dass das Interview nicht von Michael Eckardt durchgeführt wurde. Dieser berichtet ansonsten primär über den VfL Bochum sowie auch Wir sind VfL und kennt sich daher entsprechend aus.


7 Kommentare »

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