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Jens Matheuszik (unterwegs) — 22. Juli 2011, 11:36 Uhr

Nach Urabstimmung: Streik der Redakteurinnen und Redakteure in NRW


Jetzt ist es amtlich:

Die Zeitungen an Rhein und Ruhr werden bestreikt. Nachdem die Verleger auf die Warnstreiks nicht so reagiert haben, wie es DJV/dju sich gewünscht haben, kam es zu einer Urabstimmung.

Der DJV dokumentiert das ganze in einer Pressemitteilung:

Urabstimmung gegen Tarifabbau, für faire Tarife: Redakteurinnen und Redakteure in NRW wollen streiken

Düsseldorf. In der am 20. und 21. Juli durchgeführten Urabstimmung in der Tarifrunde für Redakteure und Freie an Tageszeitungen haben die Mitglieder der beiden Journalisten gewerkschaften dju in ver.di  und DJV den Weg für die Durchführung von 
Streiks in Nordrhein-Westfalen frei gemacht.

98,9 Prozent der dju-Mitglieder, die an der Urabstimmung teilnahmen, votierten für einen Arbeitskampf. Beim DJV waren es 98,5 Prozent. Damit wurden die erforderlichen Zustimmungs quoren von 75 Prozent (dju in ver.di) bzw. zwei Dritteln (DJV) deutlich übertroffen.

Die Urabstimmung wurde landesweit bei mehr als 2 Dutzend Titeln nordrhein-westfälischer Tageszeitungen durchgeführt.

Da die Urabstimmung von Warnstreiks seit Mittwoch (20. Juli) begleitet wurde, die bis einschließlich Sonntag (24. Juli) fortgesetzt werden, ist  in den kommenden Tagen mit erheblichen Beeinträchtigungen in der Berichterstattung der betroffenen Zeitungen zu rechnen.

Die weiteren Streikmaßnahmen werden ver.di und der DJV mit ihren Mitgliedern entwickeln.
Vieles ist durch die große Zustimmung bei der Urabstimmung möglich geworden.

Bei Kundgebungen und Streikversammlungen hatten allein am 20. Juli in Schwerte und in Bielefeld annähernd 600 Streikende ihren Protest gegen die Position des BDZV deutlich gemacht. Zusätzlich wurde auch in anderen Orten in Nordrhein-Westfalen mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert, warum Journalistinnen und Journalisten für ihre Belange auf die Straße gehen. Die dju in ver.di und der DJV fordern u.a. den Erhalt des Manteltarifvertrages und Gehaltserhöhungen von vier Prozent.

Ein „Dumping-Tarif“ für Neueingestellte wird kategorisch abgelehnt.

Das verwendete Bild des Zeitungsstapels stammt vom Wikimedia Commons-Nutzer Frank Schulenburg, steht unter der CC-BY-SA-Lizenz und wurde dem Archiv Wikimedia Commons entnommen.


2 Kommentare »

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