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Jens Matheuszik — 12. März 2011, 18:13 Uhr

Protest gegen Maulkorb: Blogger unterliegt Diözese Regensburg vor dem Hamburger Landgericht


Stefan Aigner vom Blog regensburg-digital.de hat vor dem Landgericht Hamburg gegen die Diözese Regensburg verloren. Dabei ging es um eine Formulierung, die der katholischen Kirche im Rahmen der Berichterstattung des Bloggers über Mißbrauchsfälle mißfiel.

Siehe dazu auch den Bericht bei regensburg-digital.de, dem Netzwerk istlokal.de, den Ruhrbaronen und bei netzpolitik.org.

Bei netzpolitik.org gibt es in einem Kommentar übrigens den sehr interessanten Verweis auf den Welt-Artikel Auch eine Predigt muss sich an die Wahrheit halten, wo es ebenfalls um die besagte Diözese Regensburg geht. Dort behält sich der Bischof vor, in seinen Predigten Unwahrheiten über ihm – meiner Meinung nach anscheinend – mißliebigen Personen zu verbreiten, da ansonsten seine Predigtfreiheit gefährdet sei…

Nach dem Verfahren gegen Stefan Aigner gab es eine Erklärung des Sprechers des Bistums Regensburg (siehe hier). Diese kann man zum Thema „Predigtfreiheit“ auch gut als Grundlage für eine Erklärung verwenden (die veränderten Begriffe sind fett markiert):

„Wenn der Bischof nun behauptet, die Predigtfreiheit zu verteidigen, führt er die Öffentlichkeit hinters Licht. Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen Meinungen und unwahren Behauptungen. Der Bischof schützt nicht die Predigtfreiheit, sondern er fordert für sich das Vorrecht, über Dritte unwahre und herabwürdigende Tatsachen verbreiten zu dürfen, die mit Nichts zu belegen sind. Ein solches Sonderrecht steht Niemandem zu. Und das ist recht so.“


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