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Jens Matheuszik — 12. März 2011, 22:19 Uhr

Felix Magath erhält Vorladung zum Aufsichtsrat von FC Schalke 04: Mögliche Entlassung steht bevor (und die Rolle der WAZ-Mediengruppe)


Felix Magath, seines Zeichens Trainer, Manager und Vorstandsmitglied des FC Schalke 04 soll den Verein verlassen – so wird es seit einigen Tagen kolportiert.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtete vor einigen Tagen exklusiv darüber – siehe auch den Artikel: Magaths Aus auf Schalke ist beschlossene Sache (dazu aber am Ende des Artikels mehr).

Doch so einfach ist das mit dem Entlassen von Felix Magath gar nicht – denn er ist nicht einfach nur Trainer und Manager, sondern auch Mitglied des Vorstandes.
Dort ist er nicht nur für die Bereiche Sport und Kommunikation verantwortlich, sondern auch als Vorstandssprecher tätig. Als Vorstandsmitglied kann er nicht einfach so entlassen werden, da das ganze im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung beschlossen werden muss. Außerdem muss Felix Magath vorher angehört werden.

Dass mit seiner Abberufung dennoch zu rechnen war und ist, zeichnete sich in den letzten Stunden ab, da beispielsweise Schalkes Pressesprecher gehen musste. Dittrich gilt als Vertrauter von Felix Magath und kam mit ihm von Wolfsburg nach Schalke.
Laut Magaths Aussagen bei Sky heute, wurde er über den Abgang Dittrichs nicht vom Verein informiert – stattdessen von seinem Sohn, der das im Fernsehen gesehen hatte. Als er daraufhin Dittrich kontaktierte, wusste auch dieser nichts davon…

Jetzt berichtet der Kicker, dass „dem Trainer und Manager nach dem 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt die Einladung zu einer Sondersitzung des Aufsichtsrates am Mittwoch überreicht [wurde“.

Dem Bericht zufolge stehen eine Anhörung und eine mögliche Abberufung von Felix Magath aus seiner Position als Vorstandsmitglied auf der Tagesordnung. Damit wäre dann auch das satzungsgemäße Vorgehen beschrieben.

Zur besonderen Rolle der WAZ-Mediengruppe:

Der oben erwähnte Artikel der WAZ brachte ihr einerseits Lob und andererseits Kritik ein. Einerseits natürlich Lob, weil das eine Exklusivgeschichte zum FC Schalke 04 war, die ausnahmsweise mal nicht zu erst in der BILD-Zeitung zu lesen war, sondern in der WAZ. Dabei ist natürlich die Frage interessant, woher die WAZ die Information aus den Kreisen des Aufsichtsrates hat. Wenn man sich die Mitglieder des Aufsichtsrates anschaut, dann könnte man schon auf eine gewisse Idee kommen…

Der Artikel wurde deswegen kritisiert, da er Unruhe in den Verein gebracht hätte. Fans beschwerten sich, dass die WAZ so etwas am Tag des Champions League-Spieles bringen würde. Die Kritik daran griff niemand geringeres als WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz selbst auf, der im Artikel In eigener Sache: Brief an die Schalke-Fans (aber auch im eigenen „Blog“ Reitzthema) sich an die Fans wandte.

Zu diesem Artikel hat übrigens Stefan Niggemeier in seinem Beitrag Ein Dogma muss kein Dogma sein alles notwendige gesagt und die Dehnbarkeit von Dogmen bei der WAZ gut dargestellt…

Das verwendete Bild von Felix Magath stammt vom Wikimedia Commons-Nutzer Memorino, steht unter der CC-BY-SA-Lizenz und wurde dem Archiv Wikimedia Commons entnommen.


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