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Jens Matheuszik — 9. Januar 2011, 18:23 Uhr

HTC Mozart 7 (Windows Phone 7) und MacOS X: Was geht, was geht nicht


Natürlich ist es erstmal ein wenig ungewöhnlich, wenn man das HTC Mozart 7 mit einem Computer verbinden möchte, auf dem Apples Betriebssystem MacOS X läuft. Schließlich handelt es sich beim Mozart um ein Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 7 (WP7) von Microsoft und daher könnte man vermuten, dass es am ehesten mit der Windows-Plattform zusammenarbeitet.

Ohne diesem Beitrag jetzt völlig vorgreifen zu wollen (auch wenn wir schon mitten drin sind!): Ja, es stimmt – die Anbindung von WP7 an MacOS X ist … nun ja … optimierungsfähig um es mal euphemistisch auszudrücken.

Windows Phone Connector for Mac

Auf der Internet-Seite von Microsoft kann man sich den Windows Phone 7 Mac Connector herunterladen, der zumindestens eine rudimentäre Anbindung ermöglicht.

Bilder, Musik, Podcasts und Videos

Rudimentär heißt in diesem Fall, dass Bilder, Musik, Podcasts und Videos übertragen werden können. Aber auch nicht immer. Am einfachsten ist es natürlich bei den Fotos, denn die Connector-Software greift hier auf die iPhoto-Bibliothek zurück, so dass man dort Ereignisse und Fotoalben auswählen kann. Im Fall der Musik (und Videos) wird iTunes genutzt und hier klappt die Übertragung eigentlich auch relativ gut. Laut der Software werden nur die Songs übertragen, die nicht per Digital Rights Management (DRM) geschützt sind. Die entsprechend DRM-geschützten Titel werden im Connector auch erst gar nicht angezeigt. Das das ganze nur „eigentlich“ gut klappt, liegt daran, dass ich ein paar mal Fehlermeldungen hatte, wonach ich bestimmte Lieder nicht übertragen konnte – beim nächsten Sync-Versuch klappte es dann aber doch.

Bei den Videos war es ähnlich – DRM-geschützte Stücke wurden erst gar nicht angezeigt, bei den anderen Videos fand ich es jedoch eher merkwürdig, dass manche Videos zwar nicht abgespielt werden konnten, aber in der Videoübersicht mit ihren Vorschaubildern ganz normal angezeigt wurden.

Kontakte, Termine

Das was mir persönlich bei einem Smartphone am wichtigsten ist, ist das Verwalten von Kontakten und Terminen. Wenn ich unterwegs bin notiere ich mir oft Termine, die ich dann immer wieder mit meinem Rechner synchronisiere, damit ich immer auf dem aktuellsten Stand bin. Auch wenn ich unterwegs mal eine neue Handynummer notiere finde ich es gut, dass ich sie über die Synchronisation ohne Probleme auf dem Handy als auch auf dem Rechner habe.

Das Problem mit WP7: Das funktioniert (nicht nur mit dem Mac) so leider nicht. Denn so wie es aussieht (ich habe das ganze ja nicht mit Windows ausprobiert), funktioniert das nur über das Netz und Windows Live vernünftig. Mit dem Mac hätte man nur die Möglichkeit über Umwege wie beispielsweise Google das ganze zu erledigen. Irgendwie schon merkwürdig, dass man auf einem Windows-Handy zur Synchronisation mit Apple die Dienste von Google benötigt. Fehlt nur noch, dass man dafür die BlackBerry-Software benötigt.

Jedoch kann WP7 sich sehr gut mit Facebook verbinden lassen (naja, wundert nicht – denn Microsoft gehört ja auch den Anteilseignern von Facebook) und die Integration von Facebook in WP7 finde ich gar nicht mal schlecht. Nicht umsonst wirbt Microsoft in Sachen WP7 vor allem mit der Facebook-Integration, aber mal ehrlich: Wer hat alle seine Kontakte bei Facebook gespeichert?

Bewertung der Mac-Kompatibilität von WP7

Angesichts meiner ursprünglichen Befürchtungen (nach dem Motto: da geht nichts!) ist es gar nicht mal so schlecht, dass man wenigstens einen Großteil der Multimedia-Inhalte zwischen Mac und WP7 synchronisieren kann. Sobald die Microsoft-Software Zune, die auf Windows-Plattformen für die Synchronisation zuständig ist, auch mit MacOS X läuft (bei phoneseven.de wird von entsprechenden Gerüchten berichtet), wäre das wahrscheinlich noch besser möglich.
Übrigens: Mit der Connector-Software kann man sich Details zu den gespeicherten Inhalte auf dem Handy anschauen.

Das jedoch gerade bei so essentiellen Dingen wie dem Kalender und den Kontakten keine Synchronisation auf normalen Wege möglich ist, ist meiner Meinung nach ein sehr großer Nachteil. Man stelle sich mal vor, wie die Windows-Besitzer reagieren würden, wenn deren iPhone die gespeicherten Adressen und Termine nicht mit Windows synchroniseren würde – da wäre der Aufschrei groß.


5 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by rantanplan @ 9. Januar 2011, 18:48 Uhr

    Ich weiß ja nicht, wie genau die Lösung mit Windows Live aussieht, aber das scheint mir neben Google sowieso das einzig vernünftige zu sein.
    Ich hätte um ehrlich zu sein nicht erwartet, dass noch irgendwer seine Termine und Kontakte im Jahr 2011 per Kabel zwischen PC und Smartphone synchronisiert.


  2. (2) Kommentar by Ulrich Voß @ 9. Januar 2011, 21:36 Uhr

    Uh oh. Das ist ja schlecht …


  3. (3) Kommentar by Alfred @ 10. Januar 2011, 09:51 Uhr

    Hallo,
    danke für den informativen und interessanten Artikel, werd mir das ganze mal genauer anschauen und das Synchronisieren meiner daten durchführen, irgendwie haperts da immer einwenig -.-!

    Gruß
    Alfred


  4. (4) Pingback by Der Weg zur besten Synchronisierung der Kalender (Apple iCal unter Mac OS X/iOS & ggf. Google Calendar)? » Pottblog @ 10. Januar 2011, 10:24 Uhr

    […] Ich gebe zu, dass ich auch erst durch den Test des HTC Mozart 7 unter Windows Phone 7 jetzt dazu motiviert wurde, mal meine mobile Kalendersynchronisation zu optimieren… Bisher […]


  5. (5) Kommentar by Jens @ 15. Januar 2011, 14:12 Uhr

    @rantanplan (1):
    Anja, nahezu alle iPhone-User machen das noch so. Außer sie buchen das kostenpflichtige MobileMe oder ähnliche Dienste.

    @Ulrich Voß (2):
    Jup.


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