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Jens Matheuszik — 11. Oktober 2010, 21:50 Uhr

Wir sind VfL: 9 Punkte zur aktuellen Situation beim VfL Bochum: Fans gefordert, Verwunderung über Prof. Dr. Klaus-Peter Schütt (stv. AR-Boss)


Wir sind VfLEine Woche ist es her – die jetzt schon berühmt-berüchtigte Jahreshauptversammlung des VfL Bochum, in deren Verlauf Werner Altegoer als Aufsichtsratsvorsitzender zurücktrat. Bei der eigentlich nur als Formalie zu betrachtenden Entlastung des Aufsichtsrates kam es zu Turbulenzen, die dann in einer nicht-Entlastung und einer wahren Rücktrittskaskade von Aufsichtsratsmitgliedern endete (siehe dazu auch den Beitrag Jahreshauptversammlung des VfL Bochum: Halber Aufsichtsrat um Boss Werner Altegoer zurückgetreten, Frank Goosen aber gewählt).

Damit stand nicht nur der VfL Bochum selbst vor einem Scherbenhaufen, sondern auch die Faninitiative Wir sind VfL. Diese hatte sich vor einigen Monaten gebildet und fordert mehr Mitsprachemöglichkeit. Der Rücktritt des größten Teils des Aufsichtsrates arf die Initiative in ihren Zielen zurück, denn schließlich kam es aufgrund der Situation bei der Jahreshauptversammlung erst gar nicht mehr zur Diskussion über die von der Initiative formulierten Anträge, die Bildung der geplanten Satzungskommission usw. Gerüchten zufolge soll sogar Bochums Boss Werner Altegoer in den letzten Wochen sich immer mehr mit einzelnen Zielen der Faninitiative angefreundet haben.

Aufgrund der neuen Situation traf man sich seitens Wir sind VfL heute abend an der Castroper Straße und stellte gemeinsam mit weiteren Fans und Mitgliedern des VfL Bochum 9 Punkte zur aktuellen Situation beim VfL Bochum auf:

9 Punkte zur aktuellen Situation beim VfL Bochum auf

  1. Fanunterstützung gefordert
    Die Anhänger, Fans und Mitglieder des VfL Bochums werden aufgefordert, ein Zeichen der Unterstützung dem VfL Bochum gegenüber zu zeigen. Das heißt, es werden alle aufgefordert das kommende Spiel gegen Alemannia Aachen1 zu besuchen und den eigenen Verein aktiv zu unterstützen.
  2. Verwunderung über Prof. Dr. Klaus-Peter Schütt
    Man zeigt sich sehr verwundert darüber, dass – entgegen den Aussagen des Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Altegoer – der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Klaus-Peter Schütt anscheinend doch nicht zurückgetreten ist, da die nicht-Entlastung des bisherigen Aufsichtsrates sich auch gegen ihn richtete. Daher werden hier überfällige Schritte verlangt…
  3. Außerordentliche Jahreshauptversammlung noch in 2010
    Die durch den Rücktritt von Werner Altegoer & Co. notwendig gewordene außerordentliche Jahreshauptversammlung soll noch in diesem Jahr stattfinden. Es mag zwar sein, dass der Aufsichtsrat auch jetzt noch handlungsfähig ist – aber der neu zu wählende Aufsichtsrat soll nicht mit Entscheidungen leben, die noch der alte Aufsichtsrat getroffen ist. Hinsichtlich der Transferperiode ist daher ein angeblich anvisierter Termin im Januar 2011 für die außerordentliche Jahreshauptversammlung zu spät.
  4. Einzelwahl der neuen Aufsichtsratsmitglieder
    Die neuen Aufsichtsratsmitglieder sollen einzeln gewählt werden, es soll keine „en bloc“-Wahl geben. Diese ist aber auch nur – siehe § 18 Nr. 1 (a) der Satzung des VfL Bochum – für die „ordnungsgemäße“ Wahl des Aufsichtsrates vorgesehen, in diesem Fall handelt es sich aber um Nachwahlen.
  5. Satzungskommission soll weiter eingesetzt werden
    Ursprünglich war es geplant, dass es eine Satzungskommission geben soll, die sich einer möglichen Änderung der Vereinssatzung widmen sollte. Dies ist durch die turbulenten Ergebnisse der Jahreshauptversammlung obsolet geworden. Denn an diesem Abend trat auch das Aufsichtsratsmitglied Gerd Kirchhoff zurück, aber eigentlich sollte er ein Teil der Satzungskommission sein. Gefordert wird daher, dass der neue Aufsichtsrat direkt nach seiner Konstituierung die Satzungsdiskussion wieder zum Thema macht.
  6. Vorbehalt von Vorschlägen für den Wahlausschuss
    Die Faninitiative behält sich vor Vorschläge für den Aufsichtsrat dem Wahlausschuss einzureichen. Der Wahlausschuss soll gemäß § 17 der Satzung der Mitgliederversammlung Kandidaten für den Aufsichtsrat vorschlagen.
  7. Zeitnahe Fankonferenz nach der Jahreshauptversammlung
    Wir sind VfL möchte zeitnah zur Anknüpfung an die Jahreshauptversammlung eine Fankonferenz durchführen, bei der sich Fans, Mitglieder und Vereinsvertreter aussprechen können.
  8. Weitere Fankonferenz vor der außerordentlichen Jahreshauptversammlung
    Vor der außerordentlichen Jahreshauptversammlung soll eine weitere Fankonferenz durchgeführt werden, um mit der designierten Vereinsführung über die Zukunft des VfL Bochum zu diskutieren und um zu erfahren, welche Vorstellungen die designierte Vereinsführung hat.
  9. Beibehaltung aller Forderungen
    Die bisher aufgestellten Forderungen hält die Initiative Wir sind VfL weiterhin aufrecht. Insbesondere die Diskussion um das Leitbild ist – wie die turbulente Jahreshauptversammlung am vergangenen Montag bewiesen hat – immer noch notwendig.

(siehe dazu auch wirsindvfl.de)

Kommentar: Richtig so, „Wir sind VfL“ behält das Heft des Handelns!

Das ganze klingt sehr offensiv, und das wo es gerade mal keine Woche her ist, dass Werner Altegoers Rücktritt die Jahreshauptversammlung erschütterte. Aber im Grunde genommen sind die Forderungen insgesamt richtig, wichtig – und vor allem auch größtenteils selbstverständlich.

Es ist natürlich selbstverständlich, dass man als Fan des VfL Bochum seinen Verein beim nächsten Heimspiel zu Aachen zu unterstützen hat. Auch wenn es dem Verein gerade eher sch…lecht geht, ist die Unterstützung der Fans wichtig. Eigentlich schade, dass man so etwas besonders betonen muss – aber wenn man sich die durchschnittlichen Zuschauerzahlen bei Heimspielen des VfL Bochum anschaut, dann ist das wirklich notwendig.

Interesant ist jedoch vor allem der zweite Punkt – die Personalie Prof. Dr. Klaus-Peter Schütt:
Ursprünglich wurde sein Rücktritt schon verkündigt, aber nachher gab es dazu eher Schweigen. Das ganze wirkt auf Beobachter eher merkwürdig und all die Begründungen, die bei Werner Altegoer und den anderen zurückgetretenen Aufsichtsratsmitgliedern zu hören waren, gelten auch 1:1 für Prof. Dr. Schütt. Es ist wohl nur der Freundlichkeit der Initiative zu verdanken, dass man die Rücktrittsforderung nett verpackt und umschreibt.

Die Initiative „Wir sind VfL“ hat in den vergangenen Monaten schon viel konstruktives bewirkt – es wäre falsch, wenn man jetzt auf halber Strecke stehen bleiben würde.

  1. Sonntag, den 24.10.2010 um 13:30 Uhr []

3 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Kai @ 11. Oktober 2010, 22:26 Uhr

    Richtig so! Es wäre doch idiotisch, wenn jetzt die guten Ideen von wirsindvfl unter den Tisch fallen würden.

    Das mit dem Prof. Dr. Schütt wundert mich aber, ich ging immer davon aus, dass er zurückgetreten sei. Im RS stand das doch auch, und man kann über den RS sagen was man will: Dort ist man gut über den VfL Bochum informiert!


  2. (2) Kommentar by Jens Peter @ 12. Oktober 2010, 22:17 Uhr

    Hachh,
    als alter Bochumer (ich habe dort viele Jahre gelebt nun leider im hohen Norden seufz) tut es schon traurig. Der Vfl war nie eine Mannschaft oder ein Management bei dem man sicher sein konnte wo sie nächste Saison spielen. Manchmal glaube ich das einfach die Zeichen der Zeit verpasst worden sind. Siehe Hoffenheim, siehe Mainz, alles Vereine die auch nicht grade die Mio eine FC Bayern parat haben. Von denen sollte man sich vielleicht was abgucken und auch umsetzen. Dann kann ich vielleicht bei meinem nächsten Besuch im Pott mal wieder Bundesligaathmosspähre schnuppern.
    Heulllllll i will back to the pott.


  3. (3) Kommentar by Jens @ 13. Oktober 2010, 18:38 Uhr

    @Kai (1):
    Da waren dann RS und andere (ich glaube ich auch) falsch informiert.


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