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Jens Matheuszik — 8. Oktober 2010, 06:29 Uhr

Cinemaxx in Essen (The Social Network für 9,- Euro): Bild und Ton mehrfach weg, Filmabbruch, Personal kümmerte sich anscheinend nicht…


Eintrittskarten Cinemaxx Essen "The Social Network"Eigentlich sollte es ein ganz schöner Filmabend mit The Social Network werden, den Film, der quasi die filmerische Entstehungsgeschichte von Facebook darstellt.

Leider hat das Cinemaxx Essen am Berliner Platz bzw. Limbecker Platz uns (insgesamt waren wir in einer Gruppe von acht Personen, die sich via Twitter hierfür verabredet hatte) so ziemlich den gesamten Abend versaut!

Wie es dazu kam, will ich kurz – ich muss ja auch noch ins Büro – darlegen:

Abholen der Karten

Donnerstag, ca. 19:20 Uhr. Abgesehen von irgendeiner Sonderveranstaltung für Villeroy und Boch, die den Eingangsbereich des Cinemaxx ungünstig blockierte (bzw. die Personen, die wegen dieser Aktion dort anstanden) ist dieser Zeitpunkt meiner Meinung nach nicht der allerbeste, um erstmal nur eine Kasse auf zu haben. Wobei nicht nur eine Kasse besetzt war – denn neben dem mittleren Schalter war auch ein weiterer belegt, aber die Mitarbeiterin arbeitete dort so hockonzentriert an ihrem Rechner, dass sie die Massen an Leuten, die dort Geld zahlen wollten, erst einmal ignorierte. Erst als wir fast schon am Ziel der langen Schlange waren, wurden die beiden Schalter neben der mittigen Kasse auch für das gemeine Volk geöffnet.

Hornbach und weitere Werbung

Wenn man bedenkt, das man 9,- Euro für das Ticket bezahlt hat, dann ist es natürlich besonders toll, wenn man insgesamt gesehen ungefähr eine dreiviertel Stunde Werbung vorher sieht. Unter anderem eine mehrere Minuten lange Hornbach-Werbung, die die mich persönlich einfach nur nervte – schade, dass die Richtlinien für die Menge von Werbung aus dem Privatfernsehen nicht auch im Kino gelten, denn dann hätte das ganze meiner Meinung nach nicht so lange sein dürfen.

21:42 Uhr: Bild und Ton weg (zum 1. Mal)

Rund eineinviertel Stunde nach Filmbeginn, der dann doch nach langwieriger Werbung mal angelaufen ist ((geschätzt um ca. 20:30 Uhr, also eine dreiviertel Stunde(!) nach offiziellem Filmbeginn)), blieb erst die Leinwand schwarz und kurze Zeit später war dann auch der Ton weg. Dies war der Moment, wo die Leute noch scherzten und lachten. Seien wir auch mal ehrlich: Natürlich können solche technischen Probleme mal passieren. Im gesamten Saal wurde es lauter und die Zuschauer aus der letzten Reihe klopften mehrfach an die Scheibe zum Vorführraum, bis es dann plötzlich etwas heller wurde (die Lichter im Kino gingen teilweise an). Einige Augenblicke später ging es mit dem Film weiter. Aber anstatt dass der Film ein paar Sekunden/Minuten zurückgespult wurde, ging es „nahtlos“ an der Stelle weiter, wo die Tonübertragung endete. Sprich: Einiges der Bilder fehlte – und wenn ich den Ton richtig verstanden habe, waren das schon Szenen, wo man etwas mehr als die Hörbuchfassung hören wollte…
Bei allem Verständnis für mögliche technische Probleme, die mal auftreten können – ich fand es merkwürdig, dass niemand vom Cinemaxx in den Saal kam und a) sich für die Probleme entschuldigte und b) erklärte wann und wie es weitergeht.
Die Personen, die beispielsweise den Saal in Richtung Toilette oder ähnliches verließen, verpassten durch den plötzlichen erneuten Start auch was vom Film.

21:52 Uhr: Bild und Ton weg (zum 2. Mal)

Der Film lief wieder, aber nicht einmal zehn Minuten später war wieder erst das Bild weg, dann lief eine gewisse Zeit nur die Hörbuch-Variante des Filmes und dann war auch der Ton wieder weg. Das selbe Spielchen wie beim ersten Mal, wobei die Aufregung diesmal größer war. Doch durch lautes Bemerkbarmachen im Saal hatte das Cinemaxx das wohl wieder mitbekommen und versucht die Probleme zu lösen. Natürlich wieder in der zuschauerunfreundlichen Art – sprich: Der Film startete wieder an der zuletzt unterbrochenen Stelle, gewisse Schlüsselszenen hatte man also wieder einmal verpasst und sie wurden auch nicht wiederholt, wie es angemessen war. Es ist nicht notwendig noch einmal zu erwähnen, dass auch diesmal niemand von Cinemaxx sich an die zahlenden Gäste wandte.

22:25 Uhr: Bild und Ton weg (zum 3. Mal)

Diesmal hielt die Filmrolle etwas länger aus, es sollte rund eine halbe Stunde dauern, bis zum dritten Mal der Film unterbrochen wurde. Dass die Zuschauer inzwischen das ganze absolut nicht mehr witzig fanden, dürfte klar sein. Diesmal dauerte es auch deutlich länger als vorher, bis aus der Hörspielvariante wieder ein richtiger Film wurde. An sich nicht notwendig es zu erwähnen: Aber natürlich war wieder niemand vom Cinemaxx im Saal um sich zu entschuldigen, was zu erklären oder sich einfach um die zahlende Kundschaft zu kümmern..

22:28 Uhr: Bild und Ton weg (zum 4. Mal)

Der erneute Versuch den Film anzuwerfen hielt diesmal so richtig lange, denn es war nur kurze Zeit später, als dann zum vierten Mal der Film unterbrochen wurde. Die Stimmung im Saal war natürlich schon längst gekippt, das Murren wurde immer lauter und die ersten Gäste begannen das Kino zu verlassen. Wir blieben noch sitzen, wir hatten schließlich für einen Kinofilm bezahlt und wollten den sehen.

22:35 Uhr (?): Der Vorhang geht zu…

Einige Minuten später, das Kino hatte sich schon deutlich geleert, war klar, dass das Cinemaxx nicht mehr in der Lage sein würde, den Film abzuspielen. Das wurde dem zahlenden Publikum nicht durch irgendjemanden vom Personal mitgeteilt, sondern ejher mit dem Holzhammer – denn der Vorhang vor der Leinwand wurde zugezogen und das Licht im Saal ging wieder an. Das war dann auch der Zeitpunkt, wo wir den Saal 2 des Cinemaxx in Essen verließen. Wir hatten 9,- Euro gezahlt um „The Social Network“ zu bezahlen, das einzige was wir vollständig gesehen haben war rund eine dreiviertel Stunde Werbung…

Das Problem via Twitter und @Cinemaxx

In den Zwangspausen zückte ein Großteil der Besucher die Handys (auch ich gehörte dazu) und während beim ersten Mal das ganze ja auch noch eine zwar lästige, aber nun mal zu akzeptierende, Unterbrechung war, änderte sich die Stimmungslage von Abbruch zu Abbruch umso mehr. Interessnt war dann auch, dass irgendwann @Cinemaxx, der offizielle Twitter-Account des Cinemaxx, reagierte. Mir ist natürlich klar, dass die Person, die hinter diesem Account steht nichts für diese Probleme kann, aber die Aussage, wo nach der Film bei solchen Problemen eigentlich zurückgespult wird, war leider – wie sich mehrfach zeite! – falsch.
Was ich irritierend fand – ich habe auf meine Tweets über das Problem mehrere Rückmeldungen erhalten, dass das anscheinend öfters passiert…

Versuch das Eintrittsgeld wieder zu bekommen

Als wir dann doch aus dem Kino gingen, obwohl wir ja eigentlich nichts anderes wollten als den Film für die teuren 9,- Euro komplett zu sehen, war an der Kasse nur ein Schalter offen und davor stand ungefähr eine dreistellige Anzahl von Personen (die ja vorher ‚rausgegangen waren) vor uns in einer Schlange Masse. Im übrigen sah man, als man den Saal verlassen hatte auch endlich mal ein paar Mitarbeiter des Cinemaxx – man hatte ja vorher schon fast befürchten mussen, dass kein Mensch aus Fleisch und Blut da sei…

Abbruch nach 30 Minuten Warten

In cinemaxx’scher Tradition brachen wir nach rund einer Viertelstunde, wo sich nicht wirklich etwas in der Schlange Masse vor dem einzeln besetzten Kassenschalter tat, das ganze ab. Man hat ja nicht wirklich Lust erst einmal 9,- Euro für ein Ticket zu zahlen um dann ewig lange irgendwo anzustehen. Bei der Geschwindigkeit, die dort an den Tag gelegt wurde, hätte es wahrscheinlich bis nach Mitternacht gedauert, bis man dran gekommen wäre, aber es soll ja auch noch Leute geben, die berufstätig sind und am nächsten Morgen früh ‚raus müssen ((bei den Preisen die das Cinemaxx nimmt, muss man ja eigentlich auch berufstätig sein)).

Irgendwer (natürlich niemand vom Cinemaxx…) sagte, man könne das ganze auch noch am nächsten Tag (also heute) regeln. Dafür habe ich aber keine Zeit, ich fahre jetzt nicht von Bochum oder gar Olfen wieder nach Essen, nur um da irgendwas zu regeln.

Meine persönlichen Hauptkritikpunkte

Wie gesagt, technische Fehler können passieren. Niemand ist perfekt und Technik kann auch mal Probleme machen. Mit „mal“ meine ich aber eher „einmal“ denn „viermal“. Was ich jedoch so richtig scheiße ((normalerweise benutze ich solche Worte hier nicht)) finde ist, dass nicht einmal irgendjemand vom Cinemaxx-Personal sich zum Problem geäußert hat, um Verständnis warb und sich für den Mist entschuldigte. Das lag nicht daran, dass niemand da war – nachdem wir dann den Saal verlassen hatten, sahen wir einige Cinemaxx-Mitarbeiter herumlaufen.

Was ich auch absolut unverständlich finde: Nachdem ja – durch lautstarkes Bemerkbar machen, Klopfen an der Glasscheibe zum Projektorraum usw. – bekannt war, dass es Probleme gab, hat niemand der anwesenden Mitarbeiter sich bemüßigt gefühlt zu schauen, ob der Film jetzt wirklich läuft. Okay, nach dem ersten Abbruch war es vielleicht noch nicht notwendig, aber ab dem zweiten Abbruch hätte ich dann doch entweder einen Mitarbeiter im Projektorraum oder im Saal das ganze beobachten lassen. Wobei das mit dem Saal eventuell bedeutet hätte, dass die entsprechende Person Kundenkontakt gehabt hätte…

Schlußendlich – und das war meiner Meinung nach der traurige Abschluß des Abends – ist es meiner Meinung nach schon ziemlich doof, wenn man sich an den einen(!) besetzten Schalter wenden möchte, aber irgendwelche dreistelligen(?) Menschenmassen vor einem stehen und sich nichts tut. Leute die wie wir bis nahezu zum Schluss im Kinosaal geblieben sind, hatten jetzt natürlich Pech. Wahrscheinlich haben die Zuschauer, die den Saal als erstes verlassen haben, schon gewusst, was da passiert bzw. was nicht passiert, und waren schlauer, als sie sofort gegangen sind.

Mit einem um 05:00 Uhr klingelnden Wecker am nächsten Morgen hatte ich keine Lust mich in eine Menschenmasse einzureihen, wo sich die ersten 15 bis 30 Minuten so gut wie nichts tat und kein Fortkommen zu erkennen war. Frustriert und sauer verließen wir daraufhin das Cinemaxx in Essen.

„The Social Network“:

Leider kann ich zu dem Film nicht viel sagen – das Ende fehlt mir und mitten drin hat man auch einiges nicht gesehen. Aber das was ich gesehen habe fand ich schon gut und gerade das ärgert mich umso mehr, denn wenn ich das alles eher doof gefunden hätte, wäre ich jetzt nicht so sauer, dass mir das Cinemaxx dieses Filmvergnüngen vermiest hat.

PS: A propos Cinemaxx: Das ist die Kinokette, wo der Chef denkt Kino sei zu preiswert und wo man die Preise auch für 2D-Filme erhöhen möchte. Ich fand meine 9,- Euro schon zu teuer, als ich noch davon ausging, dass nicht nur die nervige Hornbach-Werbung das einzige filmähnliche sei, was ich komplett und ohne technische Probleme sehen würde…


38 Kommentare »

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