Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik (unterwegs) — 28. September 2010, 16:03 Uhr

NRW-Landesregierung bekräftigt schwarz-gelbe Entscheidung zum Gesundheitscampus in Bochum


Eigentlich war ja schon alles klar – der Gesundheitscampus, der alle landeseigenen Einrichtungen aus dem Gesundheitssektor an einem Standort bündelt, sollte nach Bochum kommen. Vor kurzem wurden auch schon die ersten Studierenden an der Hochschule für Gesundheit begrüßt.

Doch die Entscheidung für den Gesundheitscampus in Bochum, die noch von der alten schwarz-gelben Landesregierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) getroffen wurde, fiel nicht überall auf Zustimmung – außer im Ruhrgebiet und insbesondere in Bochum selbst.

So war lange Zeit noch nicht klar, ob das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Düsseldorf überhaupt nach Bochum kommen soll.

Auch um den Umzug des in Münster beheimateten Krebsregisters, dessen neuer Standort ebenfalls für den Gesundheitscampus in Bochum geplant ist, wurde noch gekämpft. So wollte noch vor kurzem der Rat der Stadt Münster – unter Einbeziehung aller fünf Fraktionen – das Krebsregister am Standort Münster halten und appellierte dahingehend an die nordrhein-westfälische Landesregierung.

Doch die rot-grüne Landesregierung unter der jetzt neuen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat dahingehend ein Machtwort gesprochen und sich klar für den Standort Bochum beim Gesundheitscampus ausgesprochen:

So hat das Landeskabinett in seiner heutigen Sitzung beschlossen, an der Errichtung des Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen im Grundsatz festzuhalten. Damit wurde durch die rot-grüne Landesregierung der Beschluss der schwarz-gelben Vorgängerregierung vom 17. Juni 2008 bestätigt.

Gesundheitsministerin Barbara Steffens von den Grünen äußerte dazu:

„Die Verzahnung von Gesundheitspolitik mit Wissenschaft, Forschung und Lehre einerseits und Wirtschaftsförderung andererseits ist ein sinnvolles und zukunftsweisendes Konzept.“

Doch kritisierte Steffens auch noch die Vorgängerregierung, denn diese habe die Planungen zum Gesundheitscampus teilweise lückenhaft vorbereitet, so dass Nachbesserungen notwendig wurden:

„Dafür sorgt jetzt die neue Landesregierung, um den Gesundheitscampus zu einem wirklich sichtbaren Zeichen des Fortschritts und Umdenkens weiterzuentwickeln.“

Das Kabinett legte auch (erneut) fest, dass das Krebsregister NRW sowie das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) auf den Gesundheitscampus NRW in Bochum umziehen. Der sozial verträgliche Umzug des LIGA wird voraussichtlich zum Jahreswechsel 2013/2014 beginnen.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) erklärte dazu:

„Die heutige Entscheidung des Kabinetts zeigt:
Wir stehen in den wichtigen Zukunftsfragen für Verlässlichkeit und Kontinuität und halten an den bisher getroffenen Zusagen der Vorgängerregierung fest. Dies ist ein wichtiges Signal für alle Beteiligten. (…) Nachdem das Herzstück des Gesundheitscampus, die Fachhochschule für Gesundheit, in diesem Monat bereits erfolgreich an den Start gegangen ist, sind damit alle Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung des Gesundheitscampus in Bochum gestellt.“

Mit dieser Bekräftigung der Entscheidung für den Gesundheitscampus in Bochum richtet sich die Landesregierung auch explizit gegen ihre eigenen Parteifreunde beispielsweise in Münster, die (siehe oben verlinkten Bericht) von diesen Plänen nicht viel hielten und wohl auch immer noch nicht viel davon halten.


3 Kommentare »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI.

    Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website.

    Erfahre mehr über die Fehlerbehebung in WordPress.