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Jens Matheuszik — 6. September 2010, 07:23 Uhr

Horst Schiereck, Oberbürgermeister der Stadt Herne, im Video-Interview


Bereits vor einiger Zeit führte ich mit Horst Schiereck (SPD), dem Oberbürgermeister der Stadt Herne und Vorsitzenden der Verbandsversammlung beim Regionalverband Ruhr (RVR) durch.

In dem Interview wurden diverse Themen angesprochen – nicht nur die (zum Zeitpunkt des Interviews gerade vergangene) Cranger Kirmes, sondern auch die Begründung für seine reine kommunalpolitische Aktivität, mögliche Privilegien (oder eher Nachteile) als Oberbürgermeister, die Politik im Ruhrgebiet, die Kulturhauptstadt 2010 usw.usf.:

Das Video wurde aufgrund des Umfanges in zwei Teile gesplittet. Leider hat der Lichtsensor der Kamera etwas verrückt gespielt (auf dem Kontrolldisplay sah alles okay aus…), aber das entscheidende am Interview sind ja die Fragen und die Antworten, die kein „Lichtproblem“ haben…

Teil 1/2:

Persönliches, Cranger Kirmes, Love Parade 2010, Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010, touristische Höhepunkte in Herne, der Nahverkehr im Ruhrgebiet, die Herner Innenstadt, Skandallosigkeit Hernes, größte Herausforderungen auf kommunaler Ebene, die neue Landesregierung und das Verhältnis zu den Kommunen

Nach dem eingebundenen Video von YouTube kommen einige Zitate, die direkt mit der jeweiligen Frage bei YouTube verlinkt sind.

Die Idee das Stil-Leben Ruhrschnellweg A40 zu wiederholen – eventuell auf der A42 (dem Emscherschnellweg) – findet er als Oberbürgermeister einer Anrainerstadt der A42 sehr gut und erklärte dazu:

„Also ich halte sehr viel davon. Die Idee ist natürlich von Herne geklaut, das muss man wissen. Wir machen Nightlight-Dinner […] Das machen wir schon sehr viele Jahre, das heißt auf unserer Bahnhofstraße sind diese Biertischgarnituren aufgebaut und alle Vereine und Bürger können sich dran beteiligen, das heißt es gibt eine Riesentafel und von daher ist die eigentliche Idee eine Herner Idee und natürlich nur dann etwas größer kopiert worden, weil die Bahnhofstraße etwas kürzer ist als der Ruhrschnellweg.“
(Direktlink zu YouTube)

Den etwas bösen Spruch „Das beste an Herne ist die U35 nach Bochum“ verneint er und erklärte weiter:

„Mal abgesehen davon, dass das von den Stadtvätern eine gute Entscheidung war damals eine U-Bahn zu bauen. Nur leider ist dieser Gedanke nicht fortgesetzt worden und das Ruhrgebiet ist nicht vernetzt worden durch U-Bahnen und S-Bahnen, die an die Leistungsfähigkeit von Metropolen herankommen. Das war sicher ein Versäumnis der Städte, die damals hätten enger zusammenarbeiten müssen. Viele wissen, dass die U-Bahn, die nach Recklinghausen geplant war, bis zum Bahnhof, in Herne endet. Auch das ein Versäumnis unserer Vorgänger – da hätte man ein wenig weitsichtiger den Nahverkehr vernetzen können, aber was passiert ist, ist passiert. Ich glaube für die U-Bahn wird es keine Zuschüsse in der damaligen Höhe geben.“
(Direktlink zu YouTube)

Teil 2/2:

RuhrStadt Herne, Ruhrgebiet, vermeintliches Kirchturmdenken, Kaufkraftverlusten im Umland der großen Shopping-Center, Loveparade 2010 in Duisburg und 2009 in Bochum, Regionalverband Ruhr, Anforderungen an den/die Regionaldirektor/in des RVR,

Zur Idee der RuhrStadt sagte Horst Schiereck:

„Also eine wunderbare Idee, aber sie wird Utopie bleiben.“
(Direktlink zu YouTube)

Ob sich das Ruhrgebiet oder aber der RVR politisch weiter entwickeln muss, antwortete er:

„Das werden die Bürger und die Städte wissen müssen. Wenn heute noch von Buer, von Wattenscheid und von Wanne-Eickel geredet, dann muss sich natürlich jeder fragen, der über größere Einheiten spricht, ob er den Bürger dann wirklich mitnimmt in diese größeren Einheiten.“
(Direktlink zu YouTube)

Die Frage nach dem Nutzen von überregionalen Zusammenschlüssen beispielsweise bei Stadtwerken sieht er nur dann positiv beantwortet, wenn das ganze günstiger wird und nicht einfach nur neue Verwaltungsebenen geschaffen werden:

„Das ist immer dann sinnvoll, wenn man Kosten spart und wenn man für die Bürgerinnen und Bürger das Angebot ausweitet. Immer dann, wenn nur Bürokratie und Verwaltung erweitert wird, dann ist es natürlich grenzwertig. […] Ich will mal ein Beispiel heraussuchen: Unsere Verkehrsgesellschaft ist – was den Buskilometer angeht – eine der preisgünstigsten im VRR-Verbund und wenn wir mit anderen Gesellschaften uns zusammenschließen würden, bin ich davon überzeugt, dass dieser Preis pro Buskilometer, den unsere eigene Nahverkehrsgesellschaft hat, sich nicht halten lassen würde.“
(Direktlink zu YouTube)

Zu möglichen Änderungen an den gesetzlichen Grundlagen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) gefragt, antwortete er auf die Frage nach seinen Änderungswünschen wie folgt:

„Also im Augenblick habe ich noch gar keine Wünsche dahingehend. Wir müssen erstmal eine Bestandsaufnahme machen, was besser werden könnte und in welche Richtung es gehen könnte.“
(Direktlink zu YouTube)

PS: Das verwendete Bild von Horst Schiereck (am Anfang des Beitrages) stammt von der Seite ruhrparlament.de des RVR.


1 Kommentar »

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  1. (1) Pingback by Links anne Ruhr (07.09.2010) » Pottblog @ 7. September 2010, 05:24 Uhr

    […] 1995 (1) « Horst Schiereck, Oberbürgermeister der Stadt Herne, im Video-Interview   Pottblogger — 7. September 2010, 05:23 […]


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