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Jens Matheuszik (unterwegs) — 2. September 2010, 18:03 Uhr

IKEA-Katalog auf dem Apple iPad


Ende August erschien der neue IKEA-Katalog 2011 als App für das Apple iPhone und den iPod touch. Natürlich auch für das Apple iPad – im Kompatibilitätsmodus, das heißt man schaut sich entweder den Katalog in iPhone-Displaygröße mit einem dicken schwarzen Rahmen an oder aber in hochskalierter Fassung, was etwas pixelig und nicht wirklich toll aussieht.

Es wundert schon ein wenig, dass IKEA nicht auch eine Version der IKEA-App für iOS veröffentlicht hat, die mit der vollen Auflösung des Apple iPads gut klar kommt. Im Grunde genommen hätte man an der grundlegenden Funktionalität der App ja nicht viel ändern müssen.

Aber die Kritik ist bei IKEA angekommen – denn inzwischen gibt es ihn, den IKEA-Katalog auf dem Apple iPad:

IKEA-Katalog auf dem Apple iPadWie man eindrucksvoll an dem gestern aufgenommenen Bild erkennen kann, funktioniert der IKEA-Katalog auch auf dem Apple iPad. Damit möglichst jeder iPad-Besitzer das zum Laufen bekommt, verteilt IKEA momentan in einer logistischen Meisterleistung an jeden Haushalt, der keinen SPAM-Aufkleber trägt, ein entsprechendes Exemplar, welches problemlos auf dem iPad genutzt werden kann. Die Streuverluste sind wahrscheinlich kalkuliert und resultieren wohl dahingehend, dass sich immer mehr IKEA Katalog-Leser auch ein iPad kaufen, so dass gemunkelt werden kann, dass es ohne Apple selbst den IKEA-Katalog auf dem iPad gar nicht geben würde…

Zusätzlich haben sich die schlauen Schweden noch ein paar weitere Features einfallen lassen, die den IKEA-Katalog auf dem Apple iPad fürderhin zum Referenzobjekt in dieser Branche macht:

  • 3D-Lese-Effekt: Wenn man den IKEA-Katalog auf dem iPad durchblättert, hat man das absolut realistische Gefühl als ob man einen dickeren Möbelkatalog durchblättert. Da merkt man wirklich wieviel Inhalt vorhanden ist – eine schnöde Anzeige von 50-60 MB zum Herunterladen sagt doch nicht viel aus – ein dicker Wälzer in der Hand aber schon. Damit wurde die Messlatte für all die eReaders neu definiert – denn das Lesegefühl kommt so nah ans richtige Lesen heran – da merkt man eigentlich keinen Unterschied, es ist genau so gut, wenn nicht sogar „erhabener“…
  • Stromspar-Effekt: Das iPad hat zwar einen eigenen Helligkeitssensor und dämmt die Helligkeit entsprechend – aber mit dem IKEA-Katalog auf dem iPad kann man erstmals auch komplett ohne die Hintergrundbeleuchtung durch das iPad selbst lesen, wenn denn die Umgebungshelligkeit dafür ausreicht.
  • Notizbuch-Funktion: Der IKEA-Katalog auf dem iPad ermöglicht es auch, dass man sich Notizen auf den einzelnen Seiten machen kann. Das hierfür notwendige Zubehör muss – recht unorthodox für Apple – nicht als InApp-Kauf über den iTunes Store bzw. die App selbst gekauft werden, sondern kann überall erworben werden. Einziges Manko: Der Warnhinweis, dass man nicht zu sehr durchrücken sollte (bzw. am besten gar nicht) fehlt – vor allem auf den hinteren Seiten.
  • MashUp-Funktionalität: MashUps sind oft schön anzusehen, haben aber nicht immer einen tieferen Sinn. Auch das geht: Man kann fröhlich einzelne Seiten entnehmen (leider ohne korrekt arbeitende Zurück-Funktion) und auch auf die Seiten andere Inhalte applizieren, beispielsweise Werbung des örtlichen Möbelhändlers. Macht zwar keinen Sinn, sieht aber vielleicht gut aus.

Man sieht – IKEA hat sich die Kritik zu Herzen genommen und der IKEA-Katalog auf dem Apple iPad ist eine große Bereicherung. Stellt sich nur die Frage: Warum nicht gleich so?


7 Kommentare »

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