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Jens Matheuszik — 10. August 2010, 21:20 Uhr

Karl-Heinz Steinkühler (früher: Focus-Redaktionsleiter in Düsseldorf) soll laut der WAZ die Stadt Duisburg in Sachen Loveparade beraten


Die Ruhrbarone berichteten als erstes davon, dass die Stadt Duisburg für die „mediale Aufbereitung“ auf einen externen Krisenhelfer setzt. Dort heißt es dazu:

In der Krisen-PR soll die Stadt Duisburg nach den Ruhrbaronen vorliegenden Informationen auf einem externen Medienberater setzen. Engagiert worden sein soll der Berater über die Anwaltskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek. Heuking Kühn Lüer Wojtek haben in der vergangenen Woche auch einen Bericht über die Geschehnisse rund um die Loveparade verfasst, der die Stadt und OB Sauerland entlastete.
[…]
Der für Heuking tätige Journalist, dessen Name uns vorliegt, soll bis in das vergangene Jahr hinein für ein bundesweit erscheinendes Medium tätig gewesen sein und gilt in der Medienszene NRWs als gut vernetzt.

Kenner der Szene konnten da schon einen Namen vermuten. Ein Name, der da im Raume stand, wurde von der Westdeutschen Allgemeine Zeitung (WAZ) auf ihrem Internet-Portal DerWesten dann im Nachgang im Beitrag Loveparade: PR-Profi soll Duisburg helfen veröffentlicht:

Die Stadt Duisburg will sich nach Informationen dieser Zeitung von einem Medienberater in der Krisenkommunikation unterstützen lassen. Die massiv unter Druck geratene Stadtspitze um Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) will dabei auf die Dienste des Journalisten Karl-Heinz Steinkühler setzen. Der ehemalige NRW-Landeskorrespondent des Magazins Focus gilt als Journalist mit hervorragenden Kontakten in Politik- und Medienkreisen. Steinkühler betreibt inzwischen in Düsseldorf eine PR-Agentur, in der er unter anderem Politikern „Beratung in öffentlichkeitswirksamen Ausnahmesituationen“ anbietet.

Karl-Heinz Steinkühler war bis vor einiger Zeit beim Magazin Focus beschäftigt, jedoch trennten sich dann einige Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen die bisherigen gemeinsamen Wege. Dies führte – nicht nur hier im Pottblog – zu Spekulationen nach den Gründen, denn Steinkühler zeigte sich als gut informierter Journalist, der auch den einen oder anderen Skandal der (damals noch regierenden) CDU/FDP-Koalition aufdeckte.

Interessant an der Personalie Steinkühler ist vor allem, wie das ganze abläuft. Eine solche Person wird sich sicherlich nicht mal eben durch die Verfügungsmittel des Oberbürgermeisters bezahlen lassen. Denkbar wäre hier, dass es ein Gesamtpaket mit der oben genannten Rechtsanwaltskanzlei gibt, welches – wenn es denn von der Vergabe her weit genug gefasst hat – unter Umständen auch die Berufung eines Journalisten bzw. PR-Macher umfasst.

Inwiefern dieser ganze Schritt jedoch der Wahrheitsfindung dient (und es nicht nur darum geht die Rolle der Stadt Duisburg und der dort handelnden Personen möglichst schön darzustellen) sei einfach mal dahingestellt…


4 Kommentare »

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