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Jens Matheuszik — 9. August 2010, 01:04 Uhr

Heinrich Kieber: „Der Fürst. Der Dieb. Die Daten“ – das Buch/der Tatsachenbericht des Verkäufers der Steuer-CDs/DVDs aus Liechtenstein


Für den ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) war es das Geschäft seines Lebens – der Ankauf einer Steuer-CD durch bundesdeutsche Behörden, die von einem Informanten aus dem Fürstentum Liechtenstein angeboten wurde und durch deren Weitergabe zahlreiche Steuersünder entdeckt wurden – am bekanntesten dürfte hierbei der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel sein.

Die Steuer-CD, die in Wirklichkeit in der Ursprungsfassung wohl eher ein Datensicherungsband war, wurde vom Informanten Heinrich Kieber, unter anderem an den Bundesnachrichtendienst (BND) verkauft.

Bei der noch aktuellen Stern-Ausgabe ziert der anonymisierte Kieber – mit dem „Decknamen David“ – das Titelbild und im Heft gibt es ein Interview mit ihm (bei stern.de gibt es einen Bericht dazu), in dem er ankündigt ein Buch mit seinem Tatsachenbericht zur Geschichte zu veröffentlichen:

Im Interview heißt es, dass man ab dem kommenden Sonntag (ausgehend vom Stern-Erscheinen am vergangenen Donnerstag) das Buch von ihm namens Der Fürst. Der Dieb. Die Daten im Internet via Google finden könne. In diesem Tatsachenbericht wolle er beschreiben, wie er das ganze alles erlebt habe und er möchte damit versuchen seine Version der Geschichte zu erzählen.

Kieber hat seine Ankündigung wahr gemacht – und unter der Internet-Seite geld-money-argent.info das Buch als PDF-Datei veröffentlicht. Ich könnte mir vorstellen, dass da jetzt der eine oder andere Zugriff aus dem Fürstentum Liechtenstein, wo er immer noch mit einem Haftbefehl gesucht wird, erfolgen wird. Über die Seite selbst erfährt man nicht, wo sich Kieber aufhält – die Seite selbst wird übrigens in Russland bei einem Provider gehostet, der auch anonyme Bezahlung ermöglicht.

Selber gelesen habe ich das Buch noch nicht (vielleicht wird es eines der ersten eBooks auf meinem Apple iPad?), aber wie man es sich bei dem Titel (und nach Lektüre des Sterns) denken kann, ist es auch eine Abrechnung mit dem Liechtensteiner Fürsten Hans-Adam II., von dem sich Kieber anscheinend hintergangen fühlt – was wohl der Grund für die Weitergabe der vertraulichen Daten war.


14 Kommentare »

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