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Jens Matheuszik — 6. August 2010, 15:25 Uhr

CDU NRW: Armin Laschet soll neuer (halber) Jürgen Rüttgers werden


Nach der Abwahl der schwarz-gelben Landesregierung Nordrhein-Westfalens unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), machte dieser – nach einiger Zeit – den Weg für einen personellen Neuanfang frei. Während die CDU in der Oppositionszeit unter Jürgen Rüttgers die Ämter des Fraktions- und des Parteivorsitzenden in einer Person, eben Jürgen Rüttgers, bündelte, versucht man es diesmal geteilt:

Die CDU-Landtagsfraktion sprach sich knapp für den bisherigen Sozialminister Karl-Josef Laumann als Vorsitzenden aus – der jedoch keine Ambitionen hatte auch den Parteivorsitz zu übernehmen. Hierfür standen bis vor kurzem noch drei Namen zur Debatte:

Einmal der amtierende CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid, der es im Wahlkampf – zumindestens Wir in NRW zufolge – nicht ganz genau mit der Wahrheit nahm, dann der bisherige Integrationsminister Armin Laschet, der seitens der CDU-Landtagsfraktion nur für die zweite Wahl nach Laumann gehalten wurde und schlußendlich noch Norbert Röttgen, der Bundesumweltminister, der momentan aufgrund des Atomausstieges mit vielen Parteifreunden über Kreuz liegt.

Letzterer soll wohl von einzelnen Personen innerhalb der Landes-CDU verhindert werden. So erklärte Laschet erst vor zwei Tagen noch in einem Interview mit der FAZ, dass der neue Landesvorsitzende am besten auch Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen sein solle. Eine Eigenschaft, die ganz zufällig auf Armin Laschet selbst zutrifft.

Da verwundert es fast schon nicht mehr, dass jetzt bekannt gegeben wurde, dass Armin Laschet für den Vorsitz der CDU NRW kandidieren würde (siehe auch DerWesten). Interessanterweise wurde diese Personalie von Generalsekretär Andreas Krautscheid vorgestellt, der im gleichen Zug den Verzicht auf seine Kandidatur erklärte1.

Laschet, der für die CDU-Fraktion nur zweite Wahl war, wird jedoch nicht nur von Krautscheid unterstützt, sondern auch von Laumann, die sich damit beide gegen einen potentiellen Kandidaten Röttgen ausgesprochen haben. Sollte dieser nicht mehr kandidieren, braucht man auch keine Mitgliederbefragung mehr – was an der Basis gefordert wurde…

  1. und damit bei der Jungen Union, die Krautscheid zur Kandidatur aufforderte nicht gerade auf Sympathien stößt – wahrscheinlich fallen deswegen von JU-Politikern so Aussagen wie die, dass man es doof finden würde, „wenn manche Politiker keinen ‚Arsch in der Hose‘ haben“… []

2 Kommentare »

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  1. (1) Kommentar by Walter Büngener @ 10. August 2010, 09:20 Uhr

    Liebe CDU Mitglieder
    Ich habe bisher mit meinen 61 Jahren noch nie etwas anders gewählt als die CDU.
    Dann kam der „Arbeiterführer und Rauersatz „. Da hatte ich schon ein paar Probleme mit dem doch immer noch gewollten konservativen Profil der Partei.
    Laschek soll es nun machen. Liebe Leute bei der CDU, wenn das so kommt, fühlt sich der klassische CDU Wähler nicht mehr vertreten. Er vertritt doch eher den, für alte CDUler, den zu liberalen Part.
    Macht da bitte keinen Fehler und verprellt euch die letzten treuen Wähler.


  2. (2) Kommentar by Jens @ 28. August 2010, 14:15 Uhr

    @Walter Büngener (1):
    Als CDU-Mitglied könnten Sie mit entscheiden…


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