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Jens Matheuszik (unterwegs) — 5. August 2010, 14:47 Uhr

NRW-Medienministerin Angelica Schwall-Düren will Medienkompetenz der Schüler stärken


Schüler fit machen für FacebookIn der heutigen Ausgabe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) ist heute ein Interview mit Angelica Schwall-Düren (SPD), der nordrhein-westfälischen Ministerin für Bundes-, Europa- und Medienangelegenheiten, zu lesen (siehe Abbildung).

Das Interview selbst ist auch bei DerWesten, dem Internet-Portal der WAZ-Mediengruppe, verfügbar: NRW will Schüler fit machen für Facebook ((und die RP-Online bezieht sich auch darauf))

Das Interview finde ich eigentlich ganz gut, denn ich halte es schon für wichtig, wenn die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt wird. Das hier natürlich dann auch die Medienkompetenz der Kollegien gestärkt werden muss ist selbstverständlich – ansonsten machen die Schüler ihre Lehrkräfte fit für das Internet.

Ich denke, dass die Vermittlung von Wissen, welches zu mehr Medienkompetenz führt, die richtige Politik ist. Insofern begrüße ich die entsprechenden Passagen aus dem Koalitionsvertrag von SPD und Grünen für Nordrhein-Westfalen. Das halte ich auch für den deutlich besseren Weg als mit Regulierung, Sendezeitbegrenzungen im Internet und ähnlichen Mitteln es zu versuchen.

Doch am Interview kann man auch Kritikpunkte entdecken:

Das jetzt die nicht als sanftmütig bekannte Kommentatoren-Community bei DerWesten kaum ein gutes Haar an Schwall-Düren und ihren Aussagen lässt – geschenkt, denn wer die Kommentare bei DerWesten kennt, der weiß, dass es da sehr häufig ruppig zur Sache geht und weiß es entsprechend zu deuten. Das dort jedoch dann auch so Formulierungen wie „fit für Facebook“ kritisiert werden, obwohl diese gar nicht von der Ministerin stammen, sei dann nur am Rande erwähnt…

Kritik kam jedoch via Twitter – dass jedoch CDU-Landtagsabgeordnete wie Gregor Golland oder Mitglieder im Bundesvorstand der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union (JU) wie Henrik Bröckelmann die Ministerin kritisieren, ist auch nicht überraschend. Überraschend wäre es nur gewesen, wenn die Oppositionspolitiker der Ministerin zugestimmt hätten. Außerdem ist es natürlich ein Treppenwitz der Geschichte, wenn gerade Politiker aus der Partei einer Ursula von der Leyen oder aus der (Schwester-)Partei einer Beate Merk hier Kritik äußern. Und an den Umgangsformen sollten die beiden auch noch arbeiten. Aber das wundert natürlich nicht – man erinnere nur an die Stichworte „Gurkentruppe“ und „Wildsau“…

Jedoch muss ich den beiden doch ein wenig recht geben – die Kritik von Angelica Schwall-Düren am Microblogging-Dienst Twitter kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich gibt es bei Twitter auch die erwähnten Banalitäten (Stichwort: Blumenkübel für Twitter-Insider), aber die gibt es auch in anderen Medien.

Gerade an einem Medienstandort wie Nordrhein-Westfalen, wo Firmen erfolgreich Twitter nutzen, andere Firmen für Twitter Drittanwendungen entwickeln – und übrigens nicht gerade eine kleine Anzahl an politischen Entscheidungsträgern via Twitter vernetzt ist, kann man das ganze auch positiver sehen.


3 Kommentare »

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