Search:

Werbung:

Google+:

Archiv:


Jens Matheuszik — 18. Juli 2010, 21:16 Uhr

Still-Leben Ruhrschnellweg A40/B1: Mehr als drei Millionen Besucher waren bei der längsten Tafel dabei!


Still-Leben Ruhrschnellweg (Autobahnschild)Nachfolgend dokumentiere ich die offizielle Pressemitteilung zum Abschluss der Kulturhauptstadt 2010-Aktion Still-Leben Ruhrschnellweg, die am heutigen Sonntag, von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr auf der A40 bzw. B1 auf einer Länge von 60 Kilometern zwischen Duisburg und Dortmund stattfand.

Stell dir vor, es ist Kulturhauptstadt – und alle gehen hin. Oder radeln. Zum größten und schönsten Straßentheater der Welt: dem Still-Leben auf dem Ruhrschnellweg. Über drei Millionen Besucher und Bewohner der Metropole Ruhr feierten am Sonntag (18. Juli) fröhlich und friedlich.

„Der Wettergott scheint ein Ruhri zu sein“, freute sich RUHR.2010-Vorsitzender Fritz Pleitgen, „uns ist ein Ding der Unmöglichkeit gelungen.“ Sein Geschäftsführerkollege Oliver Scheytt ergänzt: „Das Zusammenwirken aller Partner hat den Effekt ausgemacht. Hier entsteht eine tolle Energie.“ Viele Gäste forderten sogar eine Wiederholung.
Beim Begegnungsfest der Nationen und Generationen hatte sich das Ruhrgebiet bunt und vital präsentiert. Mit spektakulären Projekten, aber auch mit sozialen Inhalten und künstlerischen Elementen hatten die Teilnehmer auf der so genannten Programmspur die 20.000 Tische zur Bühne der Alltagskultur gemacht. Auch auf der Mobilspur, wo alles erlaubt war, was keine Räder hat, rollte gut ein Drittel des Gesamtbesucheraufkommens: auf Einrädern und Tridems (Tandems für Drei), Rhönrädern und Rikschas und Kettcars. Mehr Fahrräder auf einen Haufen dürfte die Welt außerhalb Chinas noch nicht gesehen haben, schätzte der ADFC. Wichtiger noch: Polizei und Feuerwehr meldeten trotz des Großbetriebs keine besonderen Vorkommnisse. Die Verkehrsbetriebe registrierten 100-prozentige Auslastung und meldeten eine weitgehend reibungslose Abreise. Das Medieninteresse war ebenfalls erfreulich. Über 100 internationale Journalisten waren von China über Russland bis Japan und aus den USA angereist, um ein neues Bild einer überraschend anderen Metropole in alle Welt zu verbreiten. Auch im Internet war das Kulturhauptstadt-Ereignis das Topthema: Die meist getwitterten Suchbegriffe des Tages waren A40, Still-Leben und RUHR.2010 – auf den Plätzen eins bis drei. Rund 12.000 Helfer unterstützten das Still-Leben.

Am Morgen hatten Pleitgen und Scheytt das Still-Leben gemeinsam mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Dortmund eröffnet, wenig später ging es für die beiden Geschäftsführer in Duisburg weiter, begleitet von Verkehrsminister Harry Kurt Voigtsberger: per Rad auf der Autobahn – eskortiert von Hunderten von Inlineskatern.
Wenig später sollten die Nutzer der Mobilspur ein Deja-Vu-Erlebnis haben: Nichts ging mehr auf der A40 – Superstau sogar für Fahrradfahrer! Zeitweise mussten die Veranstalter sogar die Zugänge zu den Auf- und Ausfahrten regeln, um für Entlastung zu sorgen. Auch hier die Reaktion: verständnisvoll. Am Abend verließen die Besucher die Bahn nicht nur pünktlich mit offiziellem Veranstaltungsende, sie nahmen sogar ihren Müll mit und rückten die Tische wieder gerade!

Nachfolgend übrigens die Anschlussstelle (BO-Stadion), wo ich die A40 und damit das Still-Leben Ruhrschnellweg besucht habe:


2 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI.

  1. (1) Kommentar by Daniel Fischer @ 22. Juli 2010, 11:03 Uhr

    „… auf der Mobilspur, wo alles erlaubt war, was keine Räder hat, rollte …“ Hat wirklich noch niemand diesen kuriosen Fehler – der sich auch auf Stillleben-eigenen Webseiten tummelt – entdeckt?


  2. (2) Kommentar by Jens @ 23. Juli 2010, 16:44 Uhr

    @Daniel Fischer (1):
    Nee, lustig. Fiel mir auch jetzt erst auf. Dass das weiterverbreitet wurde, ist kein Wunder – ist ja ein Teil der offiziellen Pressemitteilung.


Schreib einen Kommentar

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden eines Kommentars wird akzeptiert, dass der angegebene Name, die eMail-Adresse und die derzeit aktuelle IP-Adresse Ihres Internetanschlusses zusammen mit dem Kommentar gespeichert wird. Weiteres hierzu in den entsprechenden Datenschutzhinweisen.