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Jens Matheuszik — 30. Mai 2010, 23:54 Uhr

Apple iPad: Offizielle 3G-Tarife der Telekom // Akkuleistung


Apple iPad 3GNachdem ich das Apple iPad am Freitag gekauft und meine ersten Eindrücke geschildert habe, geht es jetzt in der lockeren Reihe über meine Erfahrungen rund um das Apple iPad weiter.

Bevor ich zu den offiziellen 3G-Tarifen was schreibe, will ich noch vorab kurz auf die Akkukapazität eingehen. Im Test des Apple iPad Wifi+3G bei MacNotes, das die offiziellen Apple-Angaben ((bis zu neun Stunden beim 3G- bzw. UMTS-Modell, ansonsten bis zu zehn Stunden)) korrekt seien. Das kann ich weder bestätigen noch dementieren (ich hatte keine Lust mich mit der Stoppuhr hinzusetzen…).

Aber ich kann feststellen, dass das iPad eine gute Akkulaufzeit hat:
Ich habe Freitag das Apple iPad erstmals angemacht, in der Mittagspause damit gekämpft, bis ich es endlich aktiviert bekommen habe und dann am gestrigen Samstag entsetzt festgestellt, dass ich das Netzteil in Bochum vergessen habe. Danach habe ich das Gerät zwar etwas sparsamer benutzt, aber dennoch habe ich relativ viel ausprobiert, heruntergeladen, Videos mir angeschaut habe usw. usf. Dafür hat es meiner Meinung nach doch recht gut durchgehalten. Jetzt im Moment hat das iPad noch 33 % Akku-Kapazität. Insofern glaube ich schon, dass die Apple-Angaben hinhauen – das passt ja auch meistens.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema dieses Beitrages:

Apple iPad 3G-Tarife: Telekom und VodafoneIch habe ja nicht umsonst 100,- Euro mehr als notwendig ausgegeben – ich wollte die 3G-Variante des Apple iPad haben. Nicht nur, weil man das iPad dann auch ohne Wifi-Verbindung ((WLAN)) unterwegs mit dem Netz verbinden kann, sondern auch weil nur das 3G-Modell des iPad über einen GPS-Chip zur Lokalisierung verfügt.
Das Problem beim Apple iPad 3G ist es, dass man keine normalen SIM-Karten verwenden kann, sondern so genannte Micro-SIM-Karten, die bisher eher selten angeboten werden.

Auf der Apple-Website werden verschiedene „offizielle“ iPad 3G-Tarife vorgestellt, die von den Mobilfunkanbietern O2, der Telekom und von Vodafone stammen. Diese „offiziellen“ ((offiziell sind sie wohl nur deshalb, weil sie auf der Apple-Seite beworben werden und bei Bestellungen im Apple Store die notwendigen Micro-SIM-Karten direkt dazu gebucht werden können)) Tarife habe ich mir mal etwas genauer angeschaut (und mich zum Teil direkt in den Läden informiert). Eigentlich wollte ich alle Tarife vorstellen, aber alleine die Telekom-Tarife sind so umfangreich, dass ich das ganze splitten muss…

Telekom / T-Mobile: Prepaid-Verträge

Ja nicht einfach scheint das Motto der Telekom zu sein, denn für das Apple iPad gibt es diverse Tarife bei T-Mobile. Als Prepaid-Verträge, wo man vorher ein Guthaben auf sein Konto einzahlen muss, werden hier als Xtra-Tarife bezeichnet:

Xtra web’n’walk DayFlat Special

Einmalig zahlt man eine „Anschlußgebühr“ von 9,95 Euro und kann dann pro Tag ((der von 00:00 bis 24:00 Uhr andauert)) für 4,95 Euro das Internet nutzen ((zwei Tage kostenloses Surfen sind jedoch schon dabei, so dass man rechnerisch eigentlich keine „Anschlußgebühr“ zahlt)). An und für sich ist das eine Tages-Flatrate, aber ab einem Datenvolumen von 1 GB wird der Datentransfer künstlich beschnitten: maximal 384 kbit/Sekunde im Download bzw. 16 kbit/Sekunde im Upload und ab 2 GB wird es im Download auf maximal 64 kbit/Sekunde beschränkt. Wobei ich mich frage, ob diese Grenzen überhaupt erreicht werden. Da man diesen Tarif nur mit dem iPad nutzen kann und außerdem auch noch Voice-over-IP (VoIP) und Peer-to-Peer-Verbindungen verboten sind, halte ich es eher für unwahrscheinlich, dass man innerhalb von maximal 24 Stunden an diese Grenzen kommt…

Meine Meinung: Eigentlich viel zu teuer. Aber theoretisch könnte man sich mal so eine Micro-SIM holen, damit man mal zur Sicherheit eine Verbindung via T-Mobile aufbauen kann. Da müsste man nur vorher abklären, in welchen Zeitraum man die zwei Tage kostenloses Surfen nutzen muss, bevor sie verfallen.

Xtra web’n’walk Flat Special

Für 34,95 Euro kann man 30 Tage lang das Netz nutzen. Bei diesem Tarif kann man schon eher das maximale Datenvolumen (in diesem Fall 3 GB für die 30 Tage) erreichen. Dann wird man auch gleich auf maximal 64 kbit/Sekunde im Download gedrosselt. Ansonsten gibt es hier noch ein wenig mehr Leistung – denn man kann damit alle WLAN-HotSpots der Telekom hierzulande nutzen. Der Tarif ist übrigens auch nicht für BlackBerry-Dienste nutzbar und man kann keine weitere SIM-Karte (MultiSIM) dazu buchen.

Meine Meinung: Viel zu teuer. Außerdem verstehe ich die unterschiedlichen Volumen- und Drosselungsgrenzen zwischen der Ein-Tages- und der 30 Tages-Flatrate nicht. Das finde ich irgendwie unverhältnismäßig.

Telekom / T-Mobile: Postpaid-Verträge

Für die nachfolgenden CombiCard-Postpaid-Tarife benötigt man als Grundlage einen Telekom Mobilfunk-(Postpaid)-Vertrag, der eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten hat und monatlich mindestens 29,95 Euro kostet und bei Vollmond in einem nach Neo-Feng-Shui optimierten T-Shop eingerichtet wurde.

CombiCard Connect S

Man zahlt einmalig 24,95 Euro für die Bereitstellung und zahlt dann pro täglicher Nutzung 2,95 Euro. Die Volumengrenze beträgt hier pro Tag 500 MB, danach gibt es dann die Drosselung auf maximal 64 kbit/Sekunde. Witzig finde ich im Kleingedruckten, dass man diesen Tarif nicht nur für BlackBerry, Peer-to-Peer und VoIP sondern auch für WLAN nicht nutzen darf. Ich weiß gar nicht, wie man sich via MicroSIM in einem WLAN anmelden soll. Oder meinen die die Telekom-WLAN-HotSpots? Hat man die Grundlage nicht mehr, wechselt man automatisch in den Tarif web’n’walk Connect S, wo die Tagesgebühr 4,95 Euro ist – und man eine Grundgebühr von 5,- Euro pro Monat zahlen muss!

Meine Meinung: Zwar ist dieser Tarif für Vertragskunden der Telekom etwas günstiger als die Prepaid-Variante, aber irgendwie verpflichtet man sich da meiner Meinung nach zu sehr.

CombiCard Connect M

Die Bereitstellung kostet hier nichts, man zahlt 19,95 Euro im Monat und man hat ein Inklusivvolumen von 300 MB pro Monat. Danach wird nicht gedrosselt – danach zahlt man zusätzliches MB eine Summe von 0,49 Euro (was jedoch gnädigerweise auf 100,- Euro beschränkt ist). Neben den schon bekannten Einschränkungen (BlackBerry, Peer-to-Peer, VoIP) gibt es hier auch die Möglichkeit die hiesigen WLAN-HotSpots der Telekom zu nutzen. Fällt die Grundlage weg, wird man auf den Tarif web’n’walk Connect M umgestellt, der mal eben 24,95 Euro im Monat kostet…

Meine Meinung: Dass es sich hier nicht um eine Flatrate mit Drosselung handelt, sondern die 300 MB wirklich das Maximum darstellen (und es danach teuer werden kann) halte ich für einen Witz. Auch die drohende Tarifumstellung auf einen noch teureren Tarif gefällt mir als Damoklesschwert nicht wirklich.

CombiCard Connect L Basic

Das ist jetzt wieder ein richtiger Flatrate-Tarif für 24,94 Euro/Monat. Nach einem Datenvolumen von 3 GB pro Monat wird die Bandbreite auf die bekannten maximal 64 kbit/Sekunde (Download) bzw. 16 kbit/Sekunde (Upload) gedrosselt. Zusätzlich gibt es auch noch die HotSpot-Flatrate und die üblichen Beschränkungen (BlackBerry, Peer-to-Peer, VoIP). Fällt hier die Grundlage weg, wird man auf den Tarif web’n’walk Connect L umgestellt, der eine Flatrate (mit Drosselung ab 5 GB/Monat) für 39,95 Euro darstellt.

Meine Meinung: Wenigstens ist es wieder eine Flatrate – aber auch wieder diese unattraktive Gefahr der Tarifumstellung auf einen kostspieligen Vertrag.

CombiCard Connect L mit Complete-Vorteil (exklusiv für iPhone-Kunden mit Complete-Tarif)

Wer sein iPhone schon von der Telekom hat und dort einen Complete-Tarif (aber nicht Complete XS, Complete 60 oder Complete S 1. Generation!) besitzt, kann diesen Tarif abschließen. An und für sich ist es das gleiche Angebot wie der oben erwähnte Connect L Basic-Tarif – nur man zahlt pro Monat nur 19,95 Euro statt 24,95 Euro. Ansonsten das gleiche in grün – inklusive die Gefahr der Tarifumstellung.

Meine Meinung: Das wäre eigentlich der einzige Postpaid-Tarif der für mich überhaupt in Frage käme. Aber irgendwie sehe ich es nicht ein knapp 20,- Euro für etwas zu bezahlen, was ich eigentlich sowieso schon als Telekom-Kunde bezahlt habe und nutzen können müsste (wenn das Apple iPad Tethering unterstützen würde, könnte man das iPhone als Modem nutzen…). Auch finde ich das mit der hier ebenfalls vorliegenden möglichen Tarifumstellung nicht toll.

Mein Fazit:

Erst einmal finde ich eine so große Tarifauswahl nicht unbedingt toll – das macht es nicht unbedingt leichter. Die eigentlichen Tarifübersichten sind auch nicht wirklich informativ, da muss man schon sehr genau ins Kleingedruckte gucken. Ich denke die ganzen Tarife sind preislich nicht wirklich attraktiv und einzig und alleine der Tarif Xtra web’n’walk DayFlat Special könnte als Notnagel interessant sein. Wenn man mal irgendwo ist, wo man eventuell nur mit der Telekom als Provider eine Verbindung bekommt, könnte man diesen Tarif nutzen, um zur Not ins Netz zu kommen.

Morgen schaue ich mir dann mal die „offiziellen“ Tarife von O2 und Vodafone an. Mal sehen ob die sich eher lohnen… aber wirklich unattraktiver können die ja nicht sein.


10 Kommentare »

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