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Jens Matheuszik — 21. Mai 2010, 16:04 Uhr

Ruhr.2010 – die App zur Kulturhauptstadt Europas auf dem Apple iPhone (iPad oder iPod touch)


Ruhr.2010 (App)Ruhr.2010:   ((der Link auf den iTunes Store erfolgt im Rahmen des Partnerprogrammes, durch das das Pottblog einen Teil des (ansonsten gleichen) Verkaufspreises des Programmes erhält))

Demnächst beginnt die heiße Phase der Kulturhauptstadt Europas – und damit ist nicht nur die Temperatur gemeint, die momentan sich endlich in die Richtung der Werte orientiert, die für den Mai angemessen wären, sondern auch die „Freiluftsaison“ der Ruhr.2010. Klar, Schneegestöber auf Zollverein ist auch schön – aber man kann ja von diesem Wetter momentan viel erwarten, aber Schnee gehört wohl nicht dazu.

Ruhr2010-App (iPhone, iPad, iPod touch)Passend zu dieser heißen Phase wurde jetzt die neue Ruhr.2010-App im Apple iTunes Store freigeschaltet, wo sie kostenlos zur Verfügung steht.

Die App läuft auf den Apple-Modelle iPhone, iPad und iPod touch – wobei die App nicht für das iPad optimiert wurde und somit „nur“ im Kompatibilitätsmodus läuft. Startet man die App mit dem bekannten Logo sieht man erst einmal den folgenden Startbildschirm (siehe Abbildung rechts). Das verwendete Bild ist ein Foto (von Rupert Oberhäuser) der Installation close encounter (der Künstler Joeressen+Kessner), die am 9. und 10. Januar 2010 auf die Fassade des Sanaa-Gebäudes (auf dem Gelände der Zeche Zollverein), welches im Projekt Close Encounter angestrahlt wurde. Und kaum hat man das Bild einmal gesehen ist es schon weg – was für eine schlanke Struktur der App spricht (aber angesichts des schönen Motivs fast schon zu bedauern ist…).

Städte

Ruhr2010-App (iPhone, iPad, iPod touch)Im Bereich Städte kann man alle möglichen Städte des Ruhrgebietes – von Alpen bis Xanten ((und über die ca. 13 km hinaus, die zwischen diesen beiden Städten liegen, die nur im Alphabet weit auseinander liegen)), aber auch ruhrgebietsübergreifend die Metropole Ruhr auswählen.

Wählt man eine der Städte (oder aber halt die Metropole Ruhr) aus, dann werden die Daten vom Server geladen und man sieht welche Veranstaltungen im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 in der jeweils ausgewählten Stadt stattfinden. Das führt dann natürlich bei Städten wie dem gerade erwähnten „Alpen“ zu einer gewissen Ernüchterung, da dort nur die „Local Heroes“-Woche aufgeführt ist (die vom 19. bis zum 25. Dezember 2010 stattfindet). Bei anderen Städten sieht das aber natürlich ganz anders aus – da findet man dann chronologisch aufgelistet die jeweiligen Termine.

Ruhr2010-App (iPhone, iPad, iPod touch)Hat man eine Veranstaltung ausgewählt findet man verschiedene Informationen. Entweder nur einen Text, manchmal noch ein Bild (oder hier ein Logo von iSing) und weitergehende Informationen.

So kann man beispielsweise die weiterführende Projekt-Website aufrufen, wofür dann Safari als externer Brwoser aufgerufen wird, um die jeweilige Seite aufzurufen. Was ich persönlich nicht so toll finde – hier sollte man die Möglichkeit haben, die Seite intern innerhalb der App aufzurufen (und optional extern). Ist eine Telefonnummer hinterlegt, kann man diese (mit dem iPhone) direkt anrufen.

Ruhr2010-App (iPhone, iPad, iPod touch)Klickt man auf den Veranstaltungsort hat man drei Optionen (siehe Bild links):

Einerseits kann man sich den Ort direkt in der App anzeigen, wobei hier die üblichen Google Maps-basierenden Karten angezeigt wird. Optional kann man sich den Ort auch in der iPhone-App „Karten“ (die ja nichts anderes als Google Maps für das iPhone darstellt) aufrufen – insofern wundere ich mich, dass das mit dem in/externen Aufruf von Webseiten noch nicht implementiert ist, denn das grundsätzliche Prinzip kennt man ja. Mittels „Karten“ kann man sich dann natürlich – wie von dieser App bekannt – den Weg zum jeweiligen Veranstaltungsort anzeigen lassen.

Schlußendlich kann man – bzw. in diesem Fall ich auf meinem iPhone – den Veranstaltungsort auch mit Navigon öffnen – der von mir installierten Navigations-App. Ob diese Option einem nur zur Verfügung steht, wenn man auch Navigon ((in meinem Fall: Navigon select – die kostenlose Variante von T-Mobile für Vertragskunden)) installiert hat oder nicht, das weiss ich nicht – und ehrlich gesagt wollte ich es auch nicht testen, denn mal eben 1,6 GB an Daten zu löschen um sie nachher wieder zu installieren muss ja nicht sein. :)

Kategorien

Ruhr2010-App (iPhone, iPad, iPod touch)Neben der Übersicht der einzelnen Städte kann man sich die einzelnen Veranstaltungen unabhängig vom Ort auch in den verschiedenen Kategorien anschauen. Die Kategorien reichen von A wie Architektur über das nebenstehend abgebildete F wie Fußball bis hin zu Z wie Zirkus.

Wer sich also nur für Fußball-Projekte interessiert, der findet hier die entsprechenden Informationen auf einen Blick, wobei leider das dann alle Veranstaltungen in der gesamten Metropole Ruhr sind. Nehmen wir an, ich habe abends noch Zeit und mich interessiert eine Fußball-Veranstaltung. Zwar könnte ich mir dann sicherlich vorstellen mal abends spontan Ben Redelings von Scudetto im Freibeuter Bochum aufzusuchen (was natürlich illusorisch ist, da seine Lesungen und Fußballabende oft Wochen/Monate vorher schon ausverkauft sind…), aber ob ich dann noch (über die A40!) nach Moers zu einer Veranstaltung fahren würde, halte ich eher für fraglich. Insofern fehlt hier eine Kombination der Städte- mit der Kategorienauswahl.

Jetzt & Hier

Ruhr2010-App (iPhone, iPad, iPod touch)Diese Funktion halte ich für eine der spannendsten Funktionen der App. Man ist irgendwo, hat die GPS- bzw. die WLAN-Ortung (beim iPod touch bzw. dem iPad WiFi) aktiviert und er zeigt einem an, wo man ist und welche Veranstaltungen in der Nähe sind.

Das könnte meiner Meinung nach zum „Killer-Feature“ dieser App werden. Man ist irgendwo in der Metropole Ruhr gestrandet, weiß nicht was man unternehmen soll und sucht einfach nach Kulturhauptstadt 2010-Veranstaltungen in der Nähe. Schöner wäre es natürlich auch noch, wenn man eine Karte sehen würde, wo man selber lokalisiert ist und wo man dann in der Karte die verschiedenen Veranstaltungen in der Nähe sieht.

Fehlende Möglichkeiten

Im Grunde genommen gefällt mir die Ruhr.2010-App recht gut – da unterscheide ich mich von der Kritik der Ruhrbarone zur Kulturhauptstadt-App. Der dort angesprochene Kalender wäre jedoch wirklich eine nette Funktion, so dass man sich für ein spezielles Datum bestimmte Termine anschauen kann.

Das sollte man dann auch gleich noch mit den Orten und den Kategorien (siehe Beschreibung oben) verknüpfen und die App wäre wirklich sehr gut.

Was mir noch negativ aufgefallen ist, ist das Nachladen der Inhalte. Ich weiß jetzt natürlich nicht wie groß die ganzen Informationen sind, aber ich fände es gerade für den „Unterwegs-Einsatz“ sinnvoll, wenn alle Daten schon in der App gespeichert sind. Da es sich primär um Text handelt, sollte das auch nicht zu umfangreich sein. Zur Not erstellt man eine neue Version der App, die ohne Daten gespeichert sind und über einen InApp-Kauf für 0,00 Euro lädt man sich optional den Rest hinzu – denn es könnte ja sein, dass man für den spontanen Download der App eine zu voluminöse Dateigröße vermeiden wollte. Sollte sowas realisiert werden, müsste natürlich auch eine Update-Funktion integriert werden, damit neue Termine aufgenommen bzw. Änderungen auch in der App dargestellt werden.

Bei der „Hier & Jetzt“-Funktion fehlt mir die oben erwähnte Karte, so dass man auch grafisch sofort sehen kann, wo was in der Nähe stattfindet.

Fazit

Trotz der oben erwähnten Kritikpunkte gefällt mir diese App gut! Eine Folgeversion die obige Anregungen aufnehmen würde, die würde mir wohl „sehr gut“ gefallen. :)

Töffte ((ruhrgebietsdeutsch für: gut, schön, passend))

  • einfach zu bedienen
  • einfache Idee, gut umgesetzt
  • schlanke Struktur, dadurch schnell aufrufbar
  • gute Verknüpfung mit „Karten“ und Navigon

Panne ((ruhrgebietsdeutsch für: u.a. Zustand der Dösigkeit, etwas was nicht toll ist))

  • WWW-Links nicht intern aufrufbar
  • Daten müssen nachgeladen werden
  • fehlender Kalender
  • keine Übersichtskarte für „Hier & Jetzt“

iTunes: DownloadÜber den nebenstehenden Link kann man im Rahmen des iTunes-Partnerprogrammes die App bestellen. Vom normalen Verkaufspreis geht ein kleiner Teil als Provision an das Pottblog.


3 Kommentare »

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